| 1820 |
Kreidelicht ersetzt die
Öllampen in der
Laterna magica. |
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Louis Jacques Mandé Daguerre
erfindet als Variante des Panoramas das Diorama. |
| 1822 |
Joseph Nicéphore Niépce
fertigt die erste lichtbeständige
heliografische Kopie eines grafischen Blattes (d.h. eines
Kupferstiches) mit Hilfe von
Asphalt auf Glas an; dabei handelt es sich um eine
Kontaktkopie, da er nich keine Kamera verwendet. |
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Louis Jacques Mandé Daguerre
stellt in Paris der Öffentlichkeit das Diorama vor, ein monumentales
Bühnenbild, belebt durch Beleuchtungseffekte mit Auf- und
Durchsicht. |
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Jean Francois Champollion:
Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen. |
| 1823 |
Louis Jacques Mandé Daguerre
stellt in London der Öffentlichkeit das Diorama vor. |
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Louis Jacques Mandé Daguerre
entwickelt eine Kamera mit Jod-Silberplatten. |
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Ludwig van Beethoven: »Neunte
Sinfonie«. |
| 1823 |
Voigtländer: Kaiserliches
Privileg für Doppel-Theater-Perspektive (Operngläser). |
| 1824 |
Joseph Nicéphore Niépce gelingt
erstmals mit einer
Camera obscura eine haltbare Abbildung (point de
vue) auf einer
asphaltbeschichteten Zinkplatte; daneben verwendete er
auch Stein-, Glas-, Silber-, Zinn- und Kupferplatten als Träger. |
| 1825 |
Erfindung der Blindenschrift. |
| 1826 |
Antoine Jerome Balard
(1802-1876) entdeckt die Lichtempfindlichkeit des
Silberbromids. |
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Joseph Nicéphore Niépce lernt den Besitzer des spektakulären
Dioramas in Paris, Louis Jaques Mande Daguerre (1787-1851)
durch Vermittlung des Optikers Vincent Chevalier kennen. |
| 1827 |
Joseph Nicéphore Niépce
belichtet acht Stunden lang den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers
in Les Gras im Darf Saiint Loup de Varenne auf einer mit Asphalt lichtempfindlichen gemachten Zinnplatte.
Das Ergebnis ist ein seitenverkehrtes Direktpositiv und gleichzeitig die erste erhalten
gebliebene lichtbeständige Fotografie. |
| 1828 |
Joseph Nicéphore Niépce zeigt erstmals öffentlich
Heliographien auf Asphalt. |
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William Nicol erfindet das Nicolsche
Polarisationsprisma. |
| 1829 |
Niépce und Daguerre
schließen einen Vertrag über die Vervollkommnung und Nutzung der
auf lichtchemischem Weg gewonnenen Bilder. Niepce stirbt vier
Jahre später. |
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Drais von Sauerbronn:
Tastenschreibmaschine – 25 Tasten, Papierstreifen. |
| 1832 |
Entwicklung des Lebensrads
durch Joseph Plateau in Gent und unabhängig davon durch Simon
[Ritter von] Stampfer in Wien (auch Phenakistiskop,
Stroboskop, Wundertrommel). |
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Charles Babbage:
Difference Engine – programmgesteuerte mechanische
Rechenmaschine. |
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Schilling von Canstatt:
Elektrisch-magnetiscger Telegraf. |
| 1833 |
William Henry Fox Talbot,
der mit seiner zeichnerischen Begabung unzufrieden war, fertigt
am Comer See Skizzen mit Hilfe von Wollastons
Camera lucida
von 1807 an. |
| |
Charles Babbage:
Analytical Engine – mechanische Rechenmaschine mit moderner
Computerstruktur. |
| 1834 |
William Henry Fox Talbot (1800-1877), ein englischer
Privatgelehrter, beginnt auf seinem Landsitz Lacock Abbey mit
fotografischen Versuchen auf lichtempfindlichem Papier; er
bezeichnet das Verfahren als »photogenische Zeichnung«. |
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William George Horner erfindet nach dem
Stroboskop-Prinzip das Zootrop. |
| 1835 |
William Henry Fox Talbot (1800-1877) fotografierte das Fenster seiner Bibliothek von
innen und lässt verbreiten: »Und dies ist, wie ich glaube, der
erste überlieferte Fall eines Hauses, das sein eingenes Portrait
gemalt hat«. Dabei nutzte er eine acht Zentimeter kleine, mit einer Linse
ausgestattete Kamera, von seiner Frau liebevoll »Mausefalle«
genannt. Sein Papier tränkte er mit Silbernitrat und einer
Salzlösung. Mit einer Kochsalzlösung wurde das Blatt fixiert.
Erst als 1839 das Verfahren von Daguerre bekannt wurde, setzte
Talbot seine Versuche fort. |
| 1836 |
Ernst Heinrich Weber und Wilhelm Weber: »Die Mechanik der
menschlichen Gehwerkzeuge« – nach Friedruch Kittler die
ersten im strengen Sinn errechneten Bilder (»Schrift und
Zahl. Die Geschichte der errechneten Bilder«, 2004) |
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Carl August von Steinheil: Schreibender Telegraf. |
| 1837 |
Louis Jacques Mandé Daguerre
entdeckt die Kochsalzlösung als Fixiermittel. Dies geschah
vermutlich ohne Kenntnisse
von den Talbotschen Forschungsergebnissen. |
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William Cooke und
Charles Wheatstone: Telegraf (Patent). |
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Samuel Morse: Erste
öffentliche Experimente zur Entwicklung des Morsealphabets. |
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Erlaß des ersten
Urheberrechtsgesetzes in Preußen. |
| 1837-1840 |
Samuel Morse erfindet den
Schreibtelegrafen (Morseapparat) und das
Telegrafenalphabet (Morse-Code). |
| 1837-1901 |
Victoria, Königin von England –
Viktorianische Epoche. |
| 1838 |
Charles Wheatstone beschreibt das
Prinzip des stereoskopischen Sehens. |
| 1839 |
Am 6. Januar 1839 erscheint in der
Gazette de France ein Bericht der Académie des
Sciences, in der die Fotografie als »wichtige
Entdeckung unseres berühmten Diorama-Malers M. Daguerre«
angekündigt wird. |
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Am 19. Januar 1839 erscheint ein
englische Übersetzung, und bereits am 31. Januar reklamiert
Talbot in einer Rede vor der Royal Society in London die
Entdeckung der »Kunst der photographischen Zeichnung«
(photogenic drawings)
für sich und präsentierte auch 95 photogenische Zeichnungen in
der British Association in Birmingham. |
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Im Februar 1839 beansprucht die
Malerin Friederike Wilhelmine von Wunsch die Erfindung
eines Verfahrens, das selbst Menschen in Bewegung und in Farbe
abbilden könne. |
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Ebenfalls im Februar 1839
behauptet der Berner Professor Friedrich Gerber im
Schweizer Beobachter, bereits längst ein Verfahren
entwickelt zu haben zum Fixieren von Fotogrammen und den Bildern
der Camera obscura. |
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Am 1. Februar 1839 beginnt
Hippolyte Bayard mit ersten fotografischen Versuchen.
Bereits im März erhält er direkte positive Bilder (Direkt-Positiv-Verfahren);
er erläutert sein Verfahren jedoch erst am 24. Februar 1840 vor
der Akademie der Wissenschaften. |
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Am 25. Februar wird erstmals der
Begriff »Photographie« in der Berliner Vossischen
Zeitung erwähnt. |
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Am 28. Februar 1839 schlägt
John Herschel in einem Brief an Talbot den Begriff »photography«
vor. |
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Am 15. Juni 1839 beantragt eine
Fraktion im Parlament, die Erfindung der Fotografie durch den
Staat ankaufen zu lassen und das Verfahren der Öffentlichkeit zu
übergeben. |
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Am 24. Juni 1839 präsentiert der
Finanzbeamte Hippolyte Bayard 30 eigene Aufnahmen in einer
ersten Fotoausstellung im Rahmen einer
Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten der Opfer eines Erdbebens
in Martinique. |
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Am 19. August 1839 präsentiert die französische Akademie der
Wissenschaften offiziell die Erfindung der Fotografie; sie verkündet, daß es
Niépce und Daguerre gelungen sei, dauerhafte Bilder mit Hilfe
der Camera Obscura aufzuzeichnen und gibt die Erfindung frei zur
Nutzung in aller Welt. Daguerre wird als Erfinder der Fotografie
gefeiert. Die Ergebnisse seiner Arbeit bezeichnet man als
Daguerreotypien (Silberplatten-Technik). |
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Am 28. August berichtet die Vossische Zeitung erneut über
die Fotografie als »französische Windbeutelei«. |
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Der Chemiker Franz von Kobell
und der Physiker Carl August von Steinheil konstruieren
eine handliche, nur 12,7x7,6 cm große Kamera mit achromatischer
Linse und einem Bildformat von 3,8x5,1 cm. |
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Mungo Ponton entdeckt die
Lichtempfindlichkeit chromsaurer Salze in Gegenwart von
Kolloiden. |