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Kine-Exakta
Kameras :
Kleinbild : Exakta
: Kine-Exakta : Übersicht
18-Jan-2002/08-Jan-06
Übersicht Exakta-Modellreihe
Kine-Exakta
Bereits 1933 erschien im Ihagee-Kamerawerk Dresden die erste Exakta
für Rollfilm 127 im Format 4 x 6,5 cm. Der Siegeszug der
Kleinbild-Spiegelreflexkameras begann
im März 1936 in Dresden mit der Kine-Exakta, einer Kamera mit
Wechselobjektiven und fest eingebautem Lichtschacht, konstruiert für
Kinefilm 24x36 mm unter der Verantwortung von Karl Nüchterlein. Der
Tuchschlitzverschluss ermöglichte Zeiten von 12 Sekunden bis zur 1/1000
Sekunde. Eine integrierte Filmabschneidevorrichtung erlaubte bereits den
Wechsel teilbelichteter Filme. Es standen Wechselobjektive von 38 bis
500 mm Brennweite zur Verfügung. Eine Vacublitzeinrichtung konnte bei
Bedarf angeschlossen werden.

Von der Kine-Exakta entstanden verschiedene Typen:
- mit runder Einstelllupe,
- mit rechteckiger Einstelllupe
- mit Blitzbefestigung und
- mit "Exacta"- Schreibweise.

Kine-Exakta II
Das Nachfolgemodell von 1949 war die Kine-Exakta II. Diese
Kamera hatte ein verbessertes Bildzählwerk und eine Abdeckung für die
Einstelllupe sowie einige Detailänderungen. Es gab Versionen mit
Gewindebuchse über den Blitzanschlüssen zur Befestigung der
Vacublitzlampen sowie ohne Blitzbefestigung. Von den Modellen
Kine-Exakta und Kine-Exakta II wurden insgesamt 91.995 Stück produziert.
Exakta Varex (Exakta V)
Ab 1950 erschien die Exakta Varex (bzw. Exakta V).
Dieses Modell war durch die wechselbaren Suchereinsätze und Anschlüsse
für Vacublitzlampen und Elektonenblitzgeräte gekennzeichnet. Anfangs war
die Filmbühne nur am Gehäuse angeschraubt, später bildeten beide Teile
eine Einheit. Es entstanden 21.160 Varex.
Exakta Varex VX (Exakta VX)
Die Exakta Varex VX (bzw. Exakta VX) existierte seit
1951 und besaß eine vergrößerte Filmkammer und eine neue
Filmrückspuleinrichtung sowie ein geändertes Zählwerk. 1953 wurde der
bisher geschwungene Schnellspannhebel durch einen geraden ersetzt und
der Objektivanschluss erhielt ein zusätzliches Außenbajonett zum
Anschluss langbrennweitiger Optiken. Ab 1955 wurden genormte
Blitzbuchsen eingebaut.
Exakta Varex IIa (Exakta VX IIa)
Ab Ende 1956 war die Exakta Varex IIa (Exakta VX IIa)
auf dem Markt. Dieses Modell hatte einen dritten Blitzanschluss F für
schnellbrennende Blitzlampen (bisher nur X und M). Die Geräuschdämpfung
der langen Verschlusszeiten wurde verbessert. Mit insgesamt 181.945
Stück ist die VX IIa die Exakta mit der höchsten Produktionszahl. Bis
1958 war der Frontplattenschriftzug graviert, ab 1958 geprägt. Die
geprägte Version wird von Sammlern als Jubiläumsexakta
bezeichnet.
Exakta Varex IIb
Von 1963 bis 1967 wurde die Exakta Varex IIb mit 114.351 Stück
produziert. Veränderte Bedienungsknöpfe, ein verbessertes Langzeitenwerk
und die neue geometrisch gestufte Zeitenreihe kennzeichneten die neue
Kamera.
Exakta VX 1000 (VX 1000, Elbaflex VX 1000)
1967 wurde die VX IIb von der Exakta VX 1000 (bzw. VX 1000
oder Elbaflex VX 1000) abgelöst. Die Kamera war mit einem
Rückkehrspiegel ausgerüstet (wie bereits 1965 die Exa IIb). Das Gehäuse
und die Bedienelemente wurden verändert und der Riegel für die
Sucherarretierung war wieder vorhanden.
Exakta VX 500 (VX 500, Elbaflex VX 500)
Die fast gleichzeitig produzierte Exakta VX 500 (bzw. VX
500 oder Elbaflex VX 500) war eine abgerüstete Version der VX
1000. Die Belichtungszeiten wurden auf 1/30 bis 1/500 begrenzt und der
Selbstauslöser entfiel. Es wurden 190.318 Kameras der VX 1000 und VX 500
gebaut.
Es gab jahrelangen Rechtsstreit um die Namensrechte an "Kine-
Exakta", "Exakta" und "Exa" mit der Ihagee West,
weiterhin war die Bezeichnung "Varex" in den USA bereits
geschützt. Schon 1960 wurde deshalb auf der Basis der Exakta Varex
IIa eine Kamera unter der Bezeichnung "Elbina Super" geplant,
die mit einem neuen Gehäuse und einen neuen Namen vermarktet werden
sollte. Dieses Modell wurde jedoch nie produziert.
Da die Dresdner Kamerafirmen aufgrund staatlichen Drucks die
Bemühungen auf die Practica-Modelle
konzentrieren mussten, kam 1972 das endgültige Aus für die Exakta.
Lediglich das kleinere Modell Exa wurde unter Regie von
Pentacon weitergeführt.
Exakta RTL 1000
Von 1969 bis 1973 wurde von
Pentacon noch eine modifizierte Praktica L als Exakta RTL 1000
vertrieben (etwa 85.000 Stück). Durch das völlig andere Gehäuse
erinnerte bei dieser Kamera nur noch der Bajonettanschluss und der
zusätzliche linksseitige Auslöser an die Vorgänger-Exaktas. Später wurde
aus dieser Kamera die Praktica VLC entwickelt.
Quellen:
members.tripod.de/Michaels_Photosite/...exakta.html; weitere: siehe
Netmarks.
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