MultiMediaCard (MMC)
www.mmca.org.
Digital Imaging : Speicher : Übersicht
24-Mar-1998/28-Apr-05
Übersicht
MultiMediaCard- (MMC)-Speichermedien passen in fast jeden SD-Karten-Slot und sind besonders bei
Smartphones, Kameras und PDAs verbreitet.
Die
MultiMediaCard Association (MMCA,
www.mmca.org) hat Mitte Januar 2004 jetzt die
Version 4.0 ihrer Spezifikation für die MultiMediaCard
(MMC) verabschiedet. Diese sieht eine höhere Busbreite sowie höhere
Taktfrequenzen und zwei Versorgungsspannungen vor, womit sich die MMC
ideal für den Einsatz in Mobiltelefonen und Digitalkameras eignen soll.
Die neue Version 4.0 der Spezifikation erweitert den
MultiMediaCard-Standard und soll neue Vermarktungsmöglichkeiten
insbesondere in den Bereichen Digitalkameras und Mobiltelefone eröffnen.
Um einen reibungslosen Übergang von bisherigen Versionen des
MMC-Standards zu gewährleisten, sind die neuen Spezifikationen sowohl zu
vorhandenen Karten als auch zu Host-Geräten, die MultiMediaCards
akzeptieren, abwärtskompatibel.
Die
neue Spezifikation sieht unterschiedliche Busbreiten von 1 Bit, 4 Bit
und 8 Bit vor, was mehr Designflexibilität sowie eine höhere
Datentransfer-Bandbreite erlauben soll. Zudem werden nun Taktfrequenzen
von 20 MHz, 26 MHz und 52 MHz erlaubt. So soll sich im Betrieb mit 52
MHz im x8-Bit-Modus eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 52
MByte/s übertragen lassen, rund 20-mal mehr als aktuell.
Zudem sieht die neue MMC-Spezifikation als erster Standard für
Speicherkarten mit kleinem Formfaktor den Betrieb mit 3,3 V und 1,8 V
vor. Die 1,8-V-Kompatibilität ist vor allem für den Einsatz in
Mobiltelefonen wichtig.
An der Entwicklung der MMC-Spezifikation 4.0 haben unter anderem Nokia,
Hewlett-Packard, Renesas Technology, Samsung Electronics, Infineon
Technologies Flash, Micron Technology und SanDisk mitgewirkt. Die
Spezifikationen sollen MMCA-Mitgliedern ab Ende Januar kostenlos zur
Verfügung stehen.
Reduced Size MultiMediaCard (RS-MMC)
Die MultiMediaCard Association (MMCA) hat Mitte November 2002
eine kleinere MMC-Speicherkarte vorgestellt. Etwa halb so groß wie die
Standard-MMC soll die Reduced Size MultiMediaCard, kurz RS-MMC, in
Kürze mit Speicherkapazitäten bis 64 MByte und später auch bis 256 MByte
verfügbar sein.
Die verkleinerte MMC ist mit 24 x 18 x 1,4 mm deutlich kleiner als
die normale MMC, die 24 x 32 x 1,4 mm misst. Sowohl die Standard- als
auch die RS-MMCs haben sieben Pins. Mit der Verkleinerung der
Speicherkarten will man diese insbesondere für den Einsatz in künftigen
Mobiltelefonen interessant machen, obwohl man auch den
Digitalkamera-Markt und andere Bereiche anpeilt.
Der RS-MMC-Vorschlag wurde von Hitachi und EEMS Italien
mitgesponsert, die ersten Muster soll es von EEMS bereits im August 2001
gegeben haben. Verschiedene Mitglieder der MMCA wollen die RS-MMCs ab
sofort vermarkten und produzieren; anfangs in Kapazitäten von 16, 32 und
64 MByte, ab 2003 jedoch auch mit 128 und 256 MByte. Auch herkömmliche
MMCs gibt es mit bis zu 256 MByte, entweder als ROM- oder als
Flash-Speicher.
Um eine RS-MMC auch in einen normalen MMC-Slot zu bekommen, kann man
einen einfachen mechanischen Adapter anstecken, der die RS-MMC in eine
normal große MMC wandelt.
Anbieter
Pretec
Auf
der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas im Januar 2004
stellte Pretec eine Speicherkarte mit einem GB Kapazität im
SD-kompatiblen MMC-Format vor.
Netmarks
Heise mobil: "MMC 4.0 verabschiedet" (News), 22.01.2004
14:38,
www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/43895.
Heise Online: "MMC 4.0 verabschiedet", Meldung vom
22.01.2004 14:38,
www.heise.de/newsticker/data/dal-22.01.04-000.
Golem.de: "Neue Version der MultiMediaCard verabschiedet.
Größere Busbreite und höhere Taktfrequenzen für schnelle
Datenübertragung" (Hardware),
22.01.2004, 12:49,
www.golem.de/0401/29404.html.
Golem.de: "MultiMediaCard wird geschrumpft. RS-MMC soll
Mobiltelefon-Hersteller überzeugen" (Hardware), 12.11.2002, 10:58,
www.golem.de/0211/22619.html.
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