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Infrarotfotografie
Fotopraxis : Technik :
Infrarotfotografie : Übersicht
10-Jul-2004/06-Feb-06
Übersicht
Die Infrarotfotografie beschäftigt sich mit der Herstellung
von Bildern (siehe Fotografie) unter Ausnutzung von Lichtwellenlängen,
die länger als jene des sichtbaren Lichtes (Infrarotstrahlung) sind.
Dabei kann unterschieden werden zwischen
- Thermisches Infrarot, siehe
Thermografie und
- Infrarotstrahlung knapp unterhalb des sichtbaren Bereiches
(Wellenlänge ca. 780 Nanometer)
Im Folgenden wird nur auf die fotografische Ausnutzung der
Infrarotstrahlung knapp unterhalb des sichtbaren Bereiches eingegangen.
Anwendungen
Es wird auf folgende Effekte abgezielt:
- Diese Wellenlängen werden in geringerem Ausmaß als das sichtbare
Licht durch Dunst und Luftverunreinigungen gestreut, die
Erkennbarkeit von Objekten trotz derartiger Sichtbeeinträchtigungen
ist daher im infraroten Bereich besser als in jenem des sichtbaren
Lichtes;
- die fotografierten Gegenstände weisen in diesen Bereichen andere
Reflexionseigenschaften als das sichtbare Licht auf, damit können
spezifische Materialeigenschaften erkannt werden (z.B. Erkundung
geschädigter Wälder);
- die Infrarotstrahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar,
versteckte Aufnahmen mit nicht wahrnehmbarer künstlicher Beleuchtung
sind möglich (Überwachung, Sicherheitsdienste, Militär,
Naturbeobachtungen).
Filmmaterial
Die Aufnahme kann sowohl durch konventionelles Filmmaterial als auch
durch digitale Sensoren erfolgen. Filme werden angeboten als:
- Schwarz-Weiß Filme, die im infraroten Bereich mehr oder
weniger sensibel sind. Das sichtbare Licht wird durch Kamerafilter
gänzlich oder zum Großteil (Rotfilter) ausgeschaltet. Typischer
Effekt ist ein extrem dunkel abgebildeter Himmel und eine
Weißfärbung der Blätter.
- Farbfilme, deren Farbwiedergabe "falsche Farben"
aufweist, das heißt die abgebildeten Farben entsprechen nicht der
Wahrnehmung des menschlichen Auges, sondern es werden die infraroten
Bereiche in jene des sichtbaren Lichtes "übersetzt". Einsatz finden
derartige Materialen neben dem künstlerischen Bereich bei
Luftbildaufnahmen z.B. zur Waldschadenskartierung.
Verwendung von Digitalkameras
Die Sensoren moderner Digitalkameras sind grundsätzlich für
infrarotes Licht empfindlich. Da dieses jedoch die Abbildungsleistung im
sichtbaren Bereich stören könnte, werden zumeist für den Benutzer nicht
entfernbare Filter zur Blockierung dieser Wellenlängen in die Kameras
eingebaut. In den meisten Fällen reicht die Restempfindlichkeit im
infraroten Bereich bei völliger Ausfilterung des sichtbaren Lichtes für
Infrarotaufnahmen mit digitalen Kameras.
Einige Kameramodelle bieten zudem einen »Night-Shot-Modus« von Sony,
der auch auf Infrarot basiert und bei dem der kamerainterne
Infrarotfilter ausgeschwenkt wird und daher nicht blockiert.
Netmarks
Dietrich Krieger: "Infrarot Fotografie - Erste Schritte für
Anfänger",
www.dkrieger.net/ir-anfang.htm.
Quelle und Lizenz
Wikipedia:
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Version:
21:02, 10. Jul 2004.
Lizenz: GNU Free
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