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Erfahrungsbericht zur Konica Minolta Dynax 7 Digital
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, März 2005 ff.
Equipment :
Kameras : Digital
: Minolta : Dynax 7 Digital :
Übersicht
20-Mar-2005/07-Feb-06
(Changelog)
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In diesem Bericht fasse ich meine bisherigen Erfahrungen mit der
Konica Minolta Dynax 7 Digital (kurz: D7D) zusammen.
Folgende einführende Informationen zu dieser Kamera sind verfügbar:
Vorgeschichte
Die Konica Minolta Dynax 7 Digital ist meine erste
digitale Spiegelreflexkamera von Konica Minolta; daneben besitze
ich alle drei »semiprofessionellen« Analog-SLRs von Minolta –
Minolta 9000,
die Dynax 9xi
und die Dynax 9
– und weiß daher recht gut, was die Minolta-Ingenieure bauen können,
wenn man sie nur lässt:
Ich fotografiere seit ziemlich genau
zwei Jahrzehnten mit Minolta-Equipment und kenne die wechselhafte
Unternehmensgeschichte recht gut.
Neben den »ernsthaften« Spiegelreflexkameras besitze ich auch noch
eine Dimage 7Hi von Minolta und
konnte auch schon einige Erfahrungen mit kompakten Digitalkameras wie der
Hitachi MP-EG1 (2000 ff.),
der Canon Digital IXUS
(2001 ff.) und der Nikon
Coolpix E-995 (2001 ff.) sammeln.
Als Konica Minolta die D7D am 12. Februar 2004 auf der PMA in
Las Vegas erstmals offiziell vorstellte, war ich ziemlich sicher, diese
Kamera nicht haben zu wollen. Nachdem Minolta nahezu ein
Jahrzehnt hatte verstreichen lassen, bis sie einen Nachfolger zur
RD-175 (1995) vorstellten, hatte auch ich keine Eile; entnervt durch
die Unzulänglichkeiten der Dimage 7Hi
schwebte mir als digitaler Nachfolger eher eine Dynax 9 Digital
vor, also eine massiv schnelle und robuste Kamera; die D7D basiert
dagegen auf dem Gehäuse
der analogen Spiegelreflexkamera
Minolta Dynax 7, also einer Mittelklasse-Kamera mit viel unnützem
und empfindlichen elektronischem Spielkram sowie noch mehr Plastik im
Gehäuse.
Anfang November 2004 ergab sich eine Möglichkeit, kurz vor der
Markteinführung der D7D an einem halbtägigen Produktpräsentations- und
-schulungstermin der Konica Minolta System Academy in Berlin
teilzunehmen. In den recht aufschlußreichen und angenehm moderierten
Stunden konnte ich ein Vorserienmodell mit meinen Minolta-Objektiven und
eigenen Speicherkarten ausprobieren. Unter diesen ersten
Praxisbedingungen lernte ich die Kamera, wenn auch noch recht kritisch,
schätzen. Vor allem drei Merkmale gefielen mir von Anfang an:
- Die D7D war kompatibel. Die Kamera zeigte keine Probleme
mit meinen Altobjektiven von Minolta, selbst die Anti-Shake-Funktion
funktionierte einfach, mit allen Objektiven. Selbst
das hundsmiserable Fremdobjektiv Sigma Aspherical 1:3,5-4,5/18-35
mm, das ich ja mittlerweile zu hassen gelernt habe, schien
klaglos zu arbeiten, ohne die Kameraelektronik zum Absturz zu
bringen oder den Verschlußmechanismus zu blockieren.
- Die D7D war Available-Light-tauglich. Bei schummerigem
Raumlicht funktionierten sowohl Autofokus als auch Anti-Shake-System
zufriedenstellend. Mit ISO 3200 waren recht scharfe und
vergleichsweise rauscharme Bilder mit 200-mm-Telebrennweite aus der
Hand bei Belichtungszeiten von 1/60 und 1/30 Sekunde möglich.
Eindrucksvoll.
- Die D7D war schnell. Sowohl Bildfolgezeiten als auch
Autofokus waren zwar nicht berauschend, aber durchaus
zufriedenstellend; der AF kommt nicht ganz an die Geschwindigkeit
und Sicherheit meiner Dynax 9 heran, aber immerhin in deren
Nähe; vor allem jedoch ist der TTL-Phasendetektions-AF kaum
vergleichbar mit dem mülligen Video-AF der Dimage 7Hi, der
bei Restlicht oder rasch bewegten Objekten allenfalls Zufallstreffer
zulässt.
Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Die D7D bildet
einen historischen Meilenstein in der Geschichte der Fotografie!
- Durch das
Anti-Shake-System der D7D werden Bilder möglich, die nie
zuvor fotografiert werden konnten.
Durch den effektiven Gewinn von zwei bis drei Blendenstufen durch
das Anti-Shake-System können bei Restlicht mit ISO 3200
scharfe Bilder aus der Hand in Situationen fotografiert
werden, in denen man früher ein Stativ oder ein Nachtsichtgerät
benötigt hätte; es gibt kein fotografisches Aufnahmematerial
jenseits von ISO 6400, und man kann auch mit keinem Film diese
Grenze durch eine extreme Push-Entwicklung mit brauchbaren
Ergebnissen überschreiten.
Das System von Konica Minolta ist auch nicht mit älteren
Bildstabilsierungssystemen anderer Anbieter vergleichbar, da es eben
nicht an eine bestimmte Objektivkonstruktion gekoppelt ist. Canon
und Nikon bieten zwar Telebrennweiten mit Bildstabilisierung, es
gibt jedoch kein anderes System, das eine Bildstabilisierung bei
Brennweiten-/ Blendenkombinationen wie 1:1,4/35 mm oder 1:1,4/85 mm
ermöglicht.
Konica Minoltas Anti-Shake-System bildet damit einen ebenso
dramatischen Meilenstein in der
Geschichte der Fotografie wie die Etablierung des Autfokus
mit der
Minolta 7000 im Jahr 1985!
Weniger überzeugend waren bei meiner ersten Begenung mit der D7D die Bildfolgezeiten – die D7D fotografierte
eine Bildserie und war anderthalb Minuten durch den Speichervorgang
blockiert – und der Handgriff, der sich allzu sehr nach klappriger
Plastik anfühlte. Beides waren allerdings nach Aussage des Moderators
Vorserienerscheinungen, die in den vermarkteten Produkten nicht mehr
auftreten sollten.
Alles in allem eine angenehme Erstbegegnung mit der D7D, die
allerdings kein akutes Kaufinteresse bewirkte; ich verließ das Maritim-Hotel
voller Zufriedenheit mit meiner geliebten
Dynax 9 und
weiterhin auf der Suche nach einem Ersatz für die
Dimage 7Hi; ich rechnete damit,
mir in Kürze eine
Dimage A2 zuzulegen. Zumindest einen Erfolg hatte dieser Abend
allerdings: Ich schloß nicht mehr aus,
mir irgendwann einmal eine D7D zu kaufen... und wenig später fiel dann
die Kaufentscheidung.
Inhaltsübersicht
Siehe auch
Weitere Erfahrungsberichte zu Kameras von Minolta:
• Digitale Kompaktkameras:
• Analoge Spiegelreflexkameras:
Vergleiche von Kameramodellen:
Anmerkungen
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