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Minolta Dynax 9
Kleinbild :
Anbieter :
Minolta :
AF-SLR : Dynax : 9
: Bedienkonzept : Übersicht
20-May-2001/08-Jan-06
Bedienkonzept und Ergonomie
Im Entwurf des Bedienkonzepts ist gegenüber dem Vorgängermodell Dynax 9xi
aus dem Jahr 1992 eine vollständige Kehrtwendung festzustellen. Während die
9xi überwiegend mit Schaltern und Tastenfeldern ("Mäuseklavier") bedient
wurde, setzt die Dynax 9 durchgängig ein analoges Bedienkonzept um: Alle
häufig benötigten Funktionen sind über Einstellräder oder -knöpfe
unmittelbar erreichbar, es gibt kaum doppelt belegte Tasten und keine
verschachtelten Menüstrukturen.

Durch die Orientierung an analogen, "erfühlbaren" Bedienelementen und
Taktilität sollte die Ergonomie gegenüber dem Vorgängermodell, der Dynax 9xi
verbessert werden.
Einstell- bzw. Wahlräder
Alle Parameter der einzelnen Kamerafunktionen werden über die zwei
Einstell- oder Wahlräder justiert. Das vordere Rad bedient man mit dem
Zeigefinger, das hintere mit dem Daumen der rechten Hand. Stützt man das
Objektiv mit der linken Hand ab, können beide Räder bedient werden, ohne die
Kamera vom Auge absetzen zu müssen, hält man die Kamera nur in der rechten
Hand, kann nur das vordere Einstellrad bedient werden, da Daumen und
Handballen die Kamera stützen (dafür ist extra eine Daumenstütze
vorgesehen).

Grifsensor
Das Fotografieren mit der Dynax 9 beginnt mit zwei Minolta-Spezialitäten:
Nimmt man die eingeschaltete Kamera in die Hand, stellt dies die Kamera
durch einen auf Messung der Leitfähigkeit beruhenden Griffsensor sofort fest
und schaltet die Kamera in Aufnahmebereitschaft. Dies funktioniert so lange
ausgezeichnet, bis der Fotograf Handschuhe trägt.
Diese Aufnahmebereitschaft gilt – zumindest was den Energiebedarf angeht
– als unproblematisch: Im Gegensatz zu Digitalkameras mit ähnlicher
Funktionalität muss der Autofokus und die Belichtungsmessung nämlich erst
noch aktiviert werden. Dies erledigt wahlweise der Eye-Start-Sensor oder der
Zweistufenauflöser.
Eye-Start
Der Griffsensor aktiviert den Eye-Start-Sensor am Sucherokular. Durch
diese Sensor-Kombination aus IR-Sender und -Empfänger kann die Kamera durch
einen Näherungsschalter feststellen, wenn sie ans Auge genommen wird. Diese
Funktion ist allerdings umstritten, in den Worten des Fachautors Thomas
Maschke: "Am Eye-Start scheiden sich die Geister". Wie fast alle Funktionen
kann dieses Ausstattungsmerkmal daher mit einem Handgriff abgeschaltet
werden. In diesem Fall wird der Autofokus (AF) und die Belichtungsmessung
durch einen leichten Druck auf den Auslöser aktiviert.

Gesamtbewertung
Ein möglicher Nachteil des mechanisch-taktilen Bedienkonzepts kann darin
gesehen werden, dass die Dynax 9 anders als viele moderne Kameras mit
elektronisch-digitalem Bedienkonzept nicht über eine so genannte
"Paniktaste" verfügt. Damit wird gewöhnlich die Kamera auf Knopfdruck in
einen definierten Zustand, meist Vollautomatik mit Standard-Einstellungen,
zurückversetzt.
Zum einen ging Minolta wohl davon aus, dass die angepeilte
Klientel keine "Paniktaste" braucht, zum anderen lassen sich mechanische
Kontrollelemente naturgemäß nicht elektronisch zurücksetzen.
Die mechanischen Einstellungen lassen dafür zweifelsfrei die
eingestellten Funktionen optisch und taktil erkennen.
Anmerkungen
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