Die
Minolta Dimage 7Hi wurde im September 2002 vorgestellt; sie ergänzte
das obere Ende der Minolta- Digitalkameras um ein semiprofessionelles
Spitzenmodell; eine besser ausgestattete Allround- Digitalkamera hat
Minolta derzeit nicht im Programm.
Nur wenige Monate zuvor, im Mai 2002, war die
Minolta Dimage 7i vorgestellt worden, die ihrerseits die Anfang 2001
erschienene
Minolta Dimage 7 ablöste und zahlreiche Fehler und konzeptionelle
Mängel beseitigte.
Vermutlich aufgrund der schwachen Akzeptanz für Minolta- Kameras im
professionellen Segment hat Minolta bisher noch keine digitale SLR
vorgestellt; derzeit gibt es innerhalb des Minolta- Kamerasystems leider
keine Erweiterungsmöglichkeiten über die Dimage 7Hi hinaus.

Die D7Hi orientiert sich in der Fülle der Funktionen und der
Gehäuseform an einer klassischen Kleinbild- Spiegelreflexkamera
(KB-SLR); es wird ein eher manuelles
Bedienkonzept umgesetzt.
Ähnlich wie KB-SLR- Kameras ist die Dimage in ein relativ
umfangreiches Kamerasystem eingebettet, das verschiedenes Zubehör
wie Blitzgeräte, Fernauslöser, Konverter und Extender etc. umfasst.
Abbildung: Kamerasystem Minolta Dimage 7Hi:

Weiteres Systemzubehör für die Dimage.
Im Gegensatz zu KB-SLR- Kameras bietet diese sog. »Prosumer«-
Digitalkamera jedoch keine Wechselobjektive, sondern »nur« fest
integrierte Supertele mit einem 7-fachen Brennweitenbereich.
Die Kamera verfügt über ein elektronisches Display auf der
Rückseite der Kamera sowie über einen elektronischen Sucher (Electronic
Viewfinder, EVF) und ein LCD- Display, das sich auf der
Oberseite des Gehäuses befindet.
Die effektive Auflösung der Kamera liegt bei rund 5
Megapixeln, also im oberen Segment dessen, was derzeit in digitalen
Kompaktkameras verbaut wird (Stand: Mai 2003).
Die D7Hi ist schlecht ausbalanciert: Der Stativanschluss
befindet sich nicht im Zentrum der optischen Achse, so dass
Panoramaufnahmen vom Stativ aus erschwert und nachträglich korrigiert
werden müssen. Ausserdem steht die Dimage nicht sicher, wenn man das
Gehäuse auf einem Tisch absetzt: Sie kippt etwas nach vorne (etwa 2
Grad) und liegz auf dem Objektiv auf bzw. der Sonnenblende auf. Da sich
das Batteriefach bei der D7Hi nicht im Handgriff, sondern
unterhalb des Objektivs befindet, ergibt sich auch taktil ein etwas
ungewöhnlicher Schwerpunkt bei der Benutzung der Kamera aus der freien
Hand, an den man sich jedoch rasch gewöhnt.
Die D7Hi nutzt zum Speichern der Bilddaten ausschliesslich Compact
Flash- Speichermedien vom Typ I und II und unterstützt auch
offiziell aktuelle Microdrives von IBM bzw. Hitachi.