Stromverbrauch
Engl.: current drain.
Energie : Stromverbrauch
: Übersicht
25-Okt-2001/10-Jan-07
Übersicht
Als Stromverbrauch bezeichnet man den von einer Spannungsquelle durch
die Last (das Objekt, das den Strom aufnimmt) fließende Strom.
Beispiel: Bei einer Taschenlampe handelt es sich z. B. um
einen einfachen Stromkreis mit einer Batterie und einer Glühbirne, wobei
der Stromverbrauch dem zwischen Batterie und Glühbirne fließenden Strom
entspricht. Die Glühbirne selbst (die Last) wird auch als »Verbraucher«
bezeichnet.
Stromverbrauch in Deutschland
Im Jahr 2010 werden die Geräte der Informations- und
Kommunikationstechnik in Deutschland rund 55 Milliarden Kilowattstunden
Strom verbrauchen - wenn die Hersteller und Nutzer der Geräte und die
Energiepolitik diesem Trend nicht durch gezielte Maßnahmen
entgegenwirken. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das
Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung im
Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit Anfang März
2003 vorgelegt hat.
Nach Ansicht der Fraunhofer-Wissenschaftler behalten Fernseher,
Server in Büros und Audiogeräte ihre dominierende Rolle beim wachsenden
Energiebedarf, dazu käme aber immer mehr die Mobilfunkinfrastruktur.
Hier, bei Server-Maschinen und bei der Kommunikationstechnik in den
privaten Haushalten, mit der zunehmend Computer und
Unterhaltungselektronik zu Hause vernetzt und ans Internet angeschlossen
würden, erwarten die Forscher den stärksten Anstieg beim
Energieverbrauch.
Die Studie liefert auch interessante Ergebnisse zum Stromverbrauch in
den unterschiedlichen Betriebszuständen. Am meisten Energie wird zwar im
Normalbetrieb verbraucht, doch auch der Bereitschaftsmodus ist
stromintensiv. Erheblicher Strombedarf besteht darüber hinaus durch den
so genannten Schein-Aus-Zustand: Die Geräte scheinen ausgeschaltet zu
sein, ziehen aber weiter Strom aus dem Netz. Die Experten des
Fraunhofer-Instituts schätzen den allein dafür anfallenden Strombedarf
im Jahr 2010 auf immer noch 2 Milliarden Kilowattstunden. Dies ist ihrer
Einschätzung nach viel zu viel, weil Schein-Aus-Verbrauch eigentlich
völlig überflüssig ist.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und
Innovationsforschung.
Information und Kommunikation verbrauchen 7 Prozent des Stroms
In Deutschland flossen im Jahr 2002 rund 7 Prozent des erzeugten
Stroms in Information und Kommunikation. Den Löwenanteil beanspruchten
laut dem Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW,
www.strom.de) mit etwa 50 Prozent
Motoren in Haushalten, Industrie und Verkehr. Ein Drittel des Stroms
wurde für Prozesswärme, Warmwasser und Heizung genutzt; zehn Prozent des
gesamten Stromverbrauchs in Deutschland diente der Beleuchtung.
Die deutschen Stromversorger erzeugten im Jahr 2002 insgesamt 504
Milliarden Kilowattstunden Strom. Davon stammten 31 Prozent aus
Kernenergie, 29 Prozent aus Braunkohle, 22 Prozent aus Steinkohle, 7
Prozent aus Erdgas und 2 Prozent auf Heizöl und sonstige. Auf die
erneuerbaren Energien entfielen 9 Prozent. 2002 exportierten die
Stromerzeuger 45,5 Milliarden kWh, während sie 46,2 Milliarden kWh
einführten.
Allein die privaten deutschen Haushalte betrachtet, wurden 2002 rund
53 Prozent der Energie zum Heizen genutzt. Das Auto machte den
zweitgrößten Posten mit einem Anteil von rund 30 Prozent aus. Jeweils
rund 8 Prozent der Endenergie seien von den Haushalten für warmes Wasser
sowie für Hausgeräte wie Waschmaschine, Spülmaschine, Kühlschrank,
Gefriergerät oder Herd verbraucht worden. Die Beleuchtung hat einen
Anteil von einem Prozent. Alle privaten Haushalte zusammen hatten nach
VDEW-Angaben einen Anteil von rund 43 Prozent am gesamten
Endenergieverbrauch in Deutschland (Quelle: Heise Online).
Messdaten
Stromverbrauch ausgewählter Geräte,
Messgerät: EKM 265.
Siehe Messung.
--
Abbildung: Stromverbrauch verbreiteter CPUs:

Quelle: www.macinfo.de via
www.winfuture-forum.de.
Netmarks
Heise Online: "Information und Kommunikation verbrauchen 7
Prozent des Stroms", Meldung vom 12.01.2004 14:41,
www.heise.de/newsticker/data/anw-12.01.04-004.
Golem.de: "Technik: Stromverbrauch in Deutschland wird
massiv ansteigen. Studie über zukünftigen Strombedarf von IuK-Technik"
(Unternehmen/ Märkte), 03.03.2003, 09:07,
www.golem.de/0303/24237.html.
Heise Online: "Rasant steigender Energiebedarf bei Internet
und Mobilfunk", Meldung vom 02.03.2003 11:00,
www.heise.de/newsticker/data/jk-02.03.03-001.
Literatur und Quellen
Grüne Rechnung
Das Produkt Computer in der Ökobilanz
Andreas Grote
Report, Ökologie, Rohstoffverbrauch, Energieverbrauch und
Schadstoff-Emissionen bei Herstellung, Betrieb und Entsorgung, EPA,
Energy Star, Green-PC
c't 12/94, S. 92 (be)
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