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Ricoh RDC i700

Kameras : Digital : Anbieter : Ricoh : RDC-Serie : RDC i700 : Übersicht
20-Sep-2001/08-Jan-06


Übersicht

Die RDC-i700 von Ricoh ist die verbesserte Variante der RDC-7. Genauso wie die RDC-7 sind die inneren Werte der RDC-i700. Das sind zum Beispiel 3,34 Mio. Pixel Bildauflösung, das dreifach Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 25 - 105 Millimeter, Verschlußzeiten von 8 bis 1/1000 Sekunde, ein manueller Blitz, Belichtungskorrektur, manueller Weißabgleich sowie eine Vielzahl von Programmautomatiken.

Der Unterschied dieser zwei Kameras besteht darin, das die RDC-i700 optimal für die Datenübertragung per Internet oder Fax geeignet ist. Als Touch-Screen ist das LCD konzipiert. Ganz neu sind die Webfunktionen der Kamera. Direkt per Stift werden Funktionen auf dem Display ausgewählt.

Außerdem beinhaltet die Kamera einen Web-Browser mit dem das Verschicken der Aufnahmen direkt von der Kamera übers Internet möglich ist. Ein Umweg über den Computer ist nicht mehr nötig. Weiterhin lassen sich bis zu 50 E-Mail-Adressen in der Kamera speichern. Ein Explorer-Plug ist in der Software intergriert. Als externes Speicherlaufwerk für den PC kann die Kamera auch angewandt werden.

Die Web-Server-Internet-Netzwerk-Kamera

Im Umfeld anderer Digitalkameras fallen Produkte des Herstellers Ricoh schon allein durch ihre Bauform auf. So auch im Fall der RDC-i700, die in einem eleganten flachen Gehäuse daher kommt, das mehr an ein etwas übergroßes Zigarettenetui erinnert, aber dennoch eine vollwertige 3,3-Megapixelkamera beherbergt. Das allein ist aber nicht der Grund, warum diese Kamera ein wenig gesondert von den anderen Modellen betrachtet werden sollte. Einmalig in der Digitalkamerawelt bietet sie nämlich eine Reihe von Zusatzfunktionen, die sie problemlos in Netzwerke und in das Internet integrieren. Außerdem ist die alternative Steuerungsmöglichkeit mittels des drucksensitiven (und für eine Digitalkamera riesigen) Bildschirms und eines passenden Stifts für eine Digitalkamera mehr als ungewöhnlich, erinnert sie doch vielmehr an die kleinen PDAs wie etwa die Palm Organizer, mit deren Hilfe man Adressen verwalten oder im Internet surfen kann. Möglich wird dies durch den zusätzlichen PC-Card-Slot, der neben dem normalen CompactFlash-Karten-Einschub nicht nur für Speichermedien genutzt werden kann, sondern auch ein PC-Card-Modem oder eine Netzwerkkarte aufnehmen kann. Die notwendige Software ist bereits im Betriebssystem der Ricoh RDC-i700 integriert, so dass diese Zusatzfunktionen sofort nach dem Einlegen der PC-Card und dem Start der Kamera zur Verfügung stehen. In der Tat beeindruckend ist die Funktionalität der RDC, wenn man eine optional erhältliche PCMCIA-Netzwerkkarte einlegt. Sie bindet die Kamera in das Ethernet-Netzwerk ein, so dass die Bilder sofort allen Rechnern im Netz zur Verfügung stehen. Ricoh empfiehlt zwar in einer Kompatibilitätsliste ausschließlich das Modell „LAK-CD021BX“ des Herstellers TDK, aber wir konnten die Kamera auch mit einer ganz normalen 10 Mbit-No-Name-Karte aus dem Laptop sofort mit dem Netzwerk verbinden. Der Clou: In der Kamera läuft hierzu ein echter Webserver samt CGI-Funktionalität. Gibt man auf einem anderen Netzwerkrechner die (frei wählbare) IP-Adresse der Kamera in einen normalen Browser wie Net-scape Navigator oder Internet Explorer ein, so erscheinen nicht nur Thumbnails und auf Wunsch auch die hoch aufgelösten Originaldaten. Noch komfortabler wird es, weil nicht nur die Bilder über den Browser betrachtet werden können, sondern weil sich alle Funktionen und Presets der Kamera bequem vom Rechner steuern lassen und auch ein Auslösen per Internet-Fernsteuerung möglich ist. Steckt man statt der Netzwerk- eine Modemkarte in den PC Card-Slot, so wird die RDC zur mobilen Kommunika-tionsstation. So lassen sich nicht nur Faxe (die Kamera besitzt einen speziellen Dokumentenmodus, um Texte abzufotografieren) und E-Mails verschicken; dank eingebautem Web- Browser kann der Digitalfotograf tatsächlich auch durchs Internet surfen. Die notwendigen Adress- oder Texteingaben verlaufen dabei über eine virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm und dem beigelegten Eingabestift. In unserem Test wollte die Kamera ein 56K-Modem von Gericom zwar nicht akzeptieren, gemäß der Kompatibilitätsliste von Ricoh ist sie dazu allerdings auch nicht „verpflichtet“. Per Ethernet-Karte und Anbindung an einen Netzwerkrechner konnten wir die Online-Funktionen aber dennoch ausgiebig testen. Der Mini-Browser überraschte, denn er ist sogar in der Lage, HTML-Seiten mit Frame-Struktur anzuzeigen. Bei all diesen Zusatzfunktionen sollen an dieser Stelle die fotografischen Möglichkeiten der neuen Ricoh-Kamera nicht zu kurz kommen. Sie bietet dem Fotografen alle wichtigen Einstellmöglichkeiten und Funktionen an, so etwa eine hohe Lichtempfindlichkeit von maximal ISO 400, mit der die RDC überraschend rauscharme Bilder produziert, ein manueller Weißabgleich in vier Stufen, manuelle Fokussierung und eine Belichtungskorrektur um +/- 2 Blenden. In Sachen Speichersys-tem geht Ricoh ebenfalls etwas ungewöhnliche Wege. Die Kamera verfügt zwar über einen CompactFlash- und PC-Card-Slot, wird aber ohne Speicherkarte geliefert. Dafür besitzt sie einen internen 8-Megabyte-Speicher, der je nach Kompression und Auflösung zwischen 4 und 120 Bilder fasst. Ihr Anschluss an einen Macintosh oder PC erfolgt normalerweise über eine USB-Schnittstelle, für ältere Rechner kann dieselbe Schnittstelle aber auch als serielles RS232-Interface agieren und sorgt dann nur durch ein anderes Kabel ebenfalls für eine Verbindung zum Computer. Praktisch ist auch die Tatsache, dass die neue RDC gleich über zwei Auslöser verfügt, die je nach Haltung der Kamera jeweils bequemer erreichbar sind: Während der eine auf der Oberseite in unmittelbarer Nähe des Zoomreglers zu finden ist, befindet sich der zweite an der Vorderseite neben dem Blitz. Intervallaufnahmen sind ebenfalls möglich, wobei die Intervalle zwischen 30 Sekunden und 3 Stunden betragen dürfen. Daneben beherrscht die Kamera Dauerbelichtungen zwischen einer und acht Sekunden. Die Bildqualität ist sehr gut, die Kamera zeigt im Testbild eine ausgezeichnete Bildschärfe, trennt sauber die Rot- und Orangetöne (Pinsel  im Testbild) und liegt auch in der Kategorie Bildrauschen auf den vorderen Plätzen. Soviel Qualität und Funktionalität hat allerdings ihren Preis, denn die Kamera kostet knapp 3.000 Mark. Damit liegt sie preislich auf der gleichen Ebene wie die Canon Pro90IS, legt aber völlig andere Schwerpunkte. Während das neue Canon-Flaggschiff auf eine möglichst „analoge“ Art des Fotografieren getrimmt wurde, steht bei der Ricoh das elektronische Verwalten und Versenden der Bilder im Vordergrund. Sie ist die ideale Kamera für alle, die ihre Fotos mit anderen im Internet austauschen, ihre  Homepage direkt vor Ort mit Bildern zu beschicken oder einfach Bild- und sonstige Informationen unproblematisch von jedem Telefonanschluss (oder gar „drahtlos“ per ebenfalls adaptierbarem GSM-Modem) möchten.

Netmarks

Golem.de: "Digital-Kamera mit integriertem E-Mail-Client und Browser. Ricoh stellt Internet-fähige 3,34-Megapixel-Digicam mit Touchscreen vor" (Hardware), 14.11.2000, 13:12,
www.golem.de/0011/10827.html.

Golem.de: "Wireless-Digitalkamera Ricoh RDC-i700 jetzt billiger. Per 802.11-Datenfunkmodul Überwachung per Webbrowser" (Hardware), 19.03.2002, 09:23,
www.golem.de/0203/18897.html.

Golem.de: "Ricoh RDC-i700 als schnurlose digitale Überwachungskamera. Per 802.11-Datenfunkmodul Überwachung per Webbrowser" (Hardware), 13.11.2001, 10:02,
www.golem.de/0111/16887.html.

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