Friedrich Kittler wurde 1943 im sächsischen Rochlitz geboren; seine
Familie floh mit ihm 1958 in die BRD, wo er von 1963 bis 1972
Germanistik, Romanistik und Philosophie in Freiburg im Breisgau
studierte; während des Studiums wurde er beeinflusst durch Texte von
Jacques Lacan und Michel Foucault.
1976 promovierte Kittler mit einer Arbeit über den Dichter Conrad
Ferdinand Meyer, 1984 habilitierte er im Bereich der neueren deutschen
Literaturgeschichte.
Mehrere Aufenthalte als Visiting Assistant Professor und Visiting
Professor an amerikanischen Universitäten wie der University of
California, Berkeley, der University of California, Santa Barbara, oder
der Stanford University.
Von 1986 bis 1990 war er Leiter des DFG Projekts Literatur und
Medienanalyse in Kassel und wurde 1987 als Professor für Neugermanistik
an die Ruhr-Universität Bochum sowie 1993 an den Lehrstuhl für Ästhetik
und Geschichte der Medien der Humboldt-Universität zu Berlin berufen.
Kittler wurde 1993 mit dem Siemens-Medienkunstpreis des ZKM Karlsruhe
(Zentrum für Kunst und Medientechnologie) für seine Forschungen auf dem
Gebiet der Medientheorie ausgezeichnet (vgl. [1]
).
1996 Distingished Scholar an der Yale University und 1997 Distinguished
Visiting Professor an der Columbia University in New York.
Mitglied des Hermann von Helmholtz Zentrums für Kulturtechnik und der
Forschergruppe "Bild Schrift Zahl" (DFG).