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Reprofotografie
Fotopraxis : Technik
: Reprofotografie : Übersicht
10-Jul-2004/06-Feb-06
Übersicht
Die Reprofotographie ist ein Zweig der Fotografie, welcher
sich mit der originalgetreuen Wiedergabe von zweidimensionalen Vorlagen
(Buchseiten, Gemälde, Stiche etc.) beschäftigt. Besonderes Augenmerk
wird dabei der originalgetreuen Farb- und Kontrastwiedergabe der Vorlage
geschenkt.
Ausrüstung
Die Reprofotografie ist eine Domäne der einäugigen
Spiegelreflexkamera (sowohl Kleinbild als auch Mittelformat) und der
Großformatkamera, gleichzeitig des jeweiligen Standardobjektivs, oder
von Makroobjektiven mit Standard-Brennweite (entsprechend den Millimeter
der Bilddiagonale). In bestimmten Fällen kommen bei SLRs dann auch
Shift-Objektive zum Einsatz. In jedem Fall sollte das Objektiv immer um
mindestens zwei Blendenstufen abgeblendet werden.
Unverzichtbar für professionelle Reprofotografie ist ein Stativ, die
Möglichkeit der Lichtmessung (oder Ersatzmessung mit Graukarte) und
meist auch eine Studioblitzanlage mit Polarisationsfiltern. Meist kommen
hier die schärfsten Filme bzw. die niedrigste
Empfindlichkeitseinstellung bei einer Digitalkamera zum Einsatz.
Sollen die (Farb-)Fotos später gedruckt werden, ist eine Farbtafel,
die mit fotografiert wird, sehr von Vorteil.
Bei Vorlagen, welche ein A2-Format nicht überschreiten, empfiehlt
sich die Verwendung eines Reprostativs, welches das Objekt von oben
ablichtet.
Meist wird der Fotograf einen Winkel- oder Lichtschachtsucher
verwenden. Für ermüdungsfreies Arbeiten hilft ein Autofokus bei der
Scharfstellung.
Aufnahmetechnik allgemein
Allgemein gilt bei jeder zu reproduzierenden zweidimensonalen
Vorlage, dass :
sich die optische Achse im Mittelpunkt des Objekts befinden muss,
die Filmebene absolut parallel zur Objektebene ausgerichtet sein muss.
In der Regel sind zu reproduzierende Bilder rechteckig (ansonsten
"denkt" man sich ein das Objekt umspannende Rechteck), so dass der
Bildmittelpunkt einfach durch den Schnittpunkt der Diagonalen des Bildes
beschrieben wird. Hierzu reicht beispielsweise das Spannen zweier
Bindfäden von den sich diagonal gegenüber befindlichen Ecken des Objekts
her.
Ist die Bildmitte ermittelt, hält man an diese Stelle einen kleinen
Spiegel (Taschenspiegel). Nun richtet man die Kamera so aus, dass sich
das Objektiv darin kreisrund mit seiner Frontlinse spiegelt, wenn man
durch den Spiegelreflex-Sucher schaut. In diesem Fall sind sowohl Bild-
als auch Filmebene parallel.
Studioblitzanlage als Lichtquelle
Soll ein Bild mit Kunstlicht (typischerweise einer Studioblitzanlage)
aufgenommen werden, so braucht man mindestens zwei Lichtquellen gleicher
Leuchtstärke, die jeweils an beiden Seiten des Objekts im 45°-Winkel
positioniert werden. Besser sind vier, also an jeder Ecke eine. Bei
reflektierenden Oberflächen wie einem Ölgemälde müssen die Lichtquellen
mit Polfiltern versehen werden, wobei darauf zu achten ist, dass diese
abwechselnd horizontal und vertikal ausgerichtet sein müssen.
Tageslicht als Lichtquelle
Steht keine Studioblitzanlage und dergleichen zur Verfügung, muss man
bei reflektierenden Oberflächen (Ölgemälden) darauf achten, dass keine
direkte Lichtquelle auf das Objekt strahlt.
Ein bewährter Trick ist das Fotografieren im Gegenlicht an einer im
Schatten liegenden Wand in einem hellen Raum. Die Fenster sollten
direktes Sonnenlicht hineinlassen, aber mit weißen Vorhängen oder Laken
verhängt sein. Diese natürlichen Lichtquellen dürfen sich aber nicht in
zu großer Nähe zur optischen Achse oder gar im endgültigen Bild selber
befinden.
Hierbei empfiehlt sich der Einsatz einer Streulichtblende und eines
kontrastreichen Films.
Netmarks
Quelle und Lizenz
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Version:
20:44, 10. Jul 2004.
Lizenz: GNU Free
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