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Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, Juni 2003.
Equipment :
Kameras :
Digital : Minolta :
D7Hi : Optisches System : Übersicht
06-Jun-2003/07-Feb-06
Übersicht
Optisches System
Beide Kameras verfügen über sogenannte Superzooms, deren
Brennweitenbereich sich vom Weitwinel bis in den Telebereich erstreckt;
der Brennweitenbereich der Dimage ist 7-fach und entspricht einem
KB- Äquivalent von 28 bis 200 mm, der der Coolpix ist sogar 8-fach
und reicht von 35 bis 280 mm (ebenfalls entsprechend Kleinbild); im
extremen Telebereich ist die Coolpix mit f4,2 etwas lichtschwächer als
die Dimage (f3,5), allerdings sind beide Werte aufgrund der
unterschiedlichen maximalen Telebrennweite nicht direkt vergleichbar.
Die Ingenieursleistung von Minolta, ein 28 mm- Äquivalent in einem
7-fach Zoomobjektiv für eine Digitalkamera zu realisieren, ist derzeit
einzigartig; wer gerne Weitwinkelaufnahmen macht, findet keine
Alternative zu den Minolta- Modellen. Ich finde dagegen den enormen
Telebereich der Coolpix attraktiver; bei f4,2 sollte es gerade noch
möglich sein, Aufnahmen im Telebereich verwacklungsfrei hinzubekommen,
wenn ich auch einen elektronischen Bildstabilisator begrüssen würde.
Wichtige Brennweitenbereiche
Ich habe jahrelang mit der Objektivkombination 1:4,0/35-70 mm und
1:4,0/70-210 mm gearbeitet und war damit sehr zufrieden; im
Weitwinkelbereich fand ich die Erweiterung auf 28 mm in einem
1:2,8/28-70 mm- Objektiv später dann zwar nett, aber nicht essentiell;
viel interessanter war die zusätzliche Lichtstärke. Weitwinkelfotografie
wurde für mich erst mit einem 1:3,5-4,5/18-35 mm interessant, das geht
derzeit jedoch nichtmal mit digitalen Spiegelreflexkameras (von den
wenigen Vollformat- Ausnahmen einmal abgesehen).
Da sich die beiden Kameras nur geringfügig in der Lichtstärke
unterscheiden, scheint mir die Coolpix das attraktivere Angebot zu
machen; das halbherzige Weitwinkel der Dimage tausche in gerne gegen den
erweiterten Telebereich der Coolpix ein. Leider wird die
Entscheidung für die Coolpix wiederum durch das Bedienkonzept der
Coolpix erschwert: Gerade bei einem 8-fach- Zoom ist es wichtig, den
gesamten Brennweitenbereich rasch und präzise durchfahren zu können, und
genau hierbei verliert die Coolpix wieder durch das idiotische,
stromfressende, langsame und ungenaue Tasten- Zoom.
Andere Fotografen werden sich aber vielleicht gerade über den
stärkeren Weitwinkel- Zoombereich der Dimage freuen, das hänt sehr stark
von den persönlichen Präferenzen ab.
Prinzipiell kann man sowohl bei der Coolpix wie auch bei der Dimage
den Brennweitenbereich erweitern durch Vorsatzlinsen und Konverter;
bei der Dimage ist das einfach und unkompliziert, da ein Standard 49mm-
Filtergewinde vorhanden ist und Vosätze nirgends »angemeldet« werden
müssen. Allerdings bietet Minolta keine für die Dimage gerechneten
Vorsätze an sondern verweist auf Dritthersteller (Olympus), für die
wieder Adapter benötigt werden. Für die Coolpix 5700 gibt es
verschiedene Vorsätze, sowohl von Nikon als auch von Drittanbietern,
allerdings ist in jedem Fall ein Adapter erforderlich, die Vorsätze
müssen im Setup der Kamera »angemeldet« werden und die Kompatibilität
mit Vorsatzoptiken anderer Coolpix- Modelle (5000, 995 ertc.) ist sehr
eingeschränkt.
Vorsatzoptiken sind bei Sucherkameras immer nur Notnägel; die
Bildqualität leidet fast immer sichtbar, insbesondere bei
Universaloptiken von Drittherstellern, die nicht speziell für den
jeweiligen Kameratyp (bzw. deren Objektiv und Sensor) gerechnet sind.
Sowohl die Coolpix als auch die Dimage vignettieren an den jeweiligen
Enden der Zoombereiche, Telekonverter oder Weitwinkelextender machen das
nicht besser.
Übrigens: Die Dimage verfügt über einen 2-fachen und die Coolpix über
einen 4-fachen Digitalzoom; diese Treppenwitze der
Kamerageschichte sollte man tunlichst im Setup deaktivieren, da die
Bildqualität in beiden Fällen völlig inakzeptabel ist.
Siehe auch
Anmerkungen
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