Ein IDE- bzw. EIDE-Controller (Enhanced IDE) dient dazu,
Festplattenlaufwerke und
CD-Laufwerke mit der
Zentraleinheit zu
verbinden; normale PC-Mainboards verfügen über zwei separate
IDE-Controller, die den Anschluss von jeweils zwei IDE- Geräten
ermöglichen (jeweils Secondary und Primary); sollen mehr
IDE- Geräte angeschlossen werden, wird zwingend ein zusätzlicher
IDE-Controller (z.B. als PCI-Karte von
Promise) bzw. ein
RAID-Controller für
Festplatten- Subsysteme benötigt.
Da die meisten Geräte wie
Festplattenlaufwerke und
CD-Recoder als Primary an einem IDE-Kanal betrieben werden
sollten, sind die Ausbaumöglichkeiten eines reinen IDE-Systems begrenzt;
ausserdem verbraucht jeder IDE- Controller in einem PC-System einen
Interupt.
Jeder normale
SCSI-Hostadapter bietet dagegen Anschlussmöglichkeiten für
mindestens sieben und bis zu 14 SCSI-Geräte und verbraucht dabei nur
einen Interupt. Es gibt nur einen einzigen Grund, der für IDE- Systeme
spricht: Es ist billiger.
Einige wenige PC-Mainboards bieten vier separate IDE-Kanäle,
ermöglichen also das Abschliessen von bis zu acht IDE- Geräten.
Das Mainboard
Asus Cu-BX(E) bietet zwei normale IDE-Controller sowie zwei zusätzliche
Promise IDE-Controller on board; die Promise- Controller werden
vom Marketing als RAID-Controller
bezeichnet, mit
Hardware-RAID hat das aber nichts zu tun; stattdessen ermöglicht der
Treiber unter bestimmten Betriebssystemen ein
Software-RAID, das
können die meisten aktuellen Betriebssystme wie Windows 2000, XP und
GNU/Linux jedoch von Hause aus mit jedem IDE-Controller.
Wie dem auch sei, das Board bietet Abschlussmöglichkeit für bis zu
acht IDE- Geräte und kann mit drei Platten an drei separaten IDE-
Kanälen über
Software-RAID ein vollwertiges und bootfähiges
RAID-Level 5- Array
realisieren; das ist mit normalen Boards nur möglich, wenn man
mindestens eine Festplatte als Slave konfiguriert, was zu
massiven Performance- Einbrüchen im Array führt und daher vermieden
werden sollte.
