Das Olympus-Kamerasystem umfasst sowohl
Olympus-Kameras (OM-Serie)
als auch Festbrennweiten sowie Systemzubehör. Das SLR-System hat einen
geringen Marktanteil und ist Anfang 2002 vollständig eingestellt worden.
Objektive und Zubehör sind im Kamerahandel i.d.R. nur noch auf Anfrage
erhältlich, nur für bestimmte Modelle soll für einen begrenzten Zeitraum
noch die Versorgung mit Ersatzteilen sichergestellt sein.
Ein vorhandenes Olympus-System lässt sich durch Gebrauchtkäufe noch
in einem gewissen Rahmen ausbauen, es ist jedoch fraglich, ob
Investitionen in dieses tote System noch sinnvoll sind. Fremdhersteller
von Wechselobjektiven
unterstützen das Olympus-Bajonett i.d.R. nicht mehr.
Olympus konzentriert seine Aktivitäten im Bereich der
Olympus-Digitalkameras; hier verfügt der Anbieter über einen hohen
Marktanteil, ist jedoch aus verschiedenen Gründen umstritten.
Ganz grundsätzlich stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll
ist, in das Kamerasystem -- egal ob analog oder digital -- eines
Herstellers zu investieren, der eine ganze Modellreihe einfach ersatzlos
einstellt. Alle grösseren Kamerahersteller, von
Nikon und
Leica einmal abgesehen, ändern in
grösseren Zeitabständen ihre Produktpalette oder ändern das
Objektivbajonett. Beispielsweise führte
Minolta 1985 als erster Hersteller AF-SLR-Kameras ein und stellte
ein neues Bajonett vor; bis heute (Stand: Mitte 2002) wird das analoge,
manuell zu fokussierende Kymerasystem jedoch noch gepflegt.