Die Maus hat sich mit der Verbreitung graphischer Benutzeroberflächen
-- neben der Tastaur -- wohl
zweitwichtigsten Eingabegerät entwickelt.
Im Wesentlichen besteht eine Maus aus einer Rollkugel und einer
Sensor- Mechanik oder -Elektronik, die die Drehbewegungen der Kugel
erfasst, in einen Datenstrom umwandelt und zum Rechner überträgt.
Neuere Modelle arbeiten ohne Kugel, bei ihnen wird die Bewegung der
Maus über eine optische Einheit erfasst. Vorteile: keine mechanischen
Teile, keine Verschmutzung der Kugel, und die Maus kann weitgehend
unabhängig von der Oberfläche eingesetzt werden. Zusätzlich hat eine
Maus auf der Oberseite noch ein bis vier Tasten, die entweder von der
eingesetzten Applikation als Funktionstasten genutzt oder vom Benutzer
selbst mit Funktionen belegt werden können. Die klassische Maus
erfordert von ihrem Benutzer einiges an Geschicklichkeit,
Fingerbeweglichkeit und vor allem einen Schreibtisch mit genügend freier
Fläche.
Die aktuellen Mäuse, beispielsweise von
Anbietern wie Genius, Logitech oder
Microsoft, verfügen
zusätzlich zu den Funktionstasten über ein kleines Rädchen bzw. eine
Tastenwippe. Damit kann der Anwender in diversen Anwendungen zoomen und
scrollen, ohne die Maus zu bewegen. Der Bildlauf durch die
Informationsfenster wird komfortabler und die Navigation durch das
Internet mit unterstützten Web- Browsern erheblich schneller als bisher.
Mäuse ohne Kabelverbindung bieten erweiterte Bewegungsfreiheit auf
der Arbeitsfläche. Die Funktechnologie hat inzwischen die
Infrarottechnik bei den kabellosen Mäusen abgelöst. Vorteil der
Funklösung ist, dass keine direkte Sichtverbindung zum Empfänger
vorhanden sein muss, die Funkmaus funktioniert im Umkreis von ca. 2m.
Die erweiterte Unabhängigkeit bei der Beweglichkeit wird bei schnurlosen
Mäusen mit einer erhähten Abhängigkeit von der Stromversorgung erkauft:
Die Stromversorgung kann hier nicht über den PC abgewickelt werden, bei
intensiver Nutzung ist daher mit einer Lebenszeit eines Batteriesatzes
von etwa einem Monat zu rechnen, bei Akkus mit deutlich weniger.
Sollte kein Platz auf dem Tisch vorhanden sein, schafft hier ein
Trackball Abhilfe, bei dem die
Eingabe durch Drehen der obenliegenden Kugel und Bedienen der Tasten
erfolgt. Im Grunde ist ein Trackball eine umgedrehte Maus, der auch die
gleichen Funktionen erfüllt, aber weniger Platz benötigt.
Für 3D-Anwendungen eignen sich die Standard-Eingabegeräte wie Maus
oder Trackball nicht unbedingt, da mit ihnen nur die gleichzeitige
Kontrolle von zwei Freiheitsgraden möglich ist. Bei vielen
3D-Anwendungen, wie z. B. Virtual-Reality und 3D-Modellierung, ist aber
die Kontrolle von sechs Freiheitsgraden notwendig. Für diese Anwendungen
gibt es spezielle 3D-Mäuse, die diesen Anforderungen gerecht werden. Sie
vereinen die Funktion einer gewöhnlichen Maus mit der Funktion eines
Gerätes zur Bewegungssteuerung von 3D-Grafik-Objekten.