|
| |
Farbtemperatur
Einheiten Kelvin, Abk. K oder Mired.
Licht : Grundlagen :
Farbtemperatur : Übersicht
14-Mar-1998/07-Feb-06
Übersicht
Auch Lichttemperatur.
Gibt den Farbton einer Lichtquelle an. Einheiten Kelvin, Abk. K oder
Mired. Kelvin entspricht 1.000.000/Mired. Studiolicht hat z.B. 3.200 K,
mittleres Tageslicht 5.600 K.
Farbfilme sind so sensibilisiert, dass sie in einer ganz bestimmter
Lichtart die Farben richtig wiedergeben. Diese Lichtart wird in Kelvin
angegeben. Mit dieser Angabe kann überprüft werden, ob der verwendete
Film die richtigen Farben wiedergeben wird. Falls das Licht von diesem
Wert abweicht, kann ein Filter verwendet werden (z.B. FLD Filter), oder
ein Film, welcher auf eine andere Kelvintemperatur eingestellt ist.
Diese Kelvin-Skala hat ihren Namen von dem Britischen Physiker W.T.
Kelvin und drückt die Farbe des Lichtes in in Graden Kelvin aus
(Farbtemperatur).
Beispiele für Kelvin-Temperaturen:
- Kerze 1500 K
- Glühbirnen 2000 bis 3000 K
- Fotolampen 3200 K
- Kaltlicht 5500 K
- Morgen / Abendlicht 5000 K bis 5500 K
- Sonne Mittag 5700 K bis 5900 K
- Schatten / bedeckt 6700 K bis 7000 K
- Neonröhren (kalt) 10000 K
Quelle:
www.svazi.com/forensic/photo_licht.htm; Zugriff: 09-Jun-2002.
Was ist Farblemperatur?
Heinz Meusel
Quelle:
Fotokino Magazin 6 (1969)
Hundstage im Sommer, eisige Kälte im Winter. Das sind Begriffe, die
auf ihre Weise etwas über die Temperatur aussagen. Aber einen
Zusammenhang zwischen Farbe und Temperatur oder eine Beziehung zum
Farbfilm las sen sie nicht erkennen. Versuchen wir deshalb einmal von
den allgemeinen Erfahrungen her an dieses Prablem heranzugehen.
Es ist bekannt, daß ratglühendes Eisen heiß ist. Wir wissen auch, daß
hellrot glühendes Eisen störleer erwärmt wurde als dunkelrot glühendes.
Und wer schon einmal Gelegenheit hatte, flüssiges Eisen zu sehen, der
weiß, daß dessen Färbung nach heller ist. Man spricht dann van
weißglühend. Hier werden bereits erste Zusammenhänge zwischen der
Temperatur und der Farbe glühender Körper erkennbar. Übrigens, unsere
Sonne ist ebenfalls ein glühender Körper!
Wenn wir ein Zimmer durch eine elektrische Lampe bèleuchten, dann
stammt das Licht van der glühenden Wendel der Lampe, deren Lichtfarbe
ebenso wie die des heißen Eisens van der Glahtemperatur abhängt. Wir
wissen, wenn eine Lampe zu wenig Spannung erhält, sa glüht sie nur mit
rötlichem Licht, bekommt sie jedoch l::lberspannung, dann verändert sich
die Lichtfarbe mehr nach Weiß hin. Wir könnten also die Farbe des
elektrischen Lichts durch die Angabe der Glübtemperatur ihrer Wendel
ganz eindeutig bezeichnen, z. B. 2127 °C. Und das wäre nicht einmal
falsch. Wissenschaftlich erfalgen derartige Temperaturangaben jedoch
nicht nach Celsius-, sondern nach Kelvingraden. Die Kelvin-Skale beginnt
mit dem absoluten Nullpunkt, so daß û °C einer Temperatur van 273 °K
entsprechen: 2127 °C sind dann 24ûû °K. Die Tabelle gibt einen Uberblick
über die Farbtemperalurskale und die farbliche Einstufung einiger
Lichtquellen. Dieser Darstellung können wir auch ent nehmen, daß unsere
Farbfilme in zwei verschiedenen Typen hergestellt werden und jeweils für
die Verwendung unter genau definierten Farbtemperaturbedingungen gedacht
sind. Man muß deshalb beim Kauf eines Farbfilms wissen, unter welchen
Lichtverhältnissen (Ta ges- oder Kunstlicht) man Aufnahmen machen will.
Im allgemeinen genügt die Unterscheidung zwischen Tageslicht- und
Kunstlichtfarbfilmen. Leider aber hat die Sache doch nach einen Haken.
Das Licht des Tages tendiert van Rat (Morgenrat) über Blau (mittags)
wieder zum Rat (Abendrat). Das kann auch der beste Farbfilm nicht
überbrücken. Wie das Tageslicht unterscheiden sich die Kunstlichtquellen
hinsichtlich ihrer Lichtfarbe zum Teil ebenfalls sehr stark. Die
Zeichnung zeigt die an einem Junitag bei walkenlasem blauem Himmel
herrschenden Farbtemperaturen zwischen Sonnenaufgang und untergang,
Wir erkennen, daß die günstigsten Lichtverhältnisse für Aufnahmen auf
Calar-Tageslichtfilm etwa zwischen 9 Uhr und 11 Uhr und van 13 Uhr bis
15 Uhr herrschen. Allerdings gilt das nur fur die angegebenen
Bedingungen. Wenn z. B. schone weiße Walken am Himmel stehen, wird
dieser Bereich breiter: etwa van 8.30 Uhr bis 11.3û Uhr und van 12.30
Uhr bis 15.30 Uhr. Im Winter dagegen, wenn die Sonne nicht mehr so hoch
steigt, erschiebt sich dieser Bereich in die Zeit zwischen etwa 11 Uhr
und 13 Uhr.
Sollte man aber zu anderen Zeiten auf das Filmen und Fotografieren
mit Farbfilm verzichten? Nein, sicher nicht. In manchen Fällen ist
vielleicht ein leichter Ratstich durchaus erwünscht, er macht gerade das
Fluidum aus, das uns zu einer Farbaufnahme angeregt hat. Wird aber eine
karrekte Farbwiedergabe angestrebt, sa verwendet man
Farbkorrekturfilter, die, weil ja Blau- oder Ratüberschuß des Lichts
keine Konstanten sind, in verschiedenen Wirkungsstufen argebaten werden.
| Gegen
Rotüberschuß |
Gegen
Blauüberschuß |
| |
BC |
12 |
(- 120 Mired) |
|
RC |
12 |
(+ 120 Mired) |
| |
BC |
6 |
(- 60 Mired) |
|
RC |
6 |
(+ 60 Mired) |
| |
BC |
3 |
(- 30 Mired) |
x |
RC |
3 |
(+ 30 Mired) |
| x |
BC |
1,5 |
(- 15 Mired) |
x |
RC |
1,5 |
(+ 15 Mired) |
Für den Amateur sind die mit x bezeichneten Filter am wichtigsten.
Das gilt insbesondere für das Filter RC 1,5.
Es fällt auf, daß die Filter keine Bezeichnung tragen, dir auf
Kelvingrade hinweisen. In der Tabelle und der Zeichnung befindet sich
links neben der Kelvin-Skale nach eine andere mit Mired bezeichnete. Bei
näherer Betrachtung erkennen wir, daß die Mired-Skale sich durch
gleichmäßige Abstände auszeichnet. Die MiredWerte lassen sich in jedem
Bereich addieren oder subtrahieren. Mired ist ein Kehrwert nach
folgender Formel:
1 Mired = 1.000.000/°K
Für die Wahl bzw. Berechnung des richtigen Filterwerts nach Bild 1
sei das nachstehende Beispiel gegeben: Für Nebel oder starken Dunst
entnehmen wir der Mired-Skala den Wert 135. Der Tageslichtfilm ist auf
eine Farbtemperatur von 5500 °K abgestimmt, das sind 180 Mired. Die
Differenz zwischen 180 und 135 beträgt 45 Mired. Da man van 135 auf 180
kommen muß, kann nur ein Filter mit positiven Vorzeichen in Frage kommen
(+ 45 Mired). Das ist eine Kombination der Filter RC 1,5 (+ 15 Mired)
und RC 3 (+ 30 Mired). Mit dieser Filterzusammenstellung erzielen wir
die gewünschten farbrichtigen Aufnahmen.
| Mired |
°K |
Farbabstimmung |
Film/Filter |
Lichtquellen |
| 40 |
25.000 |
bläulich |
Filter erforderlich |
Blauer, wolkenloser Himmel |
| 60 |
16.700 |
bläulichweiß |
| 80 |
12.500 |
Nebel, starker Dunst |
| 100 |
10.000 |
weißlich |
| 120 |
8.350 |
Wolkenbedeckter Himmel |
| 140 |
7.150 |
gelblichweiß |
| 160 |
6.250 |
Colorfilm für Tageslicht
(ohne Filter) |
Elektronenblitz |
| 180 |
5.500 |
gelblich |
Kolbenblitz (blau) |
| 200 |
5.000 |
Sonne und weiße Wolken |
| 220 |
4.550 |
Filter erforderlich |
Kohlenbogenlampe |
| 240 |
4.150 |
gelblichrot |
Sonnenaufgang und -untergang |
| 260 |
3.850 |
| 280 |
3.550 |
Magnesiumblitz |
| 300 |
3.350 |
rötlich |
Kolbenblitz ungefärbt |
| 320 |
3.120 |
Colorfilm für Kunstlicht
(ohne Filter) |
Fotolampen Typ S
Fotolampen Typ B |
| 340 |
2.950 |
Glühlampen (normal) |
Gültig für Mitteleuropa, Juni, bei wolkenlosem blauen Himmel
Netmarks
Svazi.com: Licht,
www.svazi.com/forensic/photo_licht.htm.
| |

Kefk
Network: |
Microsites zur Fotografie:
Ausbildung,
Blitz,
Dia,
Digital Imaging,
Dunkelkammer,
Erfahrung,
Events,
Filter,
Fotografischer Film,
Fotografen,
Galerie,
Geschichte,
Glossar,
Händler,
Kameras,
Kleinanzeigen,
Literatur,
Meinung,
Modelle,
Objektive,
Organisationen,
Praxis,
Recht,
Stative,
Systeme,
Taschen,
Technik,
Theorie,
Wirtschaft,
Wiki,
Zubehör. |
Thematisch verwandte Subsites:
Film,
Medium,
Outdoor,
Samoyede,
Webtravel. |
 |
|
|