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Nasses Kollodiumverfahren (Kollodium-Nassplatte)
Geschichte :
Technologie : Verfahren
: Negativ : Nass :
Kollodium : Übersicht
28-Jun-2004/07-Feb-06
Übersicht
1847 gelang es Christian Friedrich Schönbein,
Chemieprofessor in Basel, »Baumwolle in den
explosiven Zustand zu versetzen«; diese
Schießbaumwolle bildet die Grundlage für Kollodium
(vgl. Wolfgang Baier, Leipzig 1980: 157); Kollodium wird in der
Fotografie als zähflüssige Lösung von Kollodiumwolle in einem
Alkohol-Äther-Gemisch verwendet.
1850/51 veröffentlichten Frederick Scott Archer
(1813-1857), ein britischer Bildhauer, und Gustave Le Gray eine Beschreibung des
nassen Kollodiumverfahrens, durch das die Belichtungszeit auf
wenige Sekunden verkürzt werden konnte (zwischen 0,5 und 30
Sekunden); allerdings mussten die Platten nass entwickelt werden. Auch
dieses Verfahren verwendet eine Glasplatte statt Papier als
Träger des photographischen Negativs. Noch bis etwa 1880 blieb die
Kollodium-Nassplatte das
wichtigste fotografische Verfahren, denn es vereinigte in sich
die Vorteile der Daguerreotypie mit denen der Talbotypie.
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