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Kunstcharakter der Fotografie
Von Agon S. Buchholz
für Kefk Network
Fotografie.
Theorie : Themen
: Kunstcharakter : Übersicht
01-Jun-2004/06-Feb-06
Übersicht
Der Kunstcharakter der Fotografie war insbesondere in der Anfangszeit
der Fotografie – also Mitte des 19. bis Anfang des 20.
Jahrhunderts – umstritten und in Frage gestellt; heutzutage gilt
die Fotografie als gleichberechtigtes Kunstwerk wie das klassische
Gemälde. Diese Entwicklung zeigt sich etwa ab den 1960er Jahren
beispielsweise in einer zunehmenden Institutionalisierung, also der
Durchführung von Ausstellungen, der Etablierung von Sammlungen, der
Einrichtung von Studiengängen usw.; dieser Prozess ist allerdings
derzeit noch nicht abgeschlossen. Bis die Fotografie auch im
institutionellen Rahmen vollständig den klassischen Künsten
gleichberechtigt ist, dürften allerdings noch einige Generationen von Fotokünstlern
und -kritikern verstreichen.
Den Bezugsrahmen für die Analyse der Fotografie bildet,
ähnlich wie im Falle anderer technischer Medien, bildet klassischerweise
das Kunstsystem, so beispielsweise bei
Walter
Benjamin (Benjamin 1936: 9 ff.). Eine Reformulierung des
Kunstbegriffs als Medienbegriff unternahm Kierkegaard: »In
Skulptur, Architektur und Malerei ist die Idee im Medium gebunden«
(Kierkegaard 1843: 82); dieses Verständnis erweitert die zuvor
gebräuchliche Bedeutung des philosophischen Terminus, wurde jedoch von
anderen Autoren kaum aufgegriffen.
Siehe auch
Anmerkungen
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