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Unterwasserfotografie
Von Agon S. Buchholz
für
Kefk Network Fotografie.
Fotopraxis :
Themenfotografie :
Unterwasserfotografie : Übersicht
20-Jan-2002/05-Apr-06
Übersicht
Als Unterwasserfotografie bezeichnet man die
Fotopraxis des Fotografierens unter Wasser
beim Gerätetauchen, Schnorcheln oder Schwimmen.

Detaillierte Hinweise zur
Technik der
Unterwasserfotografie finden sich im entsprechenden Artikel in
der Rubrik Technik der fotografischen
Praxis.
Besonderheiten
Unterwasserfotografie ist aus mehreren Gründen eine besondere
fotografische Herausforderung:
Zum einen erfolgt die Aufnahme nicht in dem Medium, für das die
Fotoausrüstung konzipiert und für das der Film sensibilisiert ist – der Luft
–,
sondern in Wasser, das andere physikalische Eigenschaften aufweist:
- Höherer Brechungindex.
Wasser hat gegenüber Luft einen höheren Brechungsindex von
1,33, das bedeutet, dass alle Objekte um ein Drittel größer
abgebildet werden, als sie sind; durch Refraktion wirken Objekte
unter Wasser 25 Prozent grösser bzw. näher als im Luftmedium.
- Absorption des Farbspektrums.
Wasser filtert die Bestandteile des Lichts stärker als Luft,
was auf Fotografien zu einem Grün- oder Blaustich führen kann.
Zum anderen sind sowohl der Fotograf als auch das Motiv (Fische,
Meeressäugetiere, Algen) potenziell in ständiger Bewegung;
insbesondere durch Wasserströmungen bei Riffen kann es schwierig
sein, die Kamera auch nur halbwegs unbeweglich zu halten.
Absorbtion des Farbspektrums
Die Absorption des elektromagnetischen Wellenspektrums beginnt im
Infrarotbereich bei einer Wellenlänge um 700 nm und bei den Rotanteilen,
was bereits ab einem Meter Tauchtiefe bemerkbar wird und auf dem Foto
einen Grünstich bewirkt. Ab einer Tiefe von etwa 5 Metern ist dann das
orange Licht weitgehend ausgefiltert.
Ab etwa 10 Metern Tauchtiefe ist der Gelbanteil, ab ca. 20 Metern
auch noch der Grünanteil ausgefiltert. Danach verbleiben nur noch die
Blauanteile um 400 nm Wellenlänge, was eine Verblauung bzw. Blaustich
des Fotos bewirkt. Ab 30 Meter Tauchtiefe lässt dann auch das blaue
Licht sichtbar nach.

Abbildung: Unterwasserfotografie eines
Kalifornischen Seelöwen. Aufnahmeort: Monterey Bay National
Marine Sanctuary; Quelle:
National
Oceanic and Atmospheric Administration; Lizenz: Public Domain.
Ausrüstung
Für Unterwasserkameras und Zubehör siehe
Praktische Tipps
Tageszeit
Als günstigste Tageszeit für die Unterwasserfotografie ohne
künstliche Lichtquelle gilt – ganz im Gegensatz zur normalen
»Oberflächenfotografie« – die Mittagszeit zwischen etwa 11:00 und 14:00
Uhr, da hier das Licht nahezu senkrecht einfällt.
Kondenswasser
Durch Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser kann sich
Kondenswasser bilden, das sich auf der Objektivlinse niederschlagen oder
die Kameraelektronik beschädigen kann; das Trockenmittel
Silicagel (Kieselgel)
bindet diese Feuchtigkeit, was an der Verfärbung der Kristalle von blau
nach rosa erkennbar ist. Silicagel kann durch (behutsame) Trockung,
beispielsweise im Backofen, mehrfach verwendet werden.
Siehe auch
Literatur
Bildbände mit Unterwasserfotografien:
- Herbert Frei: Wunderwelt unter Wasser. Jahr Top Spezial Verlag
1996. ISBN 386132170X
- Helmut Corneli und Barbara Corneli: Die schönsten Tauchreviere.
Mittelmeer. Delius, Klasing, Bielefeld 1996. ISBN 3768809692
Literatur zur Technik der Unterwasser-Fotografie:
- Heinz-Gert de Couet und Andrew Green: Handbuch der
Unterwasser-Fotografie, Jahr Top Spezial Verlag 1994, ISBN
3861321211
- Jim Church und Günter Richter: Nikonos Unterwasser-Fotografie,
Laterna Magica 1997, ISBN 3874676757
- Kamillo Weiß: Unterwasser- Fotografie Technik, Optik, Geräte,
Praxis, Busse u. Seewald, Herf. 1979, ISBN 3871207519
- Hans-Ulrich Richter: Unterwasser-Fotografie und -Fernsehen,
Fotokinoverlag 1960, ISBN B0000BMT0S
Quelle und Lizenz
Eine ältere Fassung dieses Artikels wurde am 6. Juli 2004 in der
Wikipedia
veröffentlicht. Zur
älteren
Artikelfassung, die unter den Bedingungen der GNU FDL lizenziert
wurde und dort als eigenständiges Derivat weiterentwickelt wird.
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