Paradigma Fotografie
von Herta Wolf
Amazon-Preis: EUR 15,00
Broschiert - 466 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Oktober 2002
ISBN: 351829198X
Paradigma Fotografie
Herta Wolf
ASIN: 351829198X
Suhrkamp; Oktober 2002
Broschiert
Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 06.03.2003
In ihrer Sammelbesprechung von Anthologien zur Mediengeschichte bemerkt
Rezensentin Julia Encke, dass die inzwischen kanonisierten Texte zur
Mediengeschichte -Baudelaire, Benjamin, Barthes - in vielen Aufsätzen
zwar als Beleg verwendet, aber selten kritisch gelesen werden. Diese
Lücke nun schließe dankenswerterweise Herta Wolf, die in ihrem Band
"Paradigma Fotografie" Beiträge versammelt, die die "Leittexte" der
Mediengeschichte verhandeln. Dass die Herausgeberin dabei diese Aufsätze
selbst in die Höhe von Leittexten erhebe, geht für die Rezensentin
durchaus in Ordnung. Besonders positiv hebt sie dabei Sarah Kofmans
Aufsatz "Freud - Der Fotoapparat" sowie John Taggs und Allan Sekulas
kritische Schriften zur Instrumentalisierung des Bildes hervor.
Unverständlich bleibt Encke allein, warum Herausgeberin Wolf bereits das
Ende der Fotografie annonciert.
Kurzbeschreibung
"Die Fotografie und der Film sind reine Produkte der industriellen
Revolution. Sie sind nicht ein einem Erbe, einer Tradition befangen.
Deshalb ist die Analyse außerstg schwierig: Man müsste eine neue
Ästhetik erfinden, die sich zugleich mit dem Film und der Fotografie
befasst und sie voneinander differenziert, während es in Wirklichkeit
eine Filmästhetik gibt, die mit stilistischen Werten literarischen Typs
arbeitet. Die Fotografie hingegen hat nicht von diesem Transfer
profitiert. Sie ist gleichsam das Stiefkind der Kultur. Niemand kümmert
sich um sie." (Roland Barthes)