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Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, Juni 2003.
Equipment :
Kameras :
Digital : Minolta :
D7Hi : Dokumentation : Übersicht
06-Jun-2003/07-Feb-06
Übersicht
Dokumentation - Kein gedrucktes Referenzhandbuch
Zur Dimage 7i und 7Hi legt Minolta -- aus unerfindlichen Gründen --
nur ein »Quickstart- Manual« bei, dies allerdings in insgesamt neun
Sprachvarianten und mit einem Lebendgewicht von 520 Gramm. Da diese
Einführung bestenfalls in den ersten Stunden der Benutzung gebraucht
wird, könnte man darauf gut verzichten; natürlich sind die acht anderen
Sprachvarianten ebenfalls irrelevant und nur unnützer Ballast.
Das relevante Handbuch -- die Kamera- Referenz --, die man im Alltag
immer wieder benötigt, existiert ausschliesslich als PDF-Datei auf
CD-ROM; ein Stichwortverzeichnis fehlt leider in diesem Dokument; ich
finde das sehr kundenunfreundlich.
Eine entsprechende Anfrage an den »Minolta German Photo Support«
<dimage-support-de@minoltaeurope.com>
ergab folgende Stellungnahme von Minolta:
»Die Firma Minolta hat sich für die Schnellanleitung und
.pdf- Lösung entschieden. Somit erhalten Sie einerseits eine
gedruckte Kurzanleitung, welche die grundlegenden Eigenschaften und
Funktionen der Kamera beschreibt, die so klein ist, daß sie überall
mit hingenommen werden kann. Zum Anderen beinhaltet die
mitgelieferte CD ein .pdf-Dokument, welches die unkomplizierte Suche
nach Stichworten oder auch das schnelle Blättern über das verlinkte
Inhaltsverzeichnis mithilfe des 'Acrobat Reader' ermöglicht. Die
Erfahrung hat gezeigt, dass diese Option für viele Kunden sehr
nützlich ist.
Zudem gibt es immer die Möglichkeit einzelne Seiten, die eventuell
häufiger verwendet werden, auszudrucken« (E-Mail vom
19-May-2003).
Man muss nach Meinung von Minolta Deutschland unterwegs also immer
ein PDF- fähigen PDA bzw. ein Notebook zur Hand haben, um auf das
Referenzhandbuch zugreifen zu können. Oder man druckt sich 160 Seiten
aus und verzichtet darauf, rasch nach einem Stichwort suchen zu können.
Die mit gängigen Drucken produzierten Ausdrucke weisen jedoch eine Reihe
von prinzipiellen Nachteilen auf:
- Der Arbeitsaufwand für das beidseitige Ausdrucken, z.B. mit zwei
A4- Seiten pro Seite, ist recht arbeitsaufwändig, wenn man keinen
leistungsfähigen Duplexdrucker zur Verfügung hat;
- Tinte von Tintenstrahldruckern ist i.d.R. nicht
feutchtigkeitsbveständig;
- Toner von gängigen Laserdruckern ist nicht abriebsbeständig und
bröckelt daher nach einer Weile vom Papier ab;
- die Qualität der Abbildungen ist auch bei 1200 dpi-
Laserdruckern nicht vergleichbar mit der eines gedruckten Handbuchs;
- eine einfache Bildung im Copyshop ist zwar billig, hält aber
nicht lange (ca. EUR 4,-); eine hochwertige Buch-/ Broschürenbindung
ist sehr teuer (ca. EUR 10,-); eine Spiralbindung bleibt leicht in
der Fototasche hängen oder zerkrazt die Ausrüstung;
- abgesehen vom Arbeitsaufwand entstehen zusätzliche Kosten von
mindestens ca. EUR 15,-; eine gedruckte Version des
Referenzhandbuchs würde Minolta in der Produktion Mehrkosten von
maximal etwa drei Euro pro Exemplar verursachen.
Als kostenpflichtiges »Ersatzteil« könnte Minolta das
Referenzhandbuch also zumindest optional anbieten und dafür auch gerne
EUR 15,- verlangen.
In Deutschland kann das Handbuch aber leider weder in der englischen
noch in der deutschen Fassung als »Ersatzteil« bezogen werden, in den
USA ist dies dagegen möglich (Pro.-No. 9222-2778-11 MM-A208).
Ansonsten ist das Dimage- Handbuch gut strukturiert und ausreichend
detailliert -- nur eben sehr unhandlich. Diese extrem
kundenunfreundliche Handhabung durch Minolta ist m.E. eine
Unverschämtheit; eine Kamera mit einem Listenpreis von rund EUR 1.600
ohne gedrucktes Handbuch auszuliefern ist eine Zumutung, die durch
nichts zu rechtfertigen ist.
Gedrucktes Handbuch zur D7Hi vom D7forum.de
Die Community des D7forum.de arbeitet gerade an einem eigenen
gedruckten Handbuch.
D7forum.de: Gedrucktes Handbuch 7 Hi,
www.d7forum.de/board/viewtopic.php?t=5812,
www.d7galerie.de/gallery/PeterHadTrapp/aey
(Cover).
Es handelt sich dabei um einen vollständigen Ausdruck des Handbuchs,
das der Kamera im PDF- Format beiligt -- dementsprechend natürlich auch
ohne Stichwortverzeichnis, dafür aber mit freundlicher Genehmigung von
Minolta Deutschaland.
Das Handbuch verfügt über ein farbiges Cover und eine Ringbindung;
zum Preis von 5 Euro ist das weitaus günstiger, als man es selbst
anfertigen könnte; allein eine A5- Spiralbindung kostet im Copyshop ja
bereits so viel.
Durchgeführt wird dieses engagierte Projekt von dem Ergotherapeuten
Peter Hadamczik- Trapp, selbst Dimage- Besitzer, am Diakoniezentrum für
psychisch Kranke in Fulda; der Verkaufspreis deckt nach eigenen Angaben
in etwa die Herstellungskosten und schliesst bereits die Versandkosten
ein (daran sieht man auch, dass Minolta durch das Nichtliefern eines
gedruckten Handbuchs kaum Herstellungskosten sparen kann).
Kontakt:
Peter Hadamczik-Trapp
Sandberg 19a
36129 Gersfeld
Unter den o.g. Internet- Adressen kann man nachschauen, ob es noch
Handbücher gibt; die Auflage vom Juni 2003 ist begrenzt, möglicherweise
wird jedoch eine Neuauflage gestartet, wenn ausreichend Bedarf vorhanden
ist.
Beispielseiten
Das Referenzhandbuch an sich ist tadellos; es ist klar strukturiert,
übersichtlich und umfassend.
Einige Beispielseiten als Screenshots:
Inhaltsverzeichnis:

Teilebezeichnungen:

Steuerrad:

Bildfolgefunktionen:

Aufnahmemenü:

Grundeinstellungen:

Troubleshooting:

Zusammenfassung
Minolta disqualifiziert sich in der Disziplin »Dokumentation« und
liefert weder zur Dimage 7i noch zur 7Hi ein gedrucktes Referenzhandbuch
mit; der Käufer der gut 1.300 Euro teuren Kamera muss das Handbuch
selbst am Computer ausdrucken und binden lassen, oder zum Fotografieren
immer ein Gerät bei sich führen, mit dem PDF- Dateien angezeigt werden
können; in jedem Fall fehlt ein Stichwortverzeichnis; Argument von
Minolta: »man kann die PDF- Datei ja nach Stichworten durchsuchen«. Das
Handbuch selbst, abgesehen von dem fehlenden Index, tadellos; es ist
jedoch eine Unverschämtheit, zu dieser teuren High- Tech- Kamera kein
Referenzhandbuch beizulegen und dies in Deutschland auch nichtmal
optional als kostenpflichtiges Zubehör anzubieten.
Siehe auch
Weiteres Zubehör
Anmerkungen
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