| 5300 v. Chr. |
Piktographische
Schriften – Trommeltelegrafie. |
| 3500 v. chr. |
Sumerische Piktogramme
– Zahlzeichen (Sumerer). |
| 2600 v. Chr. |
Keilschriften. |
| 2000 v. Chr. |
Konsonantenschriften. |
| 1300 v. Chr. |
Pergament – Sprechrohr. |
| 800 v. Chr. |
Phonetische Schrift:
griechisches Alphabet. |
| 750 v. Chr. |
Xylografie (Korea) |
| 4. Jh. v. Chr. |
Erste Beschreibung des
Funktionsprinzips der
Camera obscura bei (Pseudo-)
Aristoteles (»Problemata physica«) – Rechenbretter
(Griechenland). |
| 100 v. Chr. |
Papier. |
| um 400 |
Holzschnitt (Xylografie)
in China. |
| 968 |
Bindfadentelefon
(China). |
| um 1000 |
Präzise Beschreibung
des Funktionsprinzips der
Camera obscura durch den arabischen Optiker Ibn al
Heitham (auch: Ibn Al-Heitham; 965-1038). |
| um 1100 |
Holzschnitt (Xylografie)
in Europa – Reproduktionstechnik in der Druckgrafik. |
| um 1200 |
Albertus Magnus
beschreibt Zersetzung von Silbernitrat. |
| um 1300 |
Kamal ad Din
beschreibt eine
Camera obscura – Stiftwalze in Europa zur Steuerung von
Turmuhren sowie später von Spieluhren und Musikautomaten (1600
ff.). |
| 1321 |
Levi ben Gerson
beschreibt eine
Camera obscura, die er zur Beobachtung von Sonnen- und
Mondfinsternissen empfiehlt. |
| um 1400 |
Einblattdruck (Einblattholzschnitt)
in Europa. |
| 1420 |
Holzschnitt-Blockbuch. |
| um 1430 |
Erfindung des
Kupferstichs durch Daniel Hopfer –
Reproduktionstechnik in der Druckgrafik. |
| 1490 |
Postkurs Innsbruck –
Meuchelen. |
| 1513 |
Urs Graf:
Radierung: »Mädchen, das sich die Beine wäscht« –
Entwicklung aus dem Kupferstich. |
| 1540 |
Erasmus Reinhold
beschreibt eine
Camera obscura als optische Vorrichtung zur Beobachtung von
Sonnenfinsternissen. |
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1544 |
Der
niederländische Physiker Reiner Gemma-Frisius beobachtet
eine Sonnenfinsternis und fertigt mit Hilfe einer
Camera obscura eine Zeichnung an. |
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um 1450 |
Druck mit beweglichen Lettern – Typografie. |
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ab 1550 |
Verbesserung der Abbildungsleistung der
Camera obscura durch eine Linse. |
|
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Leonardo da Vinci (1452-1519) befasst sich
verschiedentlich mit der
Camera obscura, doch werden seine Schriften erst 1797
entdeckt und entziffert (Spiegelschrift). |
1558
(1588) |
Giovanni Battista della Porta stattet die
Camera obscura mit einer Konvexlinse aus, durch die
die Lichtstrahlen konzentriert werden und somit klarere Bilder
ergeben; er beschreibt damit auch das Prinzip
einer Spiegelreflexkamera, indem er in die
Camera obscura einen Hohlspiegel integriert, der in
einem Winkel von 45° gegen die Linsenachse geneigt ist. Dadurch
konnte die Projektion auf die Oberseite umgelekt werden. |
|
1568 |
|
|
1565 |
Der deutsche Chemiker Georg Fabricius entdeckt das
Silberchlorid (AgCl). |
|
1568 |
Der Venezianer Daniele Barbaro konstruiert eine
Camera obscura mit einer Sammellinse (eine
bikonvexe Linse) und erzielt
damit hellere Bilder. |
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1569 |
Daniele Barbaro: »La practica della perspettiva« –
mit virtuosen Licht- und Schattendarstellungen am Beispiel von
geometrischen Körpern. |
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nach 1600 |
Beim Versuch, der
drucktechnischen Reproduzierbarkeit der Schrift eine ebenso
technische Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Illustrationen
zur Seite zu stellen, wird der Naturselbstdruck entdeckt
(vgl. Kittler 2002: 79 f.). Heute als
Fotogramme bezeichnet, findet man diese kameralosen Bilder in
der künstlerischen Fotografie wieder. |
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|
Für den Physiker und
Chemiker Robert Boyle (1627-1691) ist Wissen im
wesentlichen gleichbedeutend mit Sehen. |
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|
Hans Blumenberg:
»Fernrohr und Mikroskop bleiben dem Wirklichkeitsbegriff
der anschaulichen Evidenz verhaftet, für den alle Naturprozesse
prinzipiell durch das Sehen erklärbar werden, auch wenn faktisch
die Zuordnung von Organ und Gegenstand abbricht« (Die
Genesis der kopernikanischen Welt, 1975). |
|
1608 |
Der Holländer Jan
Lippershey erfindet das Fernrohr. |
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1610 |
Galileo Galilei
(1564-1642): »Sidereus nuncius« (dt. Ausg. »Nachricht
von neuen Sternen«) – Anwendung eines der ersten
leistungsfähigen Fernrohre und Verbesserung der Linsen, erzielt
biszu 33-fache Vergrößerung; Beschreibung, dass der Mond nicht
glatt, sondern rauh und von Kratern durchzogen sei; Beginn der
Teleskop-Astronomie und der Entdeckung des Makrokosmos. |
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1625 |
Francesco Stelluti
und Frederico Stesi zeichnen nach dem Mikroskop
erstmals das Facettenauge und die Kopfpartie einer Honigbiene.
Beginn der Entdeckung des Mikrokosmos. |
|
1638 |
Sinusfunktion:
Erste je gezeichneter trigonometrischer Funktionsgraph. |
| 1646 |
Der deutsche
Jesuitenpater Athanasius Kircher
beschreibt erstmals eine transportable, aber noch zimmergroße
Camera obscura sowie eine Vorform der
Laterna magica . |
| 1659 |
In Europa tauchen erste
gebaute
Laternae magicae auf; beispielsweise experimentiert
Christiaen Huygens mit dieser Projektionsvorrichtung. |
| 1663 |
Roger Boyle, First Earl of Orrery, (1621-1679)
beschreibt die Farbänderung des Siberchlorids, die er
jedoch dem Einfluss der Luft zuschreibt. |
| 1664 |
Bindfadentelefon in
Europa- |
| 1665 |
Robert Hooke: »Micrographia« –
eine frühe Beschreibung des Mikrokosmos. |
| 1672 |
Isaac Newton
(1643-1727) beschreibt, dass ein Prisma weißes Licht in
ein Farbenspektrum aufspalten kann (Lichtbrechung)
und damit die Grundlagen des Farbensehens. |
| 1674 |
Christoph Adolph
Balduin stellt aus Kreide und Salpetersäure Kalziumnitrat
her und stellt fest, dass die getrockneten Rückstände bei
Dunkelheit leuchten; er nennt seine Entdeckung »phosphorus«
(»Lichtträger«). |
| 1679 |
Robert Hooke (1635-1703)
konstruiert eine transportable
Camera obscura als Zeichenhilfe, eine Vorläuferin von
Wollastons
Camera lucida von 1807. |
| nach 1680 |
Verbesserung der
Öllampe der
Laterna magica durch einen Röhrendocht im Glaszylinder. |
| 1684 |
Robert Hooke (1635-1703)
konstruiert einen optischen Telegraphen. |
| 1685 |
Johann Zahn
veröffentlicht Zeichnungen einer handlichen
Camera obscura
mit verschiedenen Brennweiten und Spiegelreflex-Konstruktion (Ablenkspiegel). |