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Erfahrungsbericht zur Minolta Dimage 7Hi
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, April 2007 ff.
Equipment :
Kameras :
Digital : Minolta :
D7Hi : Defekt : Übersicht
25-Apr-2007/09-Jun-07
Übersicht
Defekt der D7Hi
Die Minolta Dimage 7Hi ist die erste
meiner fünf Minolta-Kameras (Minolta
9000,
Dynax 9xi,
Dynax 9, Dimage 7Hi,
Dynax 7 Digital),
die einen schweren Defekt aufweist; erstmals in zwei Jahrzenten
Fotografie mit Minolta-Equipment musste ich mich daher mit dem
Support eines Unternehmens
auseinandersetzen, das mittlerweile gar keine Fotoprodukte mehr
herstellt.
Anfang 2007 begannen die Bilder meiner nur noch sporadisch genutzten D7Hi
plötzlich, Schlieren und Farbverfälschungen aufzuweisen. Nach
Ein- und Ausschalten sowie Wechseln und Aufladen der Akkus verschwand das
Phänomen kurzzeitig, tauche dann jedoch häufiger und ab März 2007
schließlich permanent auf.
Es scheint sich um einen Defekt des CCD-Sensors zu handeln, der bei
diversen Kameramodellen auftreten kann, die zwischen Oktober 2002 und
März 2004 hergestellt wurden:
- DiMAGE 7i
- DiMAGE 7Hi
- DiMAGE A1
- DiMAGE Xi
- DiMAGE Xt
- DiMAGE X20
- DiMAGE S414
- DiMAGE F300
Eine Beschreibung des Defekts liefert folgende Seite
Beispielhaft werden dort zwei Abbildungen des möglichen Effekts
abgebildet:

Quelle: Konica Minolta (two_examples_573913.jpg).
Inwieweit dieser Defekt überhaupt Minolta bzw. Konica
Minolta anzukreiden ist, vermag ich nicht zu beurteilen; gerüchteweise
handelt es sich um einen Serienfehler im CCD-Sensor, der von Sony
hergestellt worden sein soll – also jenem Großkonzern, der die
Foto-»Assets« von Konica Minolta übernommen hat und der das
darauf aufbauende »α«-Kamerasystem etablieren möchte.
Nach dem Ableben des Foto-Zweiges von Minolta sind folgende »Konica
Minolta Repair Services« zuständig:
Runtime Contract
Sony autorisiertes Servicecenter für Konica Minolta Produkte
Senator-Helmken-Str. 1
28197 Bremen
Tel.: 0421 - 52 62 8 0
Fax: 0421 - 52 62 8 111
E-Mail: <repairinfo [at] runtimecontract [dot] biz>
An diese E-Mail-Adresse wandte ich mich dann auch am 25. April 2007
mit einer Fehlerbeschreibung und Bitte um Erläuterung von
Reparaturmöglichkeiten und -ablauf, die rasch und präzise beantwortet
wurde.
Beispielbilder
Die nachfolgenden Bilder zeigen den bzw. die auftretenden Fehler:
- In nahezu allen Bildern bildet sich ein »Farbbalken« im oberen
Drittel;
- das Bild ist durch Farbschlieren und andere Bildstörungen verzerrt;
- Farben werden stark verfäscht wiedergegeben;
- das Bild ist an keiner Stelle des Fotos noch scharf;
- es bilden sich »Geisterbilder« und Dopplungen (»Pseudo-Schatten«,
gut zu erkennen beim letzten Bild des nachfolgenden Bilderblocks).
Alle Bilder wurden bei hellem Sonnenschein oder mit dem Licht des
eingebauten Blitzgeräts der D7Hi
aufgenommen; keines der Bilder wurde – abgesehen von der Skalierung – in irgendeiner Form nachbearbeitet
oder manipuliert.
Zu erkennen sind, zumindest mit einige Fantasie, eine Häuserfassade, eine
Balkonbrüstung, Blumenblüten sowie eine Verpackung.
Die obigen Thumnails sind mit den unbearbeiteten Aufnahmen im Vollformat
verlinkt und können durch Anklicken heruntergeladen werden (ca. drei bis
vier Megabyte pro Bild).
Reparaturverlauf
Nachdem ich die erforderlichen Unterlagen (Rechnungskopie,
Originalverpackung etc.) zusammengesucht hatte, sandte ich die Kamera per
Postpaket an Runtime; Pakete sind bei der Post lediglich mit 500 Euro
versichert, das entspricht weniger als der Hälfte des Kaufpreises (1.099
Euro im Juni 2003 bei
Foto Meyer), aber eine Erhöhung der Versicherungssumme wäre
unverhältnismäßig teuer geworden.
Eine Rückmeldung über den Erhalt der Kamera bekam ich von Runtime
nicht, dafür lieferte UPS gut zwei Wochen ein sauber verpacktes Päckchen mit
der reparierten Kamera. Die beiliegende Reparatur-Benachrichtigung wies
folgenden Posten aus:
Folgende Arbeiten wurden durchgeführt:
CCD: Austausch
Nach dem Laden eines Akkusatzes probierte ich die Kamera aus, die beim
Einschalten ungewohnte Geräusche machte: Runtime hatte sämtliche
Einstellungen auf Fabrikeinstellungen zurückgesetzt, und die Kamera
schepperte und quietschte nun wieder. Ich hatte vollkommen vergessen, was
für ein Krachmonster die D7Hi sein kann... Dafür funktionierte nun aber
wieder alles einwandfrei.
Das ganze war für mich – abgesehen von Postversand, Verpackung und Zeitaufwand –
kostenfrei. Zu kritisieren gibt es nichts, weder an Art noch Dauer der
Reparatur: Alles verlief genau so, wie man es als Kunde erwartet. Und das
ist angesichts der sonst allzu häufig anzutreffenden Service-Wüste
Deutschland leider überhaupt keine Selbstverständlichkeit mehr.
Daher: Ein großes Dankeschön an Konica Minolta für diese
wunderbare Kamera und an Runtime für den sehr anständigen Service!
Bei Sony kann man immerhin positiv honorieren, dass sie wenigstens
für den Serienfehler in ihrem CCD geradestehen und sich nicht hinter
Winkeladvokatereien wegen des Herstellerwechsels verstecken. Angebracht
gewesen wäre hier allerdings wohl eher eine Rückrufaktion, die verhindern
würde, dass eine betroffene Kamera mit Sony-CCD beispielsweise mitten im
Urlaub verreckt. Akzeptabel ist es so jedoch auch. Ob mir dieser
Seriendefekt allerdings besonders Lust auf eine zukünftige Sony-Alpha-Kamera
macht, steht auf einem anderen Blatt...
Siehe auch
Anmerkungen
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