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Sigma SD-9
www.sigma-photo.com.
Digital :
Anbieter : Sigma
: SD-Serie : SD-9 :
Übersicht
12-Feb-2002/11-Jan-07
Übersicht
Sigma stellte auf der PMA in Orlando (Florida, USA) am 24.
Februar 2002 die Digitalkamera SD9 vor; sie basiert auf dem analogen
Spiegelreflexgehäuse
SA-9 und verwendet als erstes Endanwender-Produkt den
X3- Sensor von Foveon und bietet eine
Auflösung von 3,4-Megapixeln (2268 × 1512 Bildpunkte). Die Kamera
soll unter EUR 4.000,- kosten.
Die Auslieferung war ursprünglich Ende Mai 2002 geplant, der Termin
für die Markteinführung verzögerte sich dann jedoch über die
Photokina 2002 hinaus auf Januar 2002.
Nachfolgemodell: Sigma SD-10 (ab
November 2003).

Die SD9 verfügt über eine zeitgemäße Mehrfeldmessung (9 Felder) und
einen schnellen Schlitzverschluss (bis 1/6.000 Sekunden) mit
Bulb-Langzeitbelichtungs-Funktion. Sie beherrscht die bekannten Arten
der Belichtungssteuerung P/S/A/M, manuelle Belichtungskorrektur, besitzt
eine Belichtungsmesswert-Speichertaste, ermöglicht automatische
Belichtungsreihen und besitzt einen AF-Kreuzsensor für die automatische
Scharfstellung und eine Abblendtaste für die Kontrolle der
Tiefenschärfe.
Durch das neuartige Prinzip des in CMOS-Technik hergestellten
Bildaufnehmers kann die Kamera auf Farbfilter und Interpolation
verzichten, sodass die nominalen 3,43 Millionen Pixel (2268 × 1512
Bildpunkte) in voller RGB-Auflösung zur Verfügung stehen, vergleichbar
mit einer "herkömmlichen" 5- oder 6-Megapixel-Kamera. Der Foveon-Sensor
macht sich die Tatsache zunutze, dass Licht je nach Wellenlänge
unterschiedlich tief in ein Silizium-Substrat eindringt, und ordnet die
lichtempfindlichen Zellen dementsprechend nicht neben-, sondern
untereinander an.
Der digitalkameraspezifische Teil der SD9 zeichnet sich – neben dem
Foveon- Sensor – u. a. durch die zahlreichen Weißabgleichs-Einstellungen
(insgesamt 8), den 1,8"-LCD-Farbbildschirm, der Speicherung auf
CompactFlash- Wechselspeicherkarten (Typ I und II und Microdrive) und
der doppelten Datenschnittstelle (IEEE-1394-Firewire und USB) aus.
Interessant ist auch das Datenformat, in dem die SD9 ihre Bilder
speichert: Diese werden nämlich ausschließlich im RAW-Rohdatenformat
gespeichert, das eine verlustfreie Komprimierung erlaubt; die
Konvertierung in andere Bildformate (wie etwa JPEG und TIFF) erfolgt
nachträglich auf dem Computer mit der Sigma PhotoPro-Software.
Die Kamera nutzt allerdings das Sigma-eigene und nicht sehr
verbreitete SA- Bajonett, was Digital-Umsteiger mit vorhandener
Objektiv-Sammlung ärgern wird. Allerdings fällt der
Brennweiten-Verlängerungsfaktor von 1,7 unter diesem Aspekt weniger
tragisch ins Gewicht. Für viele Zwecke sinnvoll ist der so genannte
"Sportsucher", der nicht aufgezeichnete Bildteile abschattet und so eine
Verfolgung des Motivs auch außerhalb des Sensorbereichs erlaubt.
Zur Stromversorgung kommen bei der SD9 parallel zwei Typen von
Batterien zum Einsatz. Der kameraspezifische Teil wird über zwei
CR-123A-Lithium-Einwegzellen mit Strom versorgt; der digitale Teil
bekommt seinen Strom von zwei CR-V3-Lithium-Blöcken. Optional ist ein
Batteriegriff erhältlich, der die netzunabhängige Betriebszeit
verlängert und die Handlage der Kamera verbessert.
Dr.
Carver Mead, ein Mikroprozessor-Pionier der ersten Stunde, entwickelte
bei
Foveon
einen Halbleiter-Bildaufnehmer, der ohne verlustbehaftete Farbmatrix und
damit ohne bildverfälschende Interpolation auskommt.
Bislang geht durch die herkömmliche Bayer-Farbmatrix, die
Single-Chip-CCD-Kameras erst das farbige Sehen ermöglicht, ein
erheblicher Teil der für die Bildschärfe entscheidenden
Helligkeitsinformationen verloren. Eine möglichst geschickte
Software-Interpolation muss die fehlenden Helligkeitswerte
"nachempfinden", was prinzipiell nicht ohne Schärfe- und Detailverlust
vonstatten gehen kann. Daher liefert beispielsweise eine 5-Megapixel-
Digitalkamera nur rund 3 Millionen "echte", randscharfe Farbtripel.

Foveons "X3"-Sensor macht sich die Tatsache zunutze, dass Licht je
nach Wellenlänge unterschiedlich tief ins Silizium-Substrat eindringt,
und ordnet die Sensoren für die drei Grundfarben unter- und nicht
nebeneinander an -- praktisch eine 3-Chip-CCD-Lösung auf einem Substrat
(siehe Bild). Gefertigt wird Foveons X3-Chip 7-35X3-A25B bereits in
Serienstückzahlen bei National Semiconductor. Der in
0,18-Mikron-CMOS-Technologie aufgebaute Sensor weist eine nicht
interpolierte Auflösung von 2268 × 1512 Bildpunkten (3,4 Megapixel) auf
und soll im Auflösungsvermögen einem 5-Megapixel-CCD entsprechen.
Abbildungen

Netmarks
Heise Online: "photokina: Sigma-Spiegelreflex mit Foveon-
Sensor", Meldung vom 27.09.2002 08:46,
www.heise.de/newsticker/data/wst-27.09.02-000.
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