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Energiezellen

Energie : Energiezelle : Übersicht
05-Aug-2000/28-04-05


Allgemeines über Batterien

Eine Batterie ist ein Speicher elektrischer Energie. Sie besteht aus mehreren, elektrisch in Serie verbundenen galvanischen Einzelzellen. Die in ihnen gespeicherte chemische Energie wandelt sich direkt in elektrische Energie um, sobald ein elektrischer Verbraucher angeschlossen wird -- daher ist eine Batterie ein elektrochemischen Energiewandler.

Eine galvanische Zelle benötigt zur Energieumwandlung zwei Stoffe (elektrochemisch aktive Elektroden unterschiedlicher Zusammensetzung), die über einen Elektrolyten miteinander leitfähig verbunden sind:

  • Die erste Elektrode besteht aus einem Metall (z.B. Zink, Lithium) und bildet den negativen Pol der Zelle.
  • Die zweite Elektrode besteht aus einer elektronenleitenden und sauerstoffreichen Verbindung (z.B. Braunstein, Silberoxid oder Nickelhydroxid) und bildet den positiven Pol der Zelle.

Je nach elektrochemischem System besitzt eine Zelle eine Spannung zwischen 1,2 und 4 Volt. Wird eine Zelle über ihre Pole mit einem elektrischen Verbraucher verbunden, liefert sie elektrische Energie und verbraucht die im Inneren gespeichert chemische Energie.

Man unterscheidet zwischen nicht wiederaufladbaren Primärbatterien und wiederaufladbaren Sekundärbatterien (»Akkus«). Der Unterschied liegt in den elektrochemischen Systemen:

Wiederaufladbare Systeme sind in ihrem Lade-/ Entladeverhalten umkehrbar (reversibel), sowohl hinsichtlich ihrer Elektrochemie als auch der Struktur ihrer Elektroden. Sekundärbatterien bieten eine höhere Belastbarkeit, wohingegen sich Primärbatterien durch eine niedrigere Selbstentladung und einen höheren Energieinhalt (Ausnahme: Lithium-Ion Batterien) auszeichnen.

Die Selbstentladung ist bei Sekundärbatterien im Vergleich zu Primärbatterien besonders hoch. Der Hersteller Varta gibt die Selbstentladung der Sekundärbatterien mit 15% bis 25% pro Monat bei Raumtemperatur an (je nach elektrochemischem System). Bei Primärbatterien soll die Entladung lt. Varta bei ca. 2% pro Jahr liegen. Dadurch werden auch die sinnvollen Einsatzfelder der Primär- und Sekundärbatterien klar:

  • Ständige Nutzung des Verbrauchers: Sekundärbatterien z.B. Mobiltelefone, Mobile Datenerfassungsgeräte
  • Gelegentliche Nutzung des Verbrauchers: Primärbatterien z.B. Sicherungsbatterie um den Speicher zu erhalten.

Prinzipiell gilt: Je höher die Temperatur, desto höher der Energieverlust. Zu empfehlen ist eine Lagerhaltung bei ca. 0°C bis 10°C.

Kaufempfehlung Primärbatterien

Zu bevorzugen sind Alkali-Mangan-Batterien, da es bei diesen gelungen ist, das Risiko des Auslaufens gegenüber den Zink-Kohle-Batterien weiter zu reduzieren. Zudem konnte lt. Varta der Energieinhalt der Alkali-Mangan-Batterien gegenüber den Zink-Kohle-Batterien nahezu verdoppelt werden.

Kompatibilität von Sekundärbatterien (Akkus)

Der Memory-Effekt

Der Lazy-Effekt

Jedes Gerät welches Batterien nutzt, in deren Bauart auch Akkus angeboten werden, kann mit diesen betrieben werden.

Beispiel: Eine Alkali-Mangan-Zelle (Primärbatterie) bietet eine Anfangsspannung von 1,5 Volt die während der Entladung auf 0,9 Volt und darunter abfällt.

Eine Sekundärbatterie liefert bis zur vollständigen Entladung eine Versorgungsspannung von 1,2 Volt und liegt somit etwa im Mittel der Betriebsspannung einer Primärbatterie.

Einige Hersteller raten vom Betrieb mit Akkus ab (meist Geräte zur Datenspeicherung). Das hat
folgenden Grund:

Primärbatterien liefern eine zum Ende hin langsam abflachende Versorgungsspannung. Somit ist der Moment der Abschaltung verhältnismäßig leicht vorherzusagen.

Sekundärbatterien liefern bis zur Entladung ihre volle Leistung und schalten dann abrupt ab. Dadurch ist es kaum möglich den Moment der Abschaltung vorherzusagen, wodurch Speicherhaltende Geräte unter Umständen Daten verlieren können.

Eine interessante Möglichkeit um den Leerzustand zu bestimmen, sind sogenannte "Smart"-Batterien. Bislang werden diese nach meinem Wissen nur in Notebooks eingesetzt. Diese sind mit einem Chip ausgestattet mit dessen Hilfe es möglich ist, den genauen Energiestand, die Häufigkeit der Ladung, die Temperatur usw. auszulesen.

Kaufempfehlung Akkus

Lithium-Ion-Batterien (soweit möglich mit "Smart"-Technik) sind die derzeit beste Wahl. Ein Memory-Effekt entsteht in diesen Akkus nicht, da kein Cadmium benutzt wird. Der Energieinhalt ist im Vergleich zu den restlichen Akkutypen sehr hoch. Diese Batterien werden nicht als Rundzellen (Mignon, Micro usw.) angeboten.

Nickel-Metallhydrid-Batterien sind vom Preis-Leistungsverhältnis her, als sehr gut zu beurteilen. Auch diese Batterien unterliegen nicht dem Risiko des "Memory-Effekts" und sind auch als Rundzellen erhältlich. Aufgrund der hohen Leistung sind diese Akkus für Handheld-Computer, die Standard-Batterien nutzen, sehr zu empfehlen.

Nickel-Cadmium-Batterien sind die günstigsten Akkus. Diese haben aufgrund des häufig auftretenden Memory-Effekts im Regelfall die kürzeste Lebensdauer.

Das bedeutet, Nickel-Metallhydrid- und Lithium-Ion-Batterien können auch ohne größeres Risiko nachgeladen werden ohne diese vorher zu Entladen. Sinnvoll ist allerdings, auch diese Akkus gelegentlich zu entladen, um dem "Lazy-Effekt" vorzubeugen bzw. die Batterien zu trainieren. Nickel-Cadmium-Batterien sollten auf jeden Fall komplett entladen werden, bevor diese wieder vollständig geladen werde.

Aufladen von Batterien

Prinzipiell gilt: Aufgeladen werden können nur dafür vorgesehene Batterien (Sekundärbatterien, Akkus). Es ist zwar grundsätzlich möglich, Alkali-Mangan-Batterien zu "laden", es handelt sich hierbei aber eigentlich eher um eine "Regeneration" dieser Primärbatterien. Beim Regenerieren von Primärzellen ist zu beachten:

  • Eine Regeneration ist nur möglich, wenn nicht mehr als 30% der Kapazität (ausgehend von der maximalen Kapazität) entnommen wurden.
  • Es ist ein besonderes Ladegerät erforderlich.
  • Alkali-Mangan-Batterien lassen sich nur ca. 20mal und nur mit einem speziellen Ladegerät regenerieren.

Beim Laden von Sekundärbatterien zu beachten:

  • Vor der ersten Nutzung sollten Sekundärbatterien einen vollständigen Ladezyklus durchlaufen (vorzugsweise keine Schnellladung).
  • Ladevorgänge möglichst nicht vorzeitig abbrechen.
  • Akkus vor dem nächsten Ladevorgang möglichst komplett entladen. (auch für Lithium-Ionen- und Nickel-Metallhydrid-Batterien zu Empfehlen um dem Lazy-Effekt vorzubeugen)
  • Nicht bei Temperaturen von unter 0°C laden
  • Nur entsprechende Ladegeräte für den jeweiligen Akkutyp verwenden. (sollte in der Anleitung aufgeführt sein)

Problematisch ist das Laden von Akkus immer, wenn diese nicht zusammen entleert werden/wurden. Nutzt Ihr Akkus in verschiedenen Geräten, ist auch die Restladung der Akkus im Regelfall unterschiedlich. Sofern Ihr ein gutes Ladegerät (siehe oben) nutzt, wird den Akkus nur soviel Energie zugeführt, wie auch der Akku mit der höchsten Restladung aufnehmen kann. Somit werden einige Akkus nicht vollständig geladen.

Ein weiteres Problem tritt auf, wenn die Akkus nicht zusammen geladen werden.

Wenn zwei Akkus gemeinsam entladen werden, deren Ladezustand etwas auseinander liegt, wird der "schwächere" Akku schneller den Leerzustand erreichen. Insbesondere bei Geräten, die auch mit niedriger Spannung noch gut funktionieren werden die entleerten Akkus durch den/die noch geladenen umgepolt und somit unkontrolliert tiefenentladen.

Somit ist es Empfehlenswert, immer nur die Akkus gemeinsam zu laden/entladen, die auch gemeinsam geladen bzw. entladen wurden.

Netmarks

Weiterführende Materialien zur Akkutechnik:

 

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Literaturhinweise:
PC - Hardwarebuch.
 von Hans-Peter Messmer

Addison-Wesley, 10/2000
Tom's Hardware Guide. Der perfekte PC im Eigenbau.

Franzis, 2002
PC-Werkstatt
 von Klaus Dembowski

Markt & Technik, 11/2002
PC Hardware Superbibel
 von Scott Mueller

Markt & Technik, 2003
PC Hardware in a Nutshell
 von Robert und Barbara Thompson

O'Reilly, 2. Aufl., 2002
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