Ende 1998 stellte Minolta die Dynax 9 als Nachfolger des Profimodells
Dynax 9xi vor.
Die Dynax 9 verfügt über ein recht schweres und sehr
robustes Metallgehäuse. Die äußeren Gehäuseteile der Dynax 9 bestehen
aus hartem und beständigem Edelstahl, der mit einem UV-gehärteten
Polymer beschichtet ist. Dies macht die Oberfläche kratzunempfindlich
und gleichzeitig handsympathisch.
Die gummibelegte Zinkdruckguß-Bodenplatte schützt bei
Stoßeinwirkungen und verleiht dem Stativgewinde erhöhte Stabilität. Um
die genaue Justierung von Verschluß, Spiegel, Bajonett und
Autofokus-Modulen zu sichern und Dimensionsänderungen durch
Temperatureinflüsse zu verhindern, wurde der Spiegelkasten aus
rostfreiem Stahl und Zinkdruckguß konstruiert. Der Auslöser ist mit
einer Gummidichtung versiegelt. Der innere Kameramechanismus und der
harzversiegelte Sucher sind ebenso vor dem Eindringen von Staub
geschützt.
Ähnlich wie bei der ersten Profi-SLR der
Minolta AF-Kameras, der Minolta
9000, setzt Minolta wieder auf ein eher konventionelles
Bedienkonzept mit klassischen Einstellräder; ergänzt wird dies durch
zwei Einstellräder, die Anzeigen des Datenmonitors und den transparenten
LCD-Schirm im Sucherbild.
Die Bedienungselemente für Belichtungsfunktionen und
Belichtungskorrektur sind mit einem phosphoreszierenden Material
versehen, so daß die gewählte Einstellung auch im Dunkeln erkennbar ist.
Bei schwachem Licht kann der äußere LCD-Datenmonitor der Dynax 9
bedarfsweise beleuchtet werden.
Der Sucher zeigt 100% des Filmbilds und ist mit einer neuartigen
sphärischen
Mikrowaben-Einstellscheibe ausgestattet, die der Fotograf -- im
Gegensatz zur Dynax 9xi, selbst
auswechseln kann. Damit ist die Dynax 9 die erste Minolta
Spiegelreflexkamera, die über einen 100%-Sucher verfügt.
Der Belichtungsindikator am rechten Rand des Suchers unterstützt den
Fotografen dabei, das Verhalten des Belichtungssystems zu verstehen und
dessen Reaktionen vorherzusehen. Außerdem kann man damit
Lichtverhältnisse rasch abschätzen. Der Indikator erscheint außerhalb
des Bildfeldes und reicht von -3 EV bis +3 EV. Die gesamte LCD-Anzeige
im Sucher, inklusive des Belichtungsindikators, ist beleuchtet.
Das
AF-Steuerungssystem wurde gegenüber
dem Vorläufer deutlich verbessert; es läßt sich bei Bedarf über eine
Custom-Funktion mit drei verschiedenen Einstellungen an individuelle
Erfordernisse anpassen.
Das AF-Meßfeld der Dynax 9 besteht aus drei CCD-Sensoren. Der
mittlere Sensor ist als Kreuzsensor ausgelegt. Durch das Pentaprisma
werden LEDs in den Sucher projiziert, die den jeweils aktiven
Einzelsensor auf der Mattscheibe rot leuchtend anzeigen.
Das eingebaute AF-Beleuchtungsgerät der Dynax 9 und die 3 AF-Sensoren
sind präzise aufeinander abgestimmt. Bei Verwendung des großen
AF-Meßfeldes projiziert das AF-Beleuchtungsgerät bei schwachem
Umgebungslicht oder geringem Kontrast automatisch sehr großflächige
Meßblitze auf das Hauptobjekt, die von allen AF-Sensoren verwertet
werden können.
Das zuschaltbare Eye-Start-System
aktiviert alle wichtigen Funktionen der Dynax 9, sobald die Kamera an
das Auge genommen wird.
In der Serienbildfunktion
erreicht die Kamera mit Schärfenachführung 4,5 Bilder in der Sekunde.
Ohne Autofokus sind maximal 5,5 Bilder in der Sekunde möglich.
Erstmals baute Minolta in eine High End-Spiegelreflexkamera ein
manuell aufzuklappendes
Blitzgerät mit
einer Leitzahl von 12 (bei ISO 100) ein. Es verfügt über eine
Blitzsynchronzeit von 1/300 s und ermöglicht eine Ausleuchtung bis 24 mm
Objektiv-Brennweite. Das eingebaute Blitzgerät kann ebenfalls zur
drahtlosen TTL-Blitzfernsteuerung eines oder mehrerer externer
Programm-Blitzgeräte verwendet werden. Auch zur drahtlosen Auslösung
einer Studio-Blitzanlage ist der eingebaute Blitz ideal geeignet.
Für die
Blitzbelichtungsmessung werden vier Segmente verwendet, die die
Informationen des Autofokus-Systems verarbeiten. Die drei zentralen
Segmente sind auf die drei AF-Sensoren mit dem zentralen Kreuzsensor
ausgerichtet, so daß die Position des Hauptobjektes berücksichtigt wird.
Mit Hilfe der Informationen über Brennweite, Position und Entfernung des
Hauptobjektes wählt die Dynax 9 ein passendes Meßmuster, das für eine
motivbetonte und ausgewogene Blitzbelichtung sorgen soll.
In Verbindung mit dem
Programm-Blitzgerät 5400HS stehen erweiterte Funktionen zur
Verfügung; so kann beispielsweise ein Vorblitz ausgelöst werden,
der die Reflexion des Hauptobjekts mißt. Dieses Meßergebnis soll eine
noch genauere Steuerung der Blitzintensität ermöglichen.
Die kürzeste Verschlußzeit liegt, wie bereits bei
Dynax 9xi, bei 1/12.000s, dies
ermöglicht eine Blitzsynchronzeit von 1/300s; ermöglicht wird dies durch
acht Verschlußlamellen aus kohlefaserverstärktem Epoxidharz. Der
Verschluß ist für mindestens 100.000 Auslösungen ausgelöst.
Eine
Mid-Reload-Funktion ermöglicht
es, relativ komfortabel einen teilweise belichteten Film automatisch bis
zu einem vorgewählten Bildfeld vorzuspulen.
Das Gehäuse wird durch eine optional erhältliche
Datenrückwand DM-9 ergänzt, mit
der fototechnische Daten von bis zu 400 Filmen auf einer
Smart-Media-Karte gespeichert und über einen Computer ausgelesen werden
können.
Die in die Kamera integrierte
Memory-Funktion speichert während der Aufnahme alle wichtigen
Belichtungsparameter für bis zu sieben Filme, die über den Datenmonitor
wieder abgerufen werden können. Diese Daten können aber leider nicht an
einen Computer übergeben werden.
Der als Zubehör erhältliche
Funktionshandgriff VC-9 ermöglicht bequemes Fotografieren im
Hochformat und -- sicherlich wichtiger -- alternative Möglichkeiten der
Stromversorgung.
Mit 21 individuellen Programmierungen, den sogenannten
Custom-Funktionen, kann der
Fotograf das Verhalten der Dynax 9 weitreichend modifizieren.
Durch Hochziehen und Drehen des
Belichtungskorrektur-Einstellrades können manuelle
Belichtungskorrekturen in ½ oder 1/3 Belichtungsstufen eingestellt
werden.
Die Dynax 9 verfügt über die üblichen
Belichtungsfunktionen
-- Programmautomatik (P), Blendenautomatik (S) und Zeitautomatik (A) --
sowie über die manuelle Einstellung der Belichtung (M).
Mittels der Spiegelvorauslösung kann der Spiegel automatisch zwei
Sekunden vor der tatsächlichen Auslösung hochgeklappt werden.
Mit ihrer Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit wird sie den
höchsten Ansprüchen professioneller Fotografie gerecht. Die Dynax 9
definiert die Grenzen der traditionellen Fotografie neu. Dieses
außergewöhnliche und robuste Werkzeug bietet ein Höchstmaß an
gestalterischem Freiraum.
Das robuste Metallgehäuse der Dynax 9 bietet professionelle
Spitzentechnik und präzise, vielseitige Kamerafunktionen. Der Sucher
zeigt 100% des Filmbilds und ist mit einer neuartigen sphärischen
Mikrowaben-Einstellscheibe ausgestattet. Das AF-Steuerungssystem sorgt
für eine sehr schnelle und zielsichere Scharfeinstellung und läßt sich
bei Bedarf über die Custom-Funktion mit drei verschiedenen Einstellungen
auch individuellen Erfordernissen anpassen. In der Serienbildfunktion
erreicht die Kamera mit Schärfenachführung 4,5 Bilder in der Sekunde.
Ohne Autofokus sind sogar 5,5 Bilder in der Sekunde möglich. Die
Blitzbelichtungsmessung wird durch 4 Segmente präzise gesteuert. Mit
einer kürzesten Verschlußzeit von 1/12000s und einer Blitzsynchronzeit
von 1/300s sind den fotografischen Möglichkeiten kaum Grenzen gesetzt.
Ein weiterer Vorteil ist das zum ersten Mal in einer High
End-Spiegelreflex-kamera eingebaute Blitzgerät und die Reload-Funktion,
in der ein teilweise belichteter Film automatisch bis zu einem
vorgewählten Bildfeld vorgespult wird.
Zum neuen Systemzubehör der Dynax 9 gehören die außergewöhnlich
leistungsfähige Datenrückwand DM-9, der Funktionshandgriff VC-9 und die
neu entwickelte Einstellscheibe 9, die eine äußerst präzise
Scharfeinstellung ermöglicht. Weiterhin werden mit der Dynax 9 weitere
hochwertige Objektive, wie das AF-APO-Makro-Objektiv 4/200mm G und ein
völlig neuartiges Objektiv zur Optimierung der Unschärfebereiche im
Bildhintergrund, das STF 2,8/135mm (T 4,5) vorgestellt.
Über 20 individuelle Programmierungen ermöglichen es dem Fotografen,
seine Bildvorstellung exakt so umzusetzen, wie er sie im Kopf hat. So
kann z. B. die Custom-Funktion Nr. 18 dazu genutzt werden,
Belichtungskorrekturen durch das leicht zu bedienende hintere
Einstellrad zu steuern. Manuelle Belichtungskorrekturen sind in ½ oder
1/3 Belichtungsstufen möglich. Eine spezielle Datenrückwand DM-9
(Sonderzubheör) erlaubt es, fototechnische Daten auf einer
Smart-Media-Karte zu speichern, die später wieder abgerufen werden
können.
Die professionelle Leistungsfähigkeit, eingängige Handhabung,
schnelle Übersicht über alle eingestellten Kamerafunktionen und das
umfangreiche Zubehör machen die Dynax 9 zu einem perfekten Werkzeug in
jeder fotografischen Situation.