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Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, Juni 2003.
Equipment :
Kameras :
Digital : Minolta :
D7Hi : Kauf : Übersicht
06-Jun-2003/07-Feb-06
Übersicht
Kaufentscheidung
Vor dem Kauf der D7Hi Anfang Juni 2003 stand ein längerer
Entscheidungsprozess, bei dem ich vor allem die D7Hi und die
Nikon Coolpix E-5700
in Erwägung gezogen habe; das Ergebnis ist ein
detaillierte Vergleich der beiden Kameramodelle, den die Dimage
nicht in allen Punkten für mich gewonnen hat.
Folgende Eigenschaften sprechen m.E. für die CP5700:
- Dreh- und schwenkbares Display; so etwas habe ich bei der
Nikon Coolpix E-995
kennen- und liebengelernt; eigentlich wollte ich mir nie wieder eine
weniger flexible Kamera zulegen;
- attraktiverer 8-fach Zoom mit deutlichem Schwerpunkt im
Telebereich (KB-Äquivalent von 270 mm); meine KB-SLR- Telezooms
reichten von
70-210 mm bzw. von
80-200 mm, und ich habe diesenmittleren Telebereich immer als
Einschränkung empfunden; im Weitwinkelbereich fotografiere ich
seltener, und wenn, dann mit »richtigen« Weitwinkeln im Bereich von
20 mm;
- Hochformathandgriff ist optional verfügbar;
- überragende Makrofähigkeit, kann von Hause aus mit einem
dedizierten Makro- Wechselobjektiv konkurrieren;
- Konzept der Energieversorgung überzeugt mehr (sowohl proprietäre
EN-EL1- Akkus, als auch Standard- Mignon- Akkus können genutzt
werden;
- insgesamt exzellente Bildqualität schon mit den
Werkseinstellungen, deutlich weniger Bildrauschen etc.
Dennoch bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass die Minolta
Dimage 7Hi für mich die geeignetere Kamera ist; hier waren folgende
Eigenschaften ausschlaggebend:
- Die D7Hi ist für mich griffiger; sie ist für meine die
grosszügigen Dimentionen einer KB-SLR gewöhnten Hände zwar noch
immer zu klein und fummelig, liegt aber eindeutig besser in der Hand
als die CP5700, die Sony Cyber-Shot DSC F717, die Canon Powershot G3
oder vergleichbare »Prosumer«- Kameras, die derzeit am Markt sind;
- der Autofokus der D7Hi ist deutlich schneller und sicherer als
der der Coolpix;
- das Bedienkonzept von Nikon -- die meisten wichtigen
Kamerafunktionen sind nur über verschachtelte Menüs erreichbar --
mag ich nicht; ich liebe die (»analogen«) Knöpfe und Räder, die die
D7Hi bietet;
- die D7Hi bietet ein manuell bedienbares (Dreh-) Zoom, bei der
CP5700 kann nur mit einer Tastenwippe gezoomt werden;
- ich besitze diverses Systemzubehör von Minolta, das ich an der
D7Hi weiterverwenden kann (leider zumindest teilweise ein
Irrtum, wie sich bald
herausstellte);
- schnellere Bildfolgen möglich (auch das war teilweise ein
weiterer Irrtum);
- Standard 49 mm- Filtergewinde für Konverter, Extender und
Filter.
Der
tabellarische Vergleich der Unterschiede der beiden Kameras hilft
beim Abwägen der Vor- und Nachteile der einzelnen Kameraeigenschaften.
Die Entscheidung fiel in meinem Fall für die Dimage 7Hi, für andere
Anforderungsprofile mag die Entscheidung anders aussehen; ich habe
einige
Empfehlungen zusammengefasst, die auf andere fotografische
Schwerpunkte eingehen.
Kaufprozess
Zunächst verschaffte ich mir im Internet einen Überblick über die
möglichen Preise; das Spektrum begann -- bei einer Betellung in den USA
-- bei umgerechnet rund 670 Euro; ein »Sofort Kaufen«- Versender bei
Ebay bot die D7Hi für 915 Euro an, allerdings mit Versand aus Hong Kong;
in der Schweiz kostet die Dimage in Online- Shops durchgehend um die 950
Euro; die günstigsten seriös wirkenden Anbieter aus Deutschland hatten
Preis knapp über 1.000 Euro.
Kameraverpackung der D7Hi in Asien:

Als ich mich zum Kauf entschlossen hatte, bestellte ich die D7Hi mit
ein paar weiteren Komponenten in dem Online-Shop
Pixxass; hier wurde ein vergleichsweise moderater Preis in
Verbindung mit einem seriös wirkenden Online- Shop geboten. Zunächst
schien alles auch reibungslos zu klappen, dann kamen widersprüchliche
Aussagen vom Händler über den Liefertermin; plötzlich hiess es
beispielsweise, die Lieferung sei zugestellt worden, ich hatte jedoch
weder die Lieferung noch eine Benachrichtigung erhalten; ein Zugriff auf
die Trackingdaten war nicht möglich, da ich keine Senungsnummer bekommen
hatte, ausserdem erfolgte der Versand über
Euro Express, das einzige grössere Transportunternehmen in
Deutschland, das Endkunden keinen Zugriff auf ihr Trackingsystem
einräumt; daher entschloss ich mich schliesslich, die Bestellung zu
stornieren.
Der
Fotoversand Brinker hatte die D7Hi zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im
Programm; ich bestellte hier einiges Zubehör, u.a. zwei 512 MB
Speichermedien (40x, »die schnellste Karte der Welt«, aber wechselnde
»Markenhersteller« -- ich bin gespannt, was da kommt) sowie zwei Sätze
Ansmann- Ersatzakkus (220 mAh).
Da ich ohnehin prinzipiell lieber im lokalen Fotohandel kaufe, suchte
ich verschiedene Berliner Fotohändler auf; die Preise waren hier jedoch
teilweise absurd (z.B. Wüstefeld: 1.350 Euro; Saturn: 1.300 Euro für
Ausstellungsexemplar)m gar nicht im Lieferprogramm (z.B. Photo Dose)
oder über meinem Limit (z.B. Foto Hess: 1.200 Euro). Leider liessen die
meisten Händler auch nicht mit sich über den Preis reden; meine
Verhandlungsbasis ging von folgendem Angebot aus: Internet- Preis
(derzeit ca. 1.030 Euro) plus Versandkosten (ca. 13 Euro) plus 50 Euro
als »Spende« an den lokalen Fotohandel; damit kam ich auf einen Preis
von 1.100 Euro, was ich für angemessen halte.
Erfolg hatte ich schliesslich bei
Foto Meyer, der bereit war, diesen Preis anzubieten; ich erhielt
dafür eine Kamera mit der etwas angestaubten Firmware- Version 1.00 und
der ursprünglichen Diamge Viewer- Software; damit kann ich gut leben, da
man dies ja problemlos aktualisieren kann.
Verpackung der D7Hi:


Siehe auch
Anmerkungen
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