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Fotografie als Atavismus
Von Agon S. Buchholz
für Kefk Network
Fotografie.
Theorie : Themen
: Atavismus : Übersicht
01-Jun-2004/06-Feb-06
Übersicht
Die Fotografie kann als Atavismus bezeichnet werden; nach
Vilém Flusser
ist sie zwar die erste embryonale Vorstufe der technischen Bilder,
sie ist jedoch – ebenso wie das Medium Film – heute nur noch das
Relikt einer Technologie des 19.
Jahrhunderts (Kittler
u.a.).
Die »klassische« Fotografie ist an ein physikalisches Speichermedium
gebunden; als Trägermaterial für das Bild wird seit William Henry Fox
Talbots Kallotypie ein mit Jodsilber und Silbernitrat getränktes
Papier genutzt, das später durch andere Materialien wie Zellulose
ersetzt wird. Fotografie ist etwas Reelles, das seine eigenen Spuren in
einem Speichermedium hinterlässt (Arnheim).
Zukünftige Bildmedien werden jedoch elektronische oder optische
Speichermedien nutzen und damit ebenso mobil werden wie die Telegrafie
oder das Fernsehen. Diese Entwicklung zeigt sich bereits deutlich am
enormen Erfolg der Digitalfotografie, die ja technisch eine Abwandlung
der Fernseh- bzw. Video- und eben nicht der Fototechnologie ist.
Anmerkungen
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