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Weitwinkelobjektiv
Objektive :
Systematik : Weitwinkel : Übersicht
11-Mar-1998/11-Jan-07
Übersicht
Ein Weitwinkelobjektiv ist eine optische Vorrichtung mit einer
gegenüber dem Normalobjektiv kürzeren
Brennweite.
Weitwinkelobjektive können als Wechselobjektiv an geeignete Kameras
angeschlossen werden oder sind in diese fest integriert. Sie werden
häufig dazu verwendet, Panoramen oder Übersichtsaufnahmen zu
fotografieren. Weitwinkelobjektive sind nicht zu verwechseln mit
Zoomobjektiven, die eine Verstellung der
Brennweite erlauben, jedoch nicht zwingend eine Weitwinkel-Brennweite
erreichen müssen.
Der dem natürlichen menschlichen Blickfeld entsprechende Sehwinkel
wird als Normalbrennweite bezeichnet;
sie entspricht beim Kleinbildformat einem Objektiv mit einer Brennweite
von 50 bis 60 mm; beim Mittelformat verlängert sich aufgrund des
grösseren Abbildungsformats die Brennweite auf 75 bis 80 mm, bei
kleineren Filmformaten oder (bei Digitalkameras) Sensorgrössen
verringert sich die Brennweite entsprechend. Brennweiten, die kleiner
als die Normalbrennweite sind, werden als Weitwinkelbjektive bezeichnet,
Objektive mit längerer Brennweite dagegen als Teleobjektive.
Differenzierungsbereiche
Es werden nach Brennweite und dem primären Verwendungszwecke
verschiedene Klassen von Weitwinkelobjektiven unterschieden:
Reportageobjektive und Standardweitwinkelobjektive.
Ein Weitwinkelobjektiv mit einer so genannten leichten (kleinen)
bis mittleren Weitwinkelbrennweite zwischen etwa 28 und 40 mm
(bezogen auf Kleinbild) wird aufgrund der höheren Schärfentiefe und
der relativ geringen Verzerrungen gerne für die Reportageffotografie
verwendet.
Typische Reportagebrennweiten werden auch von den meisten
preiswerten Weitwinkelobjektiven und Weitwinkelzooms abgedeckt:
- 35 mm (diagonaler Bildwinkel 63°) und
- 28 mm (diagonaler Bildwinkel 75°).
Superweitwinkelobjektive.
Ein Weitwinkelobjektiv mit einer so genannten starken (grossen)
Weitwinkelbrennweite jenseits von 28 mm (bezogen auf Kleinbild).
Solche Objektive werden gezielt beispielsweise in der künstlerischen
und Naturfotografie, aber gelegentlich auch in der Aktfotografie
eingesetzt, um spektakuläre Effekte durch die für diese Brennweite
typischen Verzerrungen zu erzielen. Das extremste, noch relativ
verzerrungsfrei und scharf abbildende Superweitwinkelobjektiv ist
das Goertz-Hypergon, das einen Bildwinkel von 130° abbilden kann.
Typische Superweitwinkelbrennweiten sind:
- 24 mm (diagonaler Bildwinkel 83°),
- 20 mm (diagonaler Bildwinkel 94°) und
- 17 mm (diagonaler Bildwinkel 104°).
Fischauge (Fisheye).
Eine spezielle Form des Superweitwinkelobjektivs, das einen
Bildwinkel von 180° oder mehr erfasst und die Bilder mit sphärischer
Perspektive wiedergibt.
Weitwinkelobjektive und Lichtstärke
Preiswerte Weitwinkelobjektive für Fotoamateure weisen meist eine
geringere Lichtstärke auf, daher sind sie weniger für schlechte
Lichtverhältnisse, kurze Verschlusszeiten oder
Available-Light-Fotografie geeignet.
Hochwertige Weitwinkelobjektive sind dagegen hochlichtstark, gegen
optische Verzerrungen korrigiert und relativ teuer.
Geschichte
Das Weitwinkelobjektiv mit 120°
Bildwinkel wurde 1859 entwickelt.
Quelle
Wikipedia:
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Version:
16:52, 30. Jun 2004.
Lizenz: GNU Free
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