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Publikationen von Boris von Brauchitsch

Theorie : Ressourcen : AutorenBoris von Brauchitsch : Übersicht
03-Jun-2004/06-Feb-06


Übersicht

Kleine Geschichte der Fotografie
von Boris von Brauchitsch
Amazon-Preis: EUR 24,90
Gebundene Ausgabe - 320 Seiten - Reclam, Ditzingen
Erscheinungsdatum: Oktober 2002
ISBN: 3150105021

Aus der Amazon.de-Redaktion
Im Sommer 1839 präsentierte Louise Jacques Mandé Daguerre den Mitgliedern der französischen Akademie der Wissenschaften Lichtbilder bekannter Bauwerke aus Paris. Die detailgenauen Abbildungen des Louvres, der Brücke Pont Neuf oder der Kathedrale Notre Dame beeindruckten die Forscher und Politiker so sehr, dass der französische Staat das Patent erwarb, um das erste fotografische Aufnahmeverfahren der kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Verwertung zur Verfügung zu stellen. Die folgende Weiterentwicklung der Fototechnik sowie die Erfindung eines von jedermann zu bedienenden Fotoapparates im Jahre 1888 machte die Fotografie zum Massenmedium.

Die Kleine Geschichte der Fotografie schildert die Bedeutung und Funktion des ersten technischen Bildmediums für die Gesellschaft und deren Wahrnehmung von den Anfängen der Daguerreotypie bis zur digitalen Fotografie. In 29 chronologisch geordneten Kapiteln setzt sich der Kunsthistoriker Boris von Brauchitsch mit wesentlichen Themen der Fotografiegeschichte auseinander. So beschreibt er den Streit um die Urheberschaft des fotografischen Abbildungsprozesses, die visuelle Besitzergreifung ferner Länder und Kulturen durch die Reisefotografie Mitte des 19. Jahrhunderts oder die immerwährende Diskussion über das künstlerische Wesen der Fotografie. Seine kenntnisreichen Ausführungen werden durch Auszüge aus Essays unter anderem von Walter Benjamin, Ernst Kallai oder Henri Cartier-Bresson ergänzt. Die rund 130 aussagekräftigen Bildbeispiele bekannter Fotografen zeigen neben den Stadtansichten und Porträtaufnahmen früher Dokumentaristen wie Charles Nègre oder Nadar auch Bildexperimente von Man Ray oder Alexander Rodtschenko, sowie die seriell konzipierten Arbeiten zeitgenössischer Fotokünstler wie Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky oder Axel Hütte.

Der ansprechend gestaltete Band überzeugt durch die anschauliche und verständliche Darstellung von 163 Jahren Fotografiegeschichte und ist sowohl als Einstieg in das Thema als auch als Nachschlagewerk gleichermaßen geeignet. --Stefan Meyer

200 Jahre liegen zwischen den ersten Experimenten mit lichtempfindlichen Chemikalien und der digitalen Aufnahme – 200 Jahre, in denen die Fotografie nahezu alle Bereiche des Lebens durchdrungen und verändert hat. Boris von Brauchitsch rückt die gesellschaftliche Bedeutung der Fotografie in den Mittelpunkt seiner Darstellung und vermittelt anhand herausragender Bildbeispiele eine vielgestaltige Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Technik und Kunst, Individualität und Nivellierung, Wahrheit, Wunsch und Lüge.

Autoreninformation

Boris von Brauchitsch, geb. 1963 in Aachen, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte. Er arbeitet als Autor, Kurator und Fotograf und publiziert zur zeitgenössischen Fotografie und Kunstgeschichte.

Pressestimmen

Boris von Brauchitsch tritt ehrgeizig an bei seiner Kleinen Geschichte der Fotografie. Er will die Zusammenhänge zwischen Fotografie und Gesellschaft und die Geschichte der Wahrnehmung aufzeigen.(...) Das aufwändig und ästhetisch ansprechend gestaltete Buch ist ein eigenwilliges Werk. Der Autor ist beschlagen und fleißig. In kleinen Schritten arbeitet er sich durch die langwierige technische Entwicklung des Mediums, verweilt hier und dort bei den zahllosen Pionieren. Wie das Who's Who der Fotografie liest sich das Buch, liefert mit lexikalischem Eifer knappe Erklärungen zu den zahllosen Protagonisten.(...) Brauchitsch streift viele Schauplätze der Fotografie und behandelt zentrale Aspekte wie Sozialdokumentation und Neue Sachlichkeit.
Stuttgarter Zeitung

Ein kompakter und verständlich formulierter Band.
Main-Echo

Boris von Brauchitsch beruft sich im Vorwort seiner Kleinen Geschichte der Fotografie direkt auf Friedrich Nietzsche: "Es ist ein Wunder: der Augenblick, im Husch da, im Husch vorüber, vorher ein Nichts, nachher ein Nichts, kommt doch noch als Gespenst wieder und stört die Ruhe eines späteren Augenblicks. Fortwährend löst sich ein Blatt aus der Rolle der Zeit, fällt heraus, flattert fort – und flattert plötzlich wieder zurück, dem Menschen in den Schoß." Das handliche Buch bietet einen gut lesbaren historischen Abriss von der Erfindung der Camera obscura bis in die Jetztzeit der digitalen Fotografie. Seiner eigenen Fotografiegeschichte hat der Autor fünf Kurzessays aus fremder Feder hinzugefügt. Zudem ist das Werk benutzerfreundlich aufgebaut: Die einzelnen Kapitel sind nicht rein in Zeitabschnitte, sondern auch thematisch gegliedert. Nicht zu vergessen die 300, zum Teil auch weniger bekannten Abbildungen und der unverzichtbare Anhang mit Anmerkungen, Literaturhinweisen sowie einem ausführlichen Personen- und Sachregister.
Tagesspiegel

Gerade zwei Jahrhunderte umfasst die Geschichte der Fotografie – eine überschaubare Zeit, in der allerhand Experimente, Highlights und Entwicklungen passierten. Boris von Brauchitsch greift die nennenswerten Stichworte heraus und fügt sie zu eigenen Kapiteln zusammen. Damit entschied er sich gegen eine chronologische Wanderung durch die Geschichte und für inhaltlich zusammengehörende Aspekte. Beginnend mit "Der dunkle Raum der Kunstgeschichte. Von der Camera obscura zur Spiegelreflexkamera", "Das Festhalten des flüchtigen Lichts. Wedgewood, Talbot, Niepce und Daguerre", kommt von Brauchitsch langsam zu Themen wie "Frühe Sozialdokumentation", "Kunst und Fotografie", "Fotografie und Propaganda", "Subjektive Fotografie" oder "Fotografie und Digitalisierung" – um nur einige der insgesamt 29 Themen zu nennen. Dazwischen sind einige Originaltexte eingefügt, u. a. Johann Peter Hebel, Walter Benjamin, Ernst Kallai. So schafft es der Autor, trotz des eher geringen Umfangs von gut 300 Seiten trotzdem alle notwendigen Aspekte und Namen zu integrieren. Auch wenn es teils nur Stichworte oder ein kurzes Anreißen ist, bietet diese Kleine Geschichte der Fotografie reichlich Material für weitergehende Beschäftigung – und dies nicht zuletzt dank der ausführlichen Liste mit Literaturhinweisen.
Kunst und Bücher

Mit der vorliegenden Publikation ... hat von Brauchitsch eine gattungsübergreifende Geschichte geschrieben, die anregt, provoziert und die Verbindung von Text und Abbild "auf den Punkt bringt". Eine nüchterne Darstellung und eine feinsinnige Reflexion, zu der man dem Autor und dem Verlag nur gratulieren kann!
Medienwissenschaft

Sehr überzeugend, wie der Autor auf 300 Seiten (und mit vielen Abbildungen) die Entwicklung des Mediums in den gesellschaftlichen Kontext eingebettet hat.
Kunstzeitung

Eine Geschichte der Fotografie von 1839 bis heute auf nur 300 Seiten auszubreiten – das ist nun wirklich fast unmöglich. Zu viele bedeutende Fotografen und zu viele bedeutende Fotos sind in 163 Jahren zusammengekommen. Boris von Brauchitsch ist dies dennoch gelungen.
Freies Wort, Suhl

Die "Kleine Geschichte der Fotografie" von Boris von Brauchitsch ist nicht so klein wie der Titel bescheiden verheißt. Es handelt sich um eine ausgesprochen verdienstvolle Arbeit, die dem Leser auf nur etwas mehr als 200 Seiten (rund 130 Abbildungen sind von den insgesamt 300 Seiten des schönen Werkes abzuziehen) die wesentlichen Stationen der Geschichte des so populären wie ambivalenten Mediums vor Augen führt und zugleich dessen Komplexität begreifbar macht. Das Hauptaugenmerk der Darstellung liegt auf der gesellschaftlichen Bedeutung und der Funktion der Fotografie sowie der durch sie bewirkten Veränderung der menschlichen Wahrnehmung – Aspekte, die bisher umfassend so nicht gewürdigt worden sind. Das Buch hat 29 Kapitel, die Darstellung ist chronologisch. Die Fülle der Details, die der Autor verarbeitet hat, beeindruckt und weckt Interesse. Mehr als 5000 Verbrechen fotografierte beispielsweise der polnische Fotograf Arthur H. Fellig (1899 – 1968), dessen die Sensationsgier des breiten Publikums bedienenden Aufnahmen – unter dem Künstlernamen Weegee – heute auf Auktionen Spitzenpreise erzielen. Bekannte Fotografen erscheinen plötzlich in ganz neuem Licht. Und auf dem biografischen Hintergrund ihrer Fotografen werden Fotografien differenziert lesbar. Sprache und Stil des kompakten Werkes überzeugen durch Klarheit, Präzision und Verständlichkeit. ... Hier schreibt ein Autor, der sowohl Theoretiker ist als auch selbst fotografiert und dessen Liebe zur Fotografie in jeder Zeile durchscheint. Dabei verliert Boris von Brauchitsch jedoch nie den kritischen Blick. ... Die Geschichte der Fotografie wird auf diese Weise für den Leser in ihren Aus- und Wechselwirkungen auf die und mit der Gesellschaft erlebbar. Hinter den in dichter Folge präsentierten Ereignissen einer fast 200jährigen Geschichte der Fotografie scheinen weite Zusammenhänge der Geistesgeschichte auf. Darin liegt meines Erachtens der besondere Wert der "Kleinen Geschichte der Fotografie" Nicht zuletzt zeichnet Boris von Brauchitsch auch ein grandioses kulturgeschichtliches Panorama der Fotografie, das der Leser von Seite zu Seite mit wachsendem Staunen zur Kenntnis nimmt. Die kluge Auswahl der 130 Abbildungen weckt zahlreiche Assoziationen und ist dem Erkenntnisgewinn, den dieses Buch bietet, ausgesprochen förderlich. Ein Buch, das im Leser die Liebe zur Fotografie auf nachhaltige Weise weckt. Als Einstieg in das Thema und als Nachschlagewerk gleichermaßen geeignet.
Die Drei, Zeitschrift für Anthroposophie in Wissenschaft, Kunst und sozialem Leben

Das Buch vermittelt solide Informationen und ist besonders als Lektüre für diejenigen geeignet, die sich zunächst ein umfassenderes Bild von der Geschichte der Fotografie mit ihren Auswirkungen auf die Kunst und das Alltagsleben machen möchten.
Südkurier

http://www.reclam.de/site/merkzettel/detail.phtml?idx=0&modus=Schnellsuche&backpage=/site/merkzettel/mask.phtml&isbn=3-15-010502-1000&session_id=6da97d93b5902f8a55245e43785d20e1

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