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Belichtungsmessung der Konica Minolta Dynax 7 Digital
Erfahrungsbericht zur Konica Minolta Dynax 7
Digital
Von Agon
S. Buchholz für Kefk
Network Fotografie, März 2005.
Equipment :
Kameras : Digital
: Minolta : D7D : Bildfolgen :
Übersicht
22-Mar-2005/07-Feb-06
(Changelog)
Übersicht
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Belichtungsmeßmethoden
Die Konica Minolta Dynax 7 Digital
verfügt grundsätzlich über drei Meßmethoden:
- Eine 14-Segment-Wabenfeld-Messung,
- eine
mittenbetonte Integralmessung und
- eine so genannte Spot-Messung (bzw. eher Selektivmessung).
14-Segment-Wabenfeld-Messung
Die Mehrsegment-Messung liefert in vielen Situationen brauchbare
Ergebnisse, in denen man typischerweise eher die Spot-Messung einsetzen
würde. Allerdings ist die Wabenmessung auch die am wenigsten
kalkulierbare Meßmethode: Die Kameraelektronik gewichtet die Belichtung
des Motivs aus eine Vielzahl von Parametern, deren Wirkung man kaum
abschätzen kann.
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Abbildung:
Erfolgreiche Belichtung mit der Mehrsegment-Messung der
Dynax 7D. |
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Abbildung:
Mißglückte Belichtung mit der Mehrsegment-Messung der
Dynax 7D: Weißer Hund im Schatten vor
hellem Hintergrund. Mit einer Spotmessung auf das Fell wäre die
Belichtung korrekter. |
Grundsätzlich gilt jedoch trotz zunehmender »Kameraintelligenz«, dass
manuelle Kontrolle noch immer die besseren Bildergebnisse liefert –
auch ohne Belichtungsreihen oder manuelle Belichtungskorrekturen: Die
Spotmessung hilft, zumindest wenn man in der Lage ist, das farbig
gesehene Bild in Graustufen zu untergliedern und ein Bildbestandteil zu
finden, das schätzungsweise 18% Reflexionsvermögen (»Neutralgrau«)
aufweist.
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Abbildung:
Mißglückte Belichtung mit der Mehrsegment-Messung der
Dynax 7D: Die Lichter fressen aus und
das Bild ist insgesamt zu hell. Die Mehrsegmentmessung der
Kamera berechnet eine Zeit-/ Blendenkombination von 1/125
Sekunde und Blende 3,5 (100 ASA, automatischer Weißabgleich). |
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Abbildung:
Besser gelungene Belichtung mit der Spot-Belichtungsmessung der
Dynax 7D auf die sonnenbestrahlten
Blätter: Die Belichtungsautomatik der Kamera berechnet eine
Zeit-/ Blendenkombination von 1/60 Sekunde und Blende 8 (100
ASA, automatischer Weißabgleich). |
Spotbelichtungsmessung
Zum exakten Bildwinkel der angeblichen Spotmessung, die jedoch
faktisch eine Selektivmessung ist, liefert
Konica Minolta leider keine Angaben, jedenfalls umfasst das Meßfeld das
gesamte große AF-Meßfeld, das im Sucher durch einen großen Kreis markiert
ist; eine echte Spot-Belichtungsmessung würde nur einen Bildwinkel von ein
bis zwei Grad abdecken, das entsprechende Meßfeld hätte dann also etwa die
Größe des zentralen Spot-AF-Meßfeldes. Zum Vergleich: Die Spotmessung der
Minolta Dynax 9
erfasst etwa 2,7 Prozent der Bildfläche, die Meßnote im Sucher hat einen
Durchmesser von 5,5 mm.
Bei einer Spotbelichtungsmessung ist der effektive Meßwinkel natürlich
abhängig von der eingesetzten Objektivbrennweite; bei einem
20-mm-Weitwinkelobjektiv beträgt der Meßwinkel beispielsweise 16°, bei 300
mm Brennweite dagegen nur 1,1°. Zur Simulation einer präziseren
Spotbelichtungsmessung kann man daher – wenn man ein Zoomobjektiv
einsetzt – zur größten Brennweite zoomen, eine möglichst präzise
Detailmessung durchführen, den Meßwert mit der AEL-Taste zwischenspeichern
und dann wieder zum gewünschten Bildausschnitt zurückzoomen. Das klingt
etwas umständlich, funktioniert in der Praxis jedoch ausgezeichnet,
insbesondere bei Brennweitenbereichen wie
70-210 mm
oder 80-200
mm.
Für die Belichtungsmessung von Digitalfotos gelten übrigens andere Regeln
als für die Fotografie auf Kleinbildfilm: Für Diafilm (Positivfilm)
gilt die Regel, auf die hellste bildwichtige Stelle zu belichten, um
ausgefressene Flächen zu vermeiden; für Farbnegativfilm gilt die
umgekehrte Regel.
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Abbildung:
Spot-Belichtungsmessung auf das weiße Fell des Hundes im
Gegenlicht, trotz aller Technik die einzige Möglichkeit, in
einer solchen Situation ohne Aufhellblitz zu einem Bild zu
kommen. Ohne zusätzliche Belichtungskorrektur macht die
Belichtungsmessung jedoch aus einem weißen Fell ein graues, da
sie von einer durchschnittlichen Motivhelligkeit von 18%
Reflexionsvermögen (»Neutralgrau«) ausgeht. |
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Abbildung:
Die Alternative zu manueller Belichtungskorrektur: Verwendung
des internen Blitzgeräts als Aufheller. Spot-Belichtungsmessung
auf das weiße Fell, keine Blitzbelichtungskorrektur. Am
Ausschnitt ist zu erkennen, dass das Fell wieder Zeichnung
erhält, die auch durch eine manuelle Belichtungskorrektur der
Spot-Belichtungsmessung nicht möglich wäre. |
Integralmessung
Die mittenbetonte Integralmessung ermöglicht kalkulierbare
Meßergebnisse und liefert in unproblematischen Lichtsituationen
anständige Ergebnisse. Ich verwendet diese Meßmethode jedoch so gut wie
nie: Zum einen bietet die Selektivmessung der D7D allemal präzisere
Ergebnisse, zum anderen funktioniert die Mehrsegment-Messung
mittlerweile so gut, dass ich i.d.R. mit den Ergebnissen zufrieden bin,
wenn ich auch nicht wirklich nachvollziehen kann, was die
Kameralektronik da zusammengerechnet hat.
Die Integralmessung ist m.E. ein Nice-to-have-Feature um die
Ausstattung der D7D zu komplettieren, das ich faktisch jedoch nicht
benötige.
ISO-Empfindlichkeit
Weissabgleich
Siehe auch
Anmerkungen
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