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Daguerreotypie
Geschichte :
Technologie : Verfahren
: Positiv : Daguerreotypie : Übersicht
28-Jun-2004/07-Feb-06
Übersicht
Louis Jacques Mandé Daguerre, von Haus aus Maler, erfand, auf Niepces Erfahrungen aufbauend, ein Verfahren, ein latentes Jodsilberbild
(auf einer Metallplatte) durch Quecksilberdämpfe zu entwickeln und mit
Kochsalzlösung zu fixieren. Dieses photographische Verfahren (mit nicht
kopierbaren Photos auf Metallplatte) und das mit ihm geschaffene
Lichtbild bezeichnete man als Daguerreotypie. Die älteste erhaltene
Daguerreotypie, mit der der Erfinder einen Winkel seines Studios
ablichtete, stammt aus dem Jahre 1837 (heute im Besitz der Société
Française de Photographie, Paris).
Aber erst 1839 hielt Daguerre seine
Methode für praxisreif, die am 19. August 1839 in der Pariser Akademie
der Wissenschaften durch den französischen Astronomen, Physiker und
Politiker Dominique Francois Jean Arago (* Estagel [bei Perpignan] 1786,
† Paris 1853) bekanntgegeben wurde. Dieser Tag gilt als der Start der
Daguerreotypie, des ersten in der Praxis verwendbaren und (bis etwa
1860) gewerblich äußerst erfolgreichen photographischen Verfahrens.

Abbildung: Schema einer Daguerreotypie-Kamera.
Die Hauptvorteile der Daguerreotypie sind Schärfe bis ins Detail und
Tonwertreichtum.
Trotzdem fehlte der Daguerreotypie ein entscheidendes Merkmal der
modernen Fotografie: die Vervielfältigungsmöglichkeit der
fotografischen Aufnahmen. Daguerreotypien blieben stets Unikate.
Dieses Defizit behoben die
Negativ-Verfahren.
Verfahren
Für die Herstellung einer Daguerreotypie verwendet man Silberplatten
oder versilberte Kupferplatten, die poliert, mit Jod- oder Bromdämpfen
sensibilisiert und dadurch lichtempfindlich gemacht werden (es bildet
sich an der Oberfläche Jod- bzw. Bromsilber). Die so vorbereiteten
Platten werden in einer Kamera eine längere Zeit belichtet und
anschließend mit Hilfe von Quecksilberdämpfen entwickelt. Danach wird
das fotografische Bild entweder in einer heißen Kochsalzlösung oder -
bei Raumtemperatur - in einer Natriumthiosulfatlösung fixiert und kann
anschließend als Foto betrachtet werden. Dieses Foto ist ein Unikat,
bleibt mit dem metallischen Schichtträger, der Kupferplatte, verbunden
und kann nicht wie beim erst später erfundenen Negativ-Positiv-Verfahren
vervielfältigt werden.
Die dünne, mit Silberhalogeniden beschichtete, lichtempfindliche
Schicht auf der Plattenoberfläche muss vor der Herstellung des Fotos im
Dunkeln aufbewahrt werden. Zur Belichtung setzt man diese Schicht an der
Rückseite eines Fotoapparates dem durch das Objektiv der Kamera
einfallenden Licht aus. Dabei wird das Silberhalogenid zu metallischem
Silber reduziert. Nach der Entwicklung und Fixierung entsteht ein
positives, jedoch seitenverkehrtes Bild aus schwärzlichem Silber, das
nur dann als Foto optimal zu erkennen ist, wenn das Licht in einem ganz
bestimmten Winkel auf die Platte einfällt. Bei einem anderen
Einfallswinkel des Lichtes hat man eher den Eindruck eines Negativs.
Zu beachten ist, dass die Oberfläche einer echten Daguerreotypie
nicht wischfest ist, weshalb man es vermeiden sollte, sie mit den
Fingern zu berühren.
Beispiele
Beispiele für Daguerreotypien.

Abbildung:
Porträt einer unbekannten Amerikanerin von ca. 1858 (Quelle: Library of Congress,
Lizenz: Public Domain).

Abbildung: Der »Boulevard du Temple«, Daguerreotypie, ca. 1838.
Netmarks
Quelle
Ein Teil dieses Artikel ist der
Wikipedia
entnommen.
de.wikipedia.org/wiki/Daguerreotypie.
Lizenz: GNU Free
Documentation License.
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