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Minolta Dynax 9
Kleinbild :
Anbieter :
Minolta :
AF-SLR : Dynax : 9
: Filtransport : Übersicht
20-May-2001/08-Jan-06
Filmtransport
Dier Dynax 9 verfügt über einen eingebauten Elektromotor zum
Filmtransport; eine Möglichkeit zum manuellen Zurückkurbeln des Filmes,
wie sie noch die Minolta 9000 von 1985 bot, gibt es nicht mehr, ohne
Strom kommt man nicht an einen noch nicht zurückgespulten Film heran.
Die Kamera beherrscht sechs verschiedene Filmtransportmodi, die am
rechten Einstellrad unterhalb des Belichtungsprogrammes angewählt
werden:
- Einzelbildauslösung (DR-S, Drive Single);
- Dauerbildauslösung (DR-C, Drive Continuous) mit bis zu 4,5 Bildern pro
Sekunde bei Autofokus oder 5,5 Bildern pro Sekunde bei manueller
Fokussierung;
- Belichtungsreihe mit Einzelbildauslösung (BR-S, Bracketing Single);
- Belichtungsreihe mit Dauerbildauslösung (BR-C, Bracketing Continuous);
- Selbstauslöser; die Vorlaufzeit kann auf zwei oder 10 Sekunden
eingestellt werden;
- Mehrfachbelichtung (ME, Multiple Exposure); die Anzahl der Belichtungen
ist nicht begrenzt, der Datenmonitor zählt jedoch nur die ersten neun
von M1 bis M9 mit.

Die Belichtungsreihenautomatik wird bei den Spezialfunktionen mit der
"ADJ"-Taste an der rechten Gehäuseseite konfiguriert; eingestellt werden
können pro Motiv drei, fünf oder sieben unterschiedliche Belichtungen in
Schritten von 0,3, 0,5, 0,7 oder einer Blendenstufe.
Mid-Reload-Funktion
Eine Spezialität ist die kameraunterstützte Teilbelichtung von Filmen
(Mid-Reload-Funktion). Dieses praktische Merkmal wurde wohl vom Advanced
Photo System übernommen. Dabei kann ein teilbelichteter Film an
beliebiger Position zurückgespult und ein anderer Film eingelegt und
belichtet werden; man muss sich nur die Anzahl der bisher belichteten
Bilder merken. Diese wird beim Belichten des Restes des ersten Filmes
eingestellt und automatisch an die noch unbelichtete Bildposition
vorgespult. Das alles kann auch manuell geschehen, so lange beim
Rücktransport nicht die Filmlasche in die Patrone eingezogen wird, die
Mid-Reload-Funktion ist jedoch komfortabler und präziser, da sie Film
spart.
Mit der von APS-Kameras
bekannten Mid-Reload-Funktion wird ein teilweise belichteter Film
automatisch bis zum vorgewählten freien Bildfeld transportiert. Damit
soll das Wechseln teilbelichteter Filme zu einer mühelosen Angelegenheit
werden: Keine umständlichen Einstellvorgänge, wie z.B. "Autofokus
abschalten", "Deckel vor das Objektiv setzen", "Umschalten auf
Serienbildfunktion", "manuelle Belichtung auf kürzeste Verschlußzeit und
kleinste Blende einstellen" usw. Das spart Zeit und verhindert
versehentliche Doppelbelichtungen...
...zumindest dann, wenn man über ein ausgezeichnetes Gedächtnis
verfügt oder eins der Fotobücher zur Minolta 9 von
Josef Scheibel oder
Thomas Maschke zur Hand hat. Die
Kamera-Anleitung erwähnt diese Funktion nämlich nur beiläufig in der
Beschreibung der Custom-Funktionen.
Wer öfters einen teilbelichteten Film wechseln möchte wird sich wohl
über diese Möglichkeit freuen, wer ohnehin ein Zweitgehäuse mit
alternativem Filmmaterial zur Verfügung hat braucht sie nicht.
Mich hat das Suchen nach der Tastenkombination in der Anleitung
jedenfalls doppelt so viel Zeit gekostet wie das Rückspulen und
anschließende Wiedereinlegen und Vorknipsen des Films nach der oben
erwähnten "umständlichen" konventionellen Methode.
Anmerkungen
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