|
| |
Energieversorgung der Konica Minolta Dynax 7 Digital
Erfahrungsbericht zur Konica Minolta Dynax 7
Digital
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, März 2005 ff.
Equipment :
Kameras : Digital
: Minolta : D7D : Energie :
Übersicht
22-Mar-2005/07-Feb-06
(Changelog)
Übersicht
|
Schnellnavigation (Themen - alphabetisch): |
An der Energieversorgung der Konica
Minolta Dynax 7 Digital ist kaum etwas auszusetzen: Der mitgelieferte
Lithium-Ionen-Akku NP-400 liefert 1.500 mAh bei 7,4 V und reicht
laut technischer Spezifikation für rund 600 Aufnahmen. Nach meinen
bisherigen Erfahrungen ist dieser Wert absolut realistisch. In
Verbindung mit dem Funktionshandgriff VC-7D erhält man weitere
Energieversorgungsoptionen und kann auch gleich zwei NP-400 im
erweiterten Kameragehäuse unterbringen; Sorgen um die Energieversorgung
der Kamera muß man sich dann nicht mehr machen.
 |
Abbildung: Der
Lithium-Ionen-Akku NP-400 liefert 1.500 mAh bei 7,4 V und ist im
Lieferumfang der
Dynax 7 Digital mitsamt einem passenden
Ladegerät enthalten. Mit dem proprietären Akkublock kann man etwa
600 Bilder aufnehmen, das ist mehr als eine 512-MB-Karte in höchster
Auflösung. |
Energieversorgungsoptionen
Grundsätzlich lässt sich die D7D selbst nur mit einem proprietären
Lithium-Iionen-Akku vom Typ NP-400 (1.500 mAh; 7,2 V) betreiben.
In Verbindung mit dem Funktionshandgriff VC-7D erhält man weitere
Energieversorgungsoptionen:
- 2 x Lithium-Ionen-Akku NP-400 (1.500 mAh; 7,2 V)
- 6 x Alkali-Batterie Typ AA (1,5 V)
- 6 x Lithium-Batterie Typ AA (1,5 V)
- 6 x NiMH-Akku Typ AA (1,2 V)
Die dritte Möglichkeit der Energieversorgung bietet der Netzadapter AC-11;
damit kann die D7D stationär ans Stromnetz angeschlossen werden und kann bis
zum nächsten Stromausfall betrieben werden – sie verliert dann
allerdings auch ihre Mobilität.
Lithium-Ionen-Akku NP-400
In der Praxis kommt man mit einem frisch geladenen NP-400-Akku problemlos über eine
typische mehrstündige Aufnahmesession; für längeres Arbeiten ohne
Möglichkeit zum Nachladen sollte man allerdings
einen zweiten Akku parat halten. Der Original-NP-400 wird im Internet zu
Preisen zwischen 20 und 100 Euro gehandelt, von Fremdanbietern gibt es
Nachbauten für 10 bis 20 Euro.
Einen solchen Nachbau bietet Hähnel mit dem HL-400 an; er leistet
laut Spezifikation 1.500 mAh bei 7,2 V und kann auch in der Dimage A1
und A2 eingesetzt werden. Er arbeitet auch problemlos im Funktionshandgriff VC-7D,
dessen Kapazität sich mit zwei Akkublöcken natürlich verdoppelt.
Funktionshandgriff VC-7D
Den Funktionshandgriff halte ich für unverzichtbares Zubehör; er
ermöglicht zum einen eine erheblich flexiblere Energieversorgung, da er
entweder bis zu zwei NP-400-Akkus oder sechs handelsübliche Mignon-Akkus
aufnimmt; zum anderen wird die Kamera – zumindest normalerweise – griffiger, kann besser gehalten werden
und Hochformataufnahmen werden unvergleichlich komfortabler: Der Handgriff
bietet für Hochformataufnahmen einen vollständigen Satz von Steuerelementen
(AF Area, Slow Sync, AEL, AF/MF sowie zwei
Steuerräder).
Leider ist der Griff ergonomisch weitaus schlechter gelungen als seine
Äquivalente bei der
Minolta Dynax 9,
der Dynax 9xi
oder der
Minolta 9000 (damals noch ein Winder bzw. Motor Drive); im Hochformat
kann ich den VC-7D perfekt halten, im Querformat ist der Griff mehr als
einen Zentimeter zu kurz, der kleine Finger findet keinen Halt und kann die
Kamera nicht stabilisieren; während die effektive Grifffläche im Hochformat
knapp 12 cm beträgt, stehen der Hand im Querformat nur gut 10 cm zur
Verfügung – angenehm ist das nur für Leute mit sehr kleinen Händen
oder mit amputierten Fingern.
In der Praxis führt diese Fehlkonstruktion dazu, dass die Hand die Kamera
nicht entspannt halten kann und sich bereits nach wenigen Minuten
verkrampft; der Kameraarm verspannt sich dann ebenfalls sehr rasch, und man
kann die D7D im Querformat einfach nicht so sicher halten wie beispielsweise
die
Dynax 9, die
wie angegossen in der Hand liegt.

Mir ist vollkommen rätselhaft, was sich Konica Minolta bei dieser
Fehlkonstruktion gedacht hat; die Handgriffe für die
Kleinbildkameras von
Minolta beweisen ja, dass es keine konstruktiven Zwänge zur Verkürzung
der Grifffläche gibt.
Und es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt am Funktionshandgriff VC-7D,
der allerdings nicht die Funktionalität, sondern den Lieferumfang betrifft:
Der Griff wird ohne Handschlaufe ausgeliefert; diese wird als
»Sonderzubehör« unter der Bezeichnung Holding Strap HS-1 separat
verkauft. Das ist in mehrfacher Hinsicht ärgerlich; zum einen ist bei einem
Artikel von immerhin rund 200 Euro das Herumgegeize mit einem Pfennigartikel
nicht nachvollziehbar, zum anderen führt natürlich kein Händler solche
Artikel im Sortiment. Das alles ist äußerst lästig und hochgradig unnötig,
zumal – auch auf die Gefahr mich zu wiederholen – natürlich bei den
Vorgängermodellen die Handschlaufe mit dem Handgriff mitgeliefert wurde.
Konica Minolta scheint sich in äußerst häßlicher Weise an die
kundenfeindlichen Gepflogenheiten der Marktführer Canon und Nikon
anzupassen, die jede Kleinigkeit (wie beispielsweise Sonnenblenden für
Objkeitve) als »Sonderzubehör« verkaufen. In den vergangenen Jahrzehnten
zeichnete sich Minolta eben dadurch aus, diesen Unsinn nicht
mitzumachen. Die Zeiten, als Minolta noch eine selbstbewusste
Alternative zur Arroganz der Marktführer Canon und Nikon bot,
scheinen nun leider vorbei zu sein. Der einzge verbleibende Unterschied
scheint nunmehr darin zu bestehen, dass die Produkte der beiden Marktführer
marktgängig sind, also leicht beschafft werden können. Das Sortiment
von Konica Minolta hat dagegen kein Händler komplett vorrätig, teiweilse
wurde es ja bereits komplett aus dem Sortiment genommen (so beispielsweise
im Pro Markt), und ausleihen konnte man Minolta-Equipment ja sowieso
noch nie vernünftig.
Zurück zu den erfreulichen Eigenschaften des VC-7D: Mit zwei frischen
NP-400-Akkus braucht man sich tagelang nicht mehr um die Energieversorgung
kümmern oder nach einer Steckdose suchen. Das ist ein riesiger Fortschritt
gegenüber der Minolta Dimage
7i und Dimage 7Hi,
für die man zumindest einen frischen Akkusatz pro Tag einplanen musste.
Gerade beim Gepäckwandern wurde das zu einem ziemlich drastischen
logistischen Problem: Entweder man suchte seine Wanderroute entlang von
Steckdosen aus, oder schleppte sich halbtot mit etlichen Ersatzakkusätzen,
oder verzeichtete eben auf die Kamera. Nach meinen bisherigen Erfahrungen
kommt man dagegen mit zwei frisch geladenen NP-400-Akkus mindestens drei bis
vier Tage ohne Steckdose aus; wenn man etwas energiesparend fotografiert,
kann man diesen Zeitraum bestimmt auf eine Woche strecken.
Ein Satz aus sechs handelsüblichen Mignon-Akkus ersetzt dabei nur
einen NP-400-Akku; mit einem Satz relativ neuer Varta Photo Accus
(Ni-MH, 2.300 mAh, 1,2 V) komme ich dagegen maximal auf einen Tag, bis die
Akkus vollkommen leergesaugt sind; die Ni-MH-Akkus entladen sich dabei auch
vergleichsweise schnell (leer nach zwei bis drei Wochen ohne Benutzung),
während die Li-Ion-Akkus vom Typ NP-400 wochenlang gelagert werden und nur
geringen Kapazitätsverlust aufweisen. Ich bin definitiv kein Freund von
proprietären Akkublöcken, aber der NP-400 ist so gut, dass ich Standardakkus
ausschließlich als »Backup« verwende.
Auch in der Gewichtsbilanz spricht nur noch wenig für Standard-Akkus: Ein
Ladegerät benötigt man in jedem Fall, ein Sechser-Satz Mignon-Akkus wiegt
etwa 195 Gramm, ein NP-400 dagegen nur rund 78 Gramm (Konica Minolta) bzw.
76 Gramm (Hähnel); beide zusammen wiegen also rund 155 Gramm und liefern gut
die doppelte Leistung wie ein Standard-Akkusatz mit 195 Gramm.
Berücksichtigt man nur das Gewicht, nimmt man also auf eine Wanderung eher
vier NP-400 mit als auch nur einen Ersatz-Satz Standard-Akkus.
Berücksichtigt man allerdings noch andere Faktoren (Kosten, eventueller
Ausfall des Akku-Ladegeräts BC-400) kann es jedoch dennoch sinnvoll sein,
Mignon-Akkus mitsamt Ladegerät bei sich zu führen. Dabei sollte man aber
auch bedenken, dass die kompakten Reiseladegeräte i.d.R. nur vier Akkus
gleichzeitig laden und man die klobigen Sechser-Ladegeräte wie das
Ansmann Energy 8 auf Reisen wohl eher nicht mit sich führen will,
mal also für einen Ladezyklus zumindest einmal die Akkus wechseln muss. Das
kann recht problematisch werden beispielsweise in Tauchbasen, wo der
(Generator-) Strom nachts abgeschaltet wird. In solchen Fällen braucht man
Ladegerät und Akkus, die wirklich schnelladefähig sind, oder eben ein
Sechser-Ladegerät – oder man setzt eben doch auf NP-400 mit BC-400
pur.
Akku-Ladegerät BC-400
Das Akku-Ladegerät BC-400 wird mit der
Konica Minolta Dynax 7 Digital ausgeliefert; es dient dem Aufladen des
ebenfalls mit der Kamera mitgelieferten Lithium-Ionen-Akkus NP-400 bzw.
kompatibler Nachbauten.
Das Ladegerät ist kompakt und funktional; es zeigt den Ladevorgang mit
einer roten LED an, die erlischt, wenn der Akku geladen ist. Eine
zweistufige Zustandsanzeige, beispielsweise »rot« für einen Ladevorgang und
»grün« für einen geladenen Akku wäre nett, ist aber nicht notwendig.
Ob das Ladegerät über irgendwelche »Pflegefunktionen« für die Akkus
verfügt, ist nicht bekannt; ich würde aber nicht damit rechnen, da die
proprietären Ladegeräte anderer Hersteller solche Funktionen i.d.R.
ebenfalls nicht besitzen. Man muss also damit rechnen, dass die Akkus nach
einigen hundert Ladevorgängen ausgetauscht werden müssen; so etwas hatte ich
ja bereits bei der Canon
Digital IXUS kennengelert, deren proprietärer Akku nach etwa zwei Jahren
gerade noch für zwei bis drei Bilder reichten. Allerdings gibt es auch
Akkublöcke, die ewig zu halten scheinen, so der der
Nikon Coolpix E-995, der
nach rund vier Jahren noch immer genügend Leistung für hunderte Bilder
liefert. Wie pfleglich das BC-400 mit den Akkus umgeht, wird sich in einigen
Jahren gezeigt haben. Jedenfalls bin ich froh, mit dem VC-7D über eine
Möglichkeit zu verfügen, Standard-Akkus einzusetzen, falls NP-400-kompatible
Akkus einmal nicht mehr zu bekommen sein oder nur noch überteuert angeboten
werden sollten.

Das einzige, was mir am BC-400 nicht gefällt, sind die ungeschützten
Ladekontakte: Da Minolta keine Abdeckung oder Tasche mitliefert, wird man
das Ladegerät unterwegs mehr oder minder herumfliegend mit sich führen; ob
die kleinen Metallkontakte dann irgendwann korrodieren, verbiegen oder gar
abbrechen wird auch die Zeit erweisen.
Netzadapter AC-11
Mit dem Netzadapter AC-11 kann eine Konica
Minolta Dynax 7 Digital mit Steckdosen- oder Generatorstrom betrieben
werden; normalerweise wird man dieses Zusatzgerät nie benötigen, es sei
denn, man arbeitet sehr intensiv im Studio und stört sich nicht an der
zusätzlichen Kabelage.

Siehe auch
Anmerkungen
| |
Monitoring: |
| Benachrichtigen bei
Änderungen: |
|
|
|
|

Kefk
Network: |
Subsites zur Fotografie:
Ausbildung,
Blitz,
Dia,
Digital Imaging,
Dunkelkammer,
Events,
Film,
Filter,
Fotografen,
Galerie,
Geschichte,
Glossar,
Händler,
Kameras,
Kleinanzeigen,
Licht,
Literatur,
Meinung,
Modelle,
Objektive,
Organisationen,
Praxis,
Recht,
Stative,
Systeme,
Taschen,
Technik,
Theorie,
Wirtschaft,
Wiki,
Zubehör. |
Thematisch verwandte Subsites:
Film,
Hardware,
Medium,
Outdoor,
Shopping,
Webtravel. |
 |
|
|