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Susan Sontag
Theorie : Akteure
: Personen : Susan
Sontag : Übersicht
01-Jun-2004/06-Feb-06
Übersicht
Susan Sontag (* 16. Januar 1933) ist eine US-amerikanische
Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin.
Sie ist bekannt für ihren Einsatz für Menschenrechte, und als
scharfsinnige Kritikerin der gesellschaftlichen Verhältnisse und der
Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wurde am 12. Oktober
2003 mit dem 54. Friedenspreis des deutschen Buchhandels geehrt.
Biographie
Sontag wurde als Susan Rosenblatt in eine jüdische Familie hineingeboren
und ist die Tochter eines Exportkaufmanns und einer Lehrerin. Das
Mädchen wurde von den Großeltern aufgezogen, als die Eltern in China
waren.
Als Susan sechs Jahre alt war, starb ihr Vater an Tuberkulose. Die
Mutter heiratete erneut; der Name des Stiefvaters war Sontag. 1949 ging
Susan Sontag an die Universität in Chicago und studierte Französisch,
Literatur und Philosophie. 1950 heiratete sie den Soziologen Philip
Rief, mit dem sie eine Studie über den Einfluss von Sigmund Freud auf
die moderne Kultur veröffentlichte.
Susan Sontag wohnt in einem Penthouse in Chelsea in New York. In der
Nähe ihrer Wohnung liegt das am 11. September 2001 zerstörte World Trade
Center. Sie tritt als scharfe Kritikerin der Bush-Regierung insbesondere
des Irak-Krieges in Erscheinung. Im Jahr 2000 wurde sie in den USA mit
dem National Book Award, dem höchsten Buchpreis der USA ausgezeichnet.
Im Mai 2001 bekam sie den Jerusalem-Preis 2001 auf der israelischen
Buchmesse in Jerusalem. Bei der Entgegennahme sorgt sie mit heftiger
Kritik am Staat Israel und seiner Politik in den Palästinensergebieten
für Aufsehen.
Sontag wurde als Vermittlerin zwischen den USA und Europa am 12. Oktober
2003 in der Frankfurter Paulskirche mit dem 54. Friedenspreis des
Deutschen Buchhandels geehrt. Bei der Feier waren zahlreiche
Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wirtschaft zugegen. Der Preis
war mit 15.000 Euro dotiert. Das demonstrative Fernbleiben des
US-Botschafters Daniel Coats während der Zeremonie kritisierte sie in
ihrer Dankesrede, in der sie die wachsende Kluft zwischen Europa und den
USA zu überwinden suchte.
Werke
- The Benefactor (1963)
- Against Interpretation (1966)
- Death Kit (1967)
- Styles of Radical Will (1969)
- Illness as Metaphor (1977, dt. Krankheit als Metapher)
- On Photography (1977, dt. Über Fotografie)
- Under the Sign of Saturn (1980, dt. Im Zeichen des Saturn,
Essays über E.M. Cioran, A. Artaud, H. J. Syberberg, R. Barthes, L.
Riefenstahl, W. Benjamin, E. Canetti)
- The Vulcano Lover (1989)
- In America
- Regarding the Pain of Others (2003, deutsch Das Leiden anderer
betrachten, ISBN 3-446-20396-6). Essay über die Kriegsfotografie, in
dem Sontag teilweise die Aussagen ihres früheren Essays On
Photography revidiert
Quelle
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Stand: 14:44, 13. Jun 2004.
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