Ein Backup ist aufgrund des nicht ausschliessbaren Datenverlusts
(menschliches Versagen, technisches Versagen, Sabotage oder Viren)
unverzichtbar. Es ist zwar möglich, ein Backup ohne unterstützende
Software zu fahren, jedoch ist dies bei grösseren Datenmengen und bei
Einsatz von Libraries fast nicht mehr realisierbar. Entsprechende
Backup-Softwarepakete erleichtern den täglichen Backup und bieten viele
Tools an, die auch eine sinnvolle Verwaltung der zu speichernden und
gespeicherten Daten möglich machen (Archivierung und HSM).
Aus den geforderten Entwicklungen bei den Datenspeichern selbst
resultiert auch eine ständige Überarbeitung und Erweiterung der
unterschiedlichen Backup-Softwarepakete.
Der Bedarf an Speicherkapazität wächst schneller als die Kapazität
einzelner Medien. Da die Beschaffung von immer mehr Festplatten die
Kosten explodieren lässt, muss immer mehr auf Archivierung - die
Auslagerung von Daten auf preiswertere, aber langsamere Medien -
zurückgegriffen werden. Dies führt andererseits zu einem hohen
Administrationsaufwand.
HSM-Software (Hierarchical Storage Management) ist in der Lage, diese
Administration selbständig zu leisten. Aufgrund von vorgegebenen
Parametern wie Häufigkeit des Zugriffs, File-Grösse, -Alter etc. werden
Dateien gewichtet und nach Bedarf ausgelagert auf immer
preiswertere/langsamere Medien, beispielsweise von Festplatten auf
MO-Wechsler, von dort auf Tape-Libraries und weiter auf extern gelagerte
Bänder. Im letzteren Fall wird bei Bedarf der Systemadministrator
angewiesen, das entsprechende Band einzulegen.
Ein virtuelles File-System zeigt dem Anwender immer alle Dateien an,
sowohl die tatsächlich auf der Festplatte vorhandenen als auch die
ausgelagerten. Die virtuelle Kapazität ist dadurch unendlich. Beim
Öffnen einer Datei wird diese zuerst auf die Festplatte
zurückgeschrieben. Der Anwender bemerkt lediglich die entsprechend
langsamere Zugriffszeit.
Mag diese langsamere Zugriffszeit manchen Anwender erschrecken - im
schlimmsten Fall der Auslagerung auf externe Medien kann die Wartezeit
eine halbe Stunde und mehr betragen - so mag die
Überlegung trösten, dass auf 80 % aller Daten weniger als einmal pro
Monat zugegriffen wird. Nicht einmal 5 % aller Daten werden öfter als
einmal pro Woche verwendet.