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Erfahrungsberichte mit dem Tele-Zoomobjektiv Minolta AF Lens 1:4,0/70-210 mm
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Erstellt/bearbeitet: 10-Jul-2005/07-Feb-06
Systemzeit: Montag, 07.07.2008, 04:47:56.
Home : Fotografie : Erfahrung : Equipment : Objektive : Zoom : Minolta : 70-210
Übersicht
Das Minolta AF 1:4,0/70-210 mm ist eine Telezoom aus der ersten Generation von
AF-Objektiven von
Minolta,
es stammt also aus den 1980er Jahren.
Zusammen mit der
Minolta 9000 und dem 1:4,0/35-70
mm bildete
es damals ein Budget-Dreamteam.
Gerüchteweise soll dieselbe Objektivrechnung damals auch von Leica für
die Kameras der eigenen R-Serie verwendet worden sein; tatsächlich hat
es einie zeitweilige Kooperation von Leica und Minolta gegeben, ob
Minoltas 70-210er aber eine getarnte Leica-Optik ist, weiß ich natürlich
nicht sicher.
Laut foMAG-Liste 2005/06 ist das 70-210er derzeit zu einem
Gebrauchtpreis von etwa 70 Euro zu bekommen; findet man ein gut
erhaltenes Exemplar, sollte man also zugreifen.

Das 70-210er war jedenfalls fast ein Jahrzent lang mein Lieblingsobjektiv; es ist zwar
relativ schwer, lang und leider auch nicht besonders lichtstark, bietet
aber eine – zumindest in Relation zum Preis – ganz ausgezeichnete Abbildungsqualität;
außerdem liegt es sehr gut in (meiner) Hand und fällt weniger auf als
ein Monster wie das Minolta AF
1:2,8/80-200 mm APO.
Der Hauptnachteil dieses Telezooms der ersten Generation ist der sehr
langsame Autofokus – mit einer
Minolta 9000 war das oftmals unerträglich, und auch an einer
Minolta 9xi wurde die Fokussiergeschwindigkeit nicht viel besser.
Einschränkend muss ich dabei jedoch anmerken, dass auch die schwarze
Version des Minolta AF 1:2,8/80-200 mm APO
kein Geschwindigkeitskünstler ist; viel Glas will halt bewegt werden,
hier zeigen sich die Stärken von USM- bzw. SSM-Objektiven, auch wenn
Minolta jahrelang behauptet hat, ihre Objektive seinen nicht langsamer
als die USM-Modelle von Canon – jeder, der mal einen direkten Vergleich
gemacht hat weiß, dass das nicht stimmt; bei Canons USM-Objektiven
schnappt die Schärfe ohne spürbare Verzögerung sofort zu, während
Objektive wie Minoltas 70-210er oder das alte 80-200er noch ratlos nach
einem Schärfepunkt suchen.
Zu den positiven Seiten des 70-210er zählen neben der ansprechenden Ergonomie und der optischen
Leistung auch der größe mögliche Abbildungsmaßstab von 1:4. Im
Makrobereich wird – im Gegensatz zum
Minolta AF 1:4,0/35-70 mm – automatisch fokussiert. So lange
ich das 70-210er im Einsatz hatte, hatte ich nie das Gefühl, ein
spezielles Makro-Objektiv dringend zu benötigen: Ein angemessen
Makrotaugliches Objektiv hatte ich ja ohnehin immer dabei. Eine Stativschelle
gibt es nicht, sie ist auch nicht nötig.
Verglichen mit dem etwa gleich alten APO-Telezoom
1:2,8/80-200 mm sind zwei Eigenschaften
des 70-210ers
besonders positiv hervorzuheben:
- Zum einen das vergleichsweise geringe
Gewicht,
- zum anderen der noch immer hervorragende Makrobereich.
Das 80-200er bietet dagegen nur einen maximalen Abbildungsmaßstab von
1:7 und vt häufig mit einer Nahgrenze von rund zwei (!) Metern.
Minolta AF 1:4,0/70-210 mm und Dynax 7 Digital
Das Minolta AF 1:4,0/70-210 mm funktioniert tadellos an einer
Dynax 7 Digital und bringt alle Vor- und Nachteile mit: das langsame
Fokussieren, die relativ geringe Lichtstärke, aber auch die gute
optische Qualität und die vergleichsweise ausgezeichnete Makrofähigkeit.
Das von mir intensiv und langjährig genutzte Objektiv weist
interessanterweise nach Tim Jacksons Testchart keinerlei Neigung zu
Front- oder Backfocus-Problemen auf; die offizielle Minolta-Aussage,
Backfocus-Probleme hätten nur ältere und daher dejustierte
Objektive, kann ich daher absolut nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil:
Front- oder Backfocus-Probleme haben bei mir die neueren
Minolta-Objektive.

An der D7D ist aufgrund des APS-C-Sensorformats noch eine
»Brennweitenverlägerung« um den Faktor 1,5 zu beachten, man fotografiert
also plötzlich mit einem Tele-Zoomobjektiv, das an einer Kleinbildkamera einen
Brennweitenbereich von 105 bis 315 mm hätte, also schon etwas in den
Supertelebereich vorstößt.
Anmerkungen
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