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Stillleben
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Stillleben : Übersicht
20-Jan-2002/06-Feb-06
Übersicht
Unter Stillleben (holländ. Stilleven, engl. Still-life, franz.
Nature morte, ital. Riposo) versteht man einen Zweig der Malerei,
welcher die Darstellung lebloser Gegenstände, wie toter Tiere (Wild,
Geflügel und Fische), Haus-, Küchen- und Tischgeräte, Früchte, Blumen,
Kostbarkeiten, Raritäten etc., zum Gegenstand hat. Diese Malerei
versucht besonders durch ein geschicktes Arrangement, durch
koloristische Reize und feine Beleuchtung zu wirken. Seit der Erfindung
der Fotografie im 19. Jahrhundert wurde das Stilleben auch in diesem
Kunstgenre zu einem klassischen Thema.
Historische Entwicklung
Schon im Altertum entwickelte sich das Stillleben seit der
alexandrinischen Zeit zu größter Blüte, wofür die pompejanischen
Wandbilder noch zahlreiche Beispiele liefern.
Die Malerei der Renaissance behandelte das Stillleben nicht als eine
selbständige Gattung der Malerei. Seit dem Anfang des 17. Jahrhundert
wurde es jedoch von den niederländischen Malern in großem Umfang
kultiviert und zur höchsten Virtuosität entwickelt. Dabei sind zwei
Richtungen zu unterscheiden, deren eine nach glänzender koloristischer
Wirkung bei einer mehr aufs Ganze gerichteten dekorativen Behandlung
strebte, während die andere mehr auf die peinlich genaue, miniaturartige
Wiedergabe der Einzelheiten sah.
Fast immer liegt den Stillleben ein "memento mori"-Gedanke zugrunde.
Hauptvertreter
Die Hauptvertreter der niederländischen Stilllebenmalerei sind: Jan
Bruegel der Ältere, Frans Snyders, Herkules Seghers, die Familie de
Heem, Abraham van Beijeren, Willem Kalf, Willem Claesz Heda, Willem van
Aelst, Gerard Dou, Jan Fyt, Jan Baptist Weenix, Rachel Ruysch, Jan van
Huysum und andere.
Im 19. Jahrhundert kam das Stillleben wieder sehr in Mode, in Frankreich
besonders durch Robie, Vollon und Ph. Rousseau, in Deutschland durch
Preyer (Düsseldorf), die Berliner Hoguet, P. Meyerheim, Hertel, Th. und
R. Grönland, Heimerdinger (Hamburg), namentlich aber durch die
Malerinnen Begas-Parmentier, H. v. Preuschen, Hormuth-Kallmorgan,
Hedinger u. a.
Im späten 19. und dem 20. Jahrhundert haben u.a. Paul Cézanne,
Georges Braque, Juan Gris, Giorgio Morandi und Eberhard Schlotter dieses
Genre aufgegriffen.
Fotografische Stillleben
Fotografische Stilleben wurden u.a. durch John Blackmore, Robert
Mapplethorpe und viele weiteren geschaffen.
Siehe auch
Netmarks
Eintrag »Stillleben« in: Meyers Konversationslexikon,
4. Aufl. 1888, Bd. 15, S. 329,
susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/meyers.
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