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Anti-Shake-System der Minolta Dimage A1

Digital : Anbieter : Minolta : Dimage : A1 : Anti-Shake-System
30-Jun-2004/11-Jan-07


Übersicht

Im Sommer 2003 stellte Konica Minolta mit der Dimage A1 nicht nur die vierte Generation der Dimage 7-Serie vor, sondern führte auch eine völlig neues System der Bildstabilisation ein.

Generell gibt es zwei verschiedenen Ansätze zur Bildstabiliesierung:

  • Eine Bildstabilisierung kann entweder optisch im Objektiv oder
  • elektro-mechanisch im Kamera-Gehäuse erreicht werden.

Im Gegensatz zu den bekannten optischen Systemen wird beim Anti-Shake-System die Bewegung der Kamera nicht mit beweglichen optischen Elementen ausgeglichen, sondern durch die Bewegung des CCDs.

Die elektronische Bildstabilisierung, wie sie bei Camcordern viel verwendet wird, da sie relativ einfach zu implementieren ist, ist bei Kameras nicht möglich.
Das liegt daran, daß bei diesem Prinzip mehrere Bilder miteinander verglichen werden, und anhand von prominenten Objekten errechnet wird, wie man den Bildausschnitt verschieben muss um immer grob das gleiche Bildfeld zu zeigen. Dies wird durch einen CCD ermöglicht, der größer ist als er es für das normale Bildfeld sein müsste.

Bei Kameras müssen, da es sich nur um Einzelaufnahmen handelt, andere Mechanismen angewandt werden, die dementsprechend sehr viel aufwendiger sind.

Optische Bildstabilisierung

Bei diesem Ansatz befinden sich die stabilisierenden Elemente (entweder Prismen oder Glasscheiben) im Objektiv der Kamera; ein oder mehrere optische Elemente sind hierbei beweglich in das Objektiv eingebettet und können durch drei Sensoren horizontal und vertikal gesteuert werden. Dabei bestimmt einer der Sensoren die horizontale, der andere die vertikale Bewegung und der dritte die Position des Ausgleichselements.

Vor- und Nachteile der objektivbasierten Bildstabilisierung

Vorteile:

  • Im Objektiv besteht etwas mehr Platz-Spielraum als in der Kamera

Nachteile:

  • Die Objektive müssen relativ groß sein, um den Bildstabilisierungsmechanismen Platz bieten zu können. Dies führt zu einem höheren Gesamtgewicht der Kamera.
  • Bildstabilisierung ist nur mit einem Objektiv möglich; wird das Objektiv gewechselt, muss wieder eins mit Bildstabilisierungsmechanismen verwendet werden. Dadurch sind die Objektive teurer.

Elektro-mechanische Bildstabilisierung

Auch das in die Kamera eingebaute Anti-Shake funktioniert nach diesem Prinzip.
Jedoch wird bei diesem Verfahren anders als bei den objektivbasierten Methoden keine Ausgleichselemente bewegt, sondern direkt der CCD – dieses Verfahren wird als CCD-Shift bezeichnet.

Nach der alten Fotografenregel, ist die längste Belichtungszeit die wackelungsfrei ohne Stativ aufgenommen werden kann, der Kehrwert der Brennweite (in Kleinbildbrennweite). Bei der Dimage A1, die über eine maximale Brennweite von 200 mm verfügt, ist dies bei 200 mm also eine 1/200 Sekunde. Bei längeren Verschlusszeiten wird das Bild verwackelt und damit unscharf.

Beim Konica Minolta Anti-Shake System ist die Kamera in der Lage, die Bewegung der Kamera zu erkennen und den CCD so zu bewegen, dass die Bewegung der Kamera während der Aufnahme ausgeglichen wird. Die Belichtungszeit kann bis zu 8-mal länger (drei Zeitstufen) sein, als bei einer Aufnahme ohne Anti-Shake.

Bei einer Brennweite von 200 mm kann also mit einer 1/60 Sekunde fotografiert werden, ohne dass das Bild an Schärfe verliert. Das bedeutet aber auch, dass der Anti-Shake in einer 1/60 Sekunde (0,017 Sekunden) die Bewegung der Kamera erkennen, die richtige Ausgleichsbewegung berechnen und den CCD exakt um den berechneten Wert verschieben muss.

Aufbau des Anti-Shake Systems

Die Bewegung der Kamera wird über zwei Gyroskop-Sensoren ermittelt. Dabei muss nicht nur der Winkel der Bewegung, sondern auch die Geschwindigkeit mit der Bewegung erfolgt gemessen wird. Das Signal der Winkel-Sensoren wird an einen Mikroprozessor weitergeben. Dieser Mikroprozessor erhält zusätzlich Informationen über die Position des CCD-Trägers von einem Positionssensor. Diese Daten werden an den eigentlichen Anti-Shake Prozessor weitergeben, der die exakte Bewegung berechnet, die nötig ist um die Bewegung der Kamera auszugleichen. Dieser gesamte Vorgang findet bei einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde mehrere Male statt.

Der CCD-Träger wird über Piezo-Motoren bewegt, die speziell für das Anti-Shake System entwickelt wurden.

Der Antrieb

Der CCD-Träger muss äußerst schnell und genau bewegt werden um die Bewegung der Kamera auszugleichen. Normale Elektromotoren wären für diesen Zweck deutlich zu langsam, zu ungenau und auch viel zu groß. Aus diesen Gründen wurde für das Anti-Shake System der SIDM (Smooth Impact Drive Mechanism) entwickelt. Der SIDM nutzt ein Piezoelement um, trotz extrem kompakter Absmessungen, den CCD-träger schnell und exakt bewegen zu können.

Das Prinzip eines Piezoelements ist aus elektrischen Feuerzeugen bekannt. Wird auf ein Piezoelement Druck ausgeübt, entsteht eine Spannung. In elektrischen Feuerzeugen wird diese Spannung genutzt, um den Zündfunken zu erzeugen. Dieser Effekt lässt sich aber auch umkehren. Wird eine Spannung an ein Piezoelement angelegt dehnt es sich aus. Wird die Spannung abgeschaltet, zieht es sich wieder auf die ursprüngliche Position Größe zusammen. Der CCD-Träger wird vom sich ausdehnenden Piezoelement verschoben. Zieht sich das Piezoelement wieder zusammen, bleibt der CCD-Träger stehen. Um den CCD-Träger in die entgegengesetzte Richtung zu verschieben, wird ein zweites Piezoelement benötigt. Durch dieses System ist es möglich, den CCD-Träger sehr schnell und sehr exakt, in die gewünschte Position zu verschieben.

Der Arbeitsbereich herkömmlicher Bildstabilisierungssysteme liegt etwa bei einer Frequenz zwischen 1 bis 15 Hz (Schwingungen pro Sekunde). Dieser Arbeitsbereich ist vor allem auf große Brennweiten ausgelegt, da hierbei relativ kleine Bewegungen ausgeglichen werden müssen. Bei langsamen und größeren Bewegungen, mit 1 bis 2 Hz, ist die Reaktionszeit dieser Systeme relativ lang.
Das Anti-Shake System arbeitet auch schon ab einer Frequenz von ca. 0,5 Hz schnell und effektiv, da der CCD auch um relativ große Strecken verschoben werden kann. Deshalb ist das Konica Minolta Anti-Shake System auch für die Verwendung mit kurzen Brennweiten geeignet.

Vorteile von Anti-Shake:

  • Durch das CCD-Shift-Verfahren kann die Bildstabilisierung extrem platzsparend umgesetzt werden.
  • Bildstabilisierung ist nicht vom Objektiv abhängig.
  • Durch die kompakte Implementierung wird das Gesamtgewicht der Kamera nur unwesentlich erhöht.

 

Beispielfotos

Links: Kein Anti-Shake - Rechts: Mit Anti-Shake

Links: Anti-Shake deaktiviert - Rechts: Anti-Shake aktiviert

Siehe auch

Quelle

Konica Minolta

Anmerkungen

Forum: Minolta Digitalkameras (Anmerkungen in diesem Forum: 16)

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Minolta Objektiv V-Bajonett für APS Kamerariegermann@aol.comDez 13, 12:29
AW: Minolta Objektiv V-Bajonett für APS Kamera(anonymous)Mär 22, 09:42
Fahane bedrucken???yvonneFeb 23, 11:02
minolta D5 mit blitz 3600 hs Dbuttkiss@hotmail.comFeb 16, 17:32
AW: minolta D5 mit blitz 3600 hs D(anonymous)Feb 17, 23:49
AW: AW: minolta D5 mit blitz 3600 hs DSigma Objektiv ?Jun 16, 20:31
Dimage G400(anonymous)Jun 25, 09:23
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