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Platten als fotografisches Speichermedium
Geschichte :
Technologie : Speicher
: Platte : Übersicht
15-Jun-2004/07-Feb-06
Übersicht
Sowohl bei den frühen fotografischen
Verfahren von Wedgewood und
Niepce (18. Jahrhundert und Anfang des 19. Jahrhunderts;
Positiv-Verfahren), als
auch bei den bereits weiter entwickelten
Negativ-Verfahren
(Archers und Le Grays Kollodium-Nassplatte, 1850/51; Maddox'
Gelatine-Trockenplatte, 1871) wurden beschichtete
Glas- bzw. Kupferplatten verwendet.
Nasses Kollodiumverfahren (Kollodium-Nassplatte)
Niepce de Saint-Victor, ein Neffe Niépces, verwendete 1848
erstmals eine Glasplatte, die mit Eiweiß, Pottasche und einer
Schicht Silbernitrat imprägniert war; diese Mischung ermöglichte ihm
Belichtungszeiten von 20 Minuten.
1850/51 veröffentlichten Frederick Scott Archer
(1813-1857), ein britischer Bildhauer, und Gustave Le Gray eine Beschreibung des
nassen Kollodiumverfahrens, durch das die Belichtungszeit auf
wenige Sekunden verkürzt werden konnte (zwischen 0,5 und 30
Sekunden); allerdings mussten die Platten nass entwickelt werden. Auch
dieses Verfahren verwendet eine Glasplatte statt Papier als
Träger des photographischen Negativs.
Noch bis etwa 1880 blieb die
Kollodium-Nassplatte das
wichtigste fotografische Verfahren, denn es vereinigte in sich
die Vorteile der Daguerreotypie mit denen der Talbotypie.
Gelatine-Trockenplatte
Richard Learch Maddox (1816-1902)
veröffentlicht 1871 seine Erfindung der Gelatinetrockenplatte;
dabei überzog er die Platte mit einer Bromsilbergelatine, die in
trockenem Zustand belichtet werden konnte. Diese Platten waren
allerdings stärker empfindlich für blaues Licht, die Fotografien waren
also noch nicht abbildgetreu.
Panchromatische Platten gab es erst ab 1906.
Ablösung der Plattenfotografie
Mit der gegen Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden
Industrialisierung der Fotografie wurden die fotografischen Platten
durch Film als Bildträger abgelöst; die
beiden Bildträger konkurrierten noch bis in die 1930er Jahre, dann
verschwanden fotografische Platten nahezu vollständig.
Planfilm
Das Äquivalent zum Rollfilm ist der Planfilm auf
Zelluloidbasis, der auch heute noch in der Grossformatfotografie
eingesetzt wird.
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