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Chronologie der Nikon Kamerasysteme

Kamerasysteme : Anbieter : Nikon : Geschichte : Chronologie : Übersicht
11-Mar-1998/14-Jul-05  


Übersicht

Diese Chronologie basiert auf Christian Ozdobas Übersicht "Kurze Geschichte der Firma Nikon" (www.ozdoba.net/nikon/nikon_hist.html). Auf der sehr lesenswerten Website finden sich auch ergänzende Literaturhinweise sowie umfangreiche weitere Informationen über das Nikon Spiegelreflex-System von 1959 bis heute (Nikon Spiegelreflex-Homepage, www.ozdoba.net/nikon/nikon_home.html).

Nikon produziert noch verschiedene andere Kameraserien; eine chronologische Übersicht mit sämtlichen bisher erschienenen Digitalkameras von Nikon ab 1986 finden Sie unter Nikon Digitalkameras (Kameras).

25. Juli 1917 Die drei Firmen Tokyo Keiki Seisaku Sho, Iwaki Glass Manufacturing und Fujii Lens Seizo Sho schliessen sich zur "Nippon Kogaku Kogyo Kabushiki Kaisha", kurz Nippon Kogaku K.K., zusammen. Die Fusion wird von dem mächtigen Konzern Mitsubishi unterstützt, zu dem Nikon auch heute noch gehört. Der Name bedeutet etwa "Japanische Optische Gesellschaft".
1918 Das Werk Ohi im Tokyoter Stadtteil Shinagawa wird eröffnet - bis heute ist Ohi das Nikon-Stammwerk.
1923 Nippon Kogaku eröffnet ein eigenes Labor für Glasforschung.
1932 Das erste Kameraobjektiv mit der Bezeichnung Nikkor erscheint.
1937 50 mm-Objektive für das Kleinbildformat werden im Auftrag des Seiki Kogaku Precision Optical Research Institute für dessen "Hansa-Kwanon"-Kameras entwickelt - heute bekannt als "Canon". Nippon Kogaku baut bis 1947 alle Objektive für Canon-Messsucher-Kameras.
1939 Nippon Kogaku K.K. wird an der Tokyoter Börse geführt.
1939 - 1945 Nippon Kogaku wird Hauptlieferant optischer Geräte für die Regierung. In insgesamt 19 Werken arbeiten 23'000 Mitarbeiter.

Nach dem Krieg müssen fast alle der zwischen 1938 und 1944 gegründeten Zweigwerke schliessen, nur das Stammwerk Ohi und ein Zweigwerk bleiben mit 1'400 Mitarbeitern in Betrieb.

16. Oktober 1945 Die amerikanische Besatzungsarmee erteilt Nippon Kogaku die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Produktion ziviler Güter.
15. April 1946 Eine Serie von 20 Handmustern einer 35 mm-Kleinbildkamera wird aufgelegt; die ersten Prototypen sind im September 1946 fertig. Aus dem Firmennamen entsteht der Name für die Kamera: NIpponKOgakuN.
1948 Am 7. März kommt die erste "Nikon" auf den Markt: Die Messsucherkamera Nikon I mit dem Filmformat 24x32 mm. Nippon Kogaku setzt hier bereits auf ein Bajonett statt eines Schraubanschlusses.
1949 Die zweite "Nikon" erscheint, jetzt mit dem Filmformat 24x34 mm. Dieses "medium format" zwischen dem Format der Nikon I und dem 24x36-Standardformat verleiht der Kamera ihren Namen: Nikon M.
frühe 50er Jahre Während des Korea-Krieges lernen in Tokyo stationierte amerikanische Bildjournalisten Nikon-Kameras und Nikkor-Objektive kennen; insbesondere der für die Zeitschrift Life tätige berühmte Reporter David Douglas Duncan trägt durch seine Begeisterung für dieses System viel zur Verbreitung der Marke in den USA bei.
1951 Die erste Anzeige für Nikon-Kameras erscheint in Fotozeitschriften in den USA.
8. September 1951 Ende des amerikanischen Besatzungsstatuts in Japan. Ab diesem Datum entfällt der Hinweis MIOJ (Made In Occupied Japan) auf Kameras und Zubehör.
1952 Gründung des "Nikkor Club" in Japan.
1954 Mit der Nikon S2 erscheint die erste Kamera im 24x36 mm-Format.
1959 Der Beginn einer Legende: Die Nikon F erscheint. Nikons erste Spiegelreflex-Kamera führt das (mit Modifikationen) bis heute gebräuchliche F-Bajonett ein. Die Kamera wird ein gigantischer Erfolg: Insgesamt werden bis zur Einstellung der Produktion im Jahre 1972 über eine Million "F" verkauft.

Die Bezeichnung "F" wurde übrigens zu Ehren von Masahiko Fuketa, dem Chefentwickler aller Nikon-Kameras von I bis F, gewählt.

1961 Mit Gründung der Nikon AG Switzerland in Zürich etabliert sich Nippon Kogaku auf dem europäischen Markt.
1965 Das erste Modell der Nikkormat-Reihe wird vorgestellt.
1971 Die Nikon F2 wird als Nachfolgemodell der "F" präsentiert. Insbesondere die professionellen Fotografen, die sich an ihre F gewöhnt hatten, stehen dem neuen Modell zunächst reserviert gegenüber, ehe "die Neue" dann zu einem noch grösseren Erfolg als ihre Vorgängerin wird. (Dieses Spiel hat sich seither bei jeder Vorstellung eines neuen Profi-Modells wiederholt ...)

Auf der Camera Show in Chicago stellt Nikon den Prototypen eines Autofokus-Objektivs vor, das (nie in Serie gegangene) AF-Nikkor 80/4.5.

1977 Nach fast zwanzig Jahren die erste Änderung am F-Bajonett: Die AI-Kupplung wird eingeführt. Im Gegensatz zu anderen Herstellern stellt Nikon dabei sicher, dass sämtliche alten Objektive auch am neuen Anschluss weiter verwendet werden können.
1979 Die NASA wählt Nikon als Kleinbildkamera für das Space Shuttle-Programm.
1980 Ein Klassiker wird geboren: Die Nikon F3. Mit einem Objektiv- und Zubehör-Programm, das seinesgleichen sucht, wird sie zu der Profi-Kamera schlechthin - und ist heute, nach zwanzig Jahren, noch immer im Programm!
1981 Ehrenreich Photo-Optical Industries, Inc. (EPOI), der Generalimporteur für Nikon-Produkte in den USA, wird von Nippon Kogaku aufgekauft. Die neue Nikon Inc. wird offizielle Auslandsvertretung.
1982 Erneute Modifikation des Bajonetts mit Einführung des AI-S-Typs.

Die Nikon FG ist die erste Nikon mit Programmautomatik.

1983 Die F3AF kommt als erste Autofokus-Nikon auf den Markt. Sie verwendet spezielle Objektive mit eingebautem AF-Motor bzw. einen motorisierten Tele-Konverter. Dieses Modell erreicht keine grossen Stückzahlen.

Erste elektronische Blendenautomatik in der Nikon FA. Zusätzlich bietet die FA Mehrfeldmessung, die Grundlage der heutigen Matrix-Messung.

1985 Mit der F-501 wird die erste wirklich in Serie gebaute Autofokus-Kamera vorgestellt (AF-Motor im Kameragehäuse). Parallel dazu erscheinen die ersten Autofokus-Objektive, die in den nächsten Jahren die manuellen Versionen zunehmend und fast vollständig ablösen.
1988 Zwei neue Modelle setzen erneut Massstäbe im gehobenen Amateur- und Profi-Bereich: Die Nikon F-801 bietet erstmals Matrixmessung und einen Autofokus, der wirklich Spass macht. Die Kamera wird auf Anhieb ein voller Erfolg.

In der Profiklasse wird mit der Nikon F4 die Nachfolgerin (aber nicht Ablösung!) der F3 vorgestellt. Als bis heute einzige Nikon bietet sie Matrixmessung mit allen, also auch AI- und AI-S-Objektiven, und als letzte "Profi-Nikon" kann die F4 serienmässig nicht-AI-Objektive aufnehmen. Ansonsten hat Nikon in dieser Kamera wieder einmal fast Alles realisiert, was zu dieser Zeit technisch machbar ist.

1. April 1988 Nippon Kogaku K.K. wird zur Nikon Corporation.
1992 Die Nikon F90 eröffnet neue Möglichkeiten, vor allem beim Blitzen mit der neuen 3D-Matrixmessung, die erstmals - mit den gleichfalls neuen AF-D - Objektiven - die Informationen einer 8-Zonen-Matrixmessung mit Entfernungsinformationen vom Objektiv kombiniert.
1996 Der "ultimative Profihammer" (Fachpresse) erscheint: Die Nikon F5 ist bei ihrem Erscheinen als neues Flaggschiff in der Profiklasse die leistungsfähigste Kleinbild-Spiegelreflexkamera auf dem Weltmarkt. Ein neues Autofokus-System (AF-Modul mit 1300 CCD-Elementen und selektiv anwählbaren Messfeldern), erstmals überhaupt ein farbempfindliches Matrix-Messsystem und ein unglaublich schneller eingebauter Motor unterstreichen neben anderen Eigenschaften einmal mehr, welche Firma im professionellen Kleinbild-Spiegelreflex-Bereich die Massstäbe setzt.
1999 Die Nikon F100 kommt als Nachfolgerin der inzwischen zur F90X gereiften F90 als neues Top-Modell für den gehobenen Amateur-Markt mit professionellen Ansprüchen. Die "kleine F5" übernimmt viele Errungenschaften des Leader-Modells.

Zunehmend wird bei den Objektiven die "Silent Wave"-Technologie (Ultraschall-Motoren) verwendet: Bewährte Objektive wie das 80-200 oder das 28-70 erscheinen neu in dieser "AF-S" - Version, ein 17-35 mm AF-S - Zoom erschliesst neue Weitwinkel-Anwendungen.


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