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Distribution des digitalen Films

Zukunft : Digitaler Film : Distribution : Übersicht
07-Mar-2005/09-Jan-07


Übersicht

Die digitale Distribution von Spielfilmen konnte sich bisher im Kinobereich nicht durchsetzen. Es existieren nur sehr wenige Kinos, die mit digitalen Distributionssystemen ausgestattet sind; i.d.R. handelt es sich um Pilotinstallationen oder Hybridsysteme, deren digitale Komponenten vor allem von der Werbewirtschaft für digitale Werbung genutzt werden.

Zahlreiche Hemmnisse stehen bisher einer Verbreitung entgegen:

  • Filmtheater müssten hohe Investitionen in möglicherweise noch nicht marktreife Produkte tätigen (Größenordnung: weltweit 30 Mrd. Euro; Christmann/Richter 2004: 291), die sich betriebswrtschaftlich nur über einen längeren Zeitraum amortisieren würden (Größenordnung: järhliche Einsparungen von 5 bis 6 Mrd. Euro; op. cit).
  • Notwendige Technologien sind noch nicht ausgereift oder noch sehr kostspielig und erst in geringem Grade standardisiert.

Vorteile bietet die digitale Distribution allenfalls für die Werbewirtschaft und die großen Filmverleihe, nicht jedoch für die Filmtheaterbetreiber oder deren Besucher. Die digitale Distribution des Endprodukts Film kann dagegen im Heimkinobereich etwa seit der Jahrtausendwende mit der Durchsetzung des Datenträgers DVD als etabliert gelten; alternative Vertriebswege, beispielsweise über das Internet (Streaming Video) oder das Fernsehen (Video-on-demand), sind bisher kommerziell noch kaum erschlossen, und auch die Akzeptanz der Kunden ist noch eher gering. Partiell durchgesetzt ist die digitale Distribution im Bereich des Fernsehens in Deutschland (DVB), Satelliten und Kabelnetze arbeiten derzeit jedoch noch weiterhin überwiegend analog.

Jenseits der legalen Vertriebswege kann die digitale Distribution von digitalisierten Filmen bis zu HDTV-Qualität ü-ber so genannte Tauschbörsen und vergleichbare Vertriebskanäle ebenfalls als temporär etabliert angesehen werden.

Im Bereich des Filmtons ist die Digitalisierung vollständig etabliert, der Ton befindet sich dabei auf dem analogen Filmstreifen (analoge Lichttonspur bei Dolby-SR, digital bei Dolby Digital und SDDS) oder wird separat auf einem Offline-Datenträger ausgeliefert (CD- bzw. DVD-ROM bei dts).

Digitale Distributionsoptionen

Für die Distribution digitaler Filmdaten werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert.

Wechselmedien

In diesem Fall Festplatten, da ein Film mit 90 min. Länge und eine HD-Auflösung ca. 50 GB Datenvolumen verursacht. Der Einsatz von DVD Medien wird auf Grund der benötigten Datenmenge nicht in Betracht gezogen. Diese Art der Verteilung würde die Übertragung von Liveveranstaltungen verhindern und ein aufwendiger Kopier- und Verteilprozess würde immer noch anfallen. Auch in Bezug auf Kopierschutzmaßnahmen erscheint eine solche Lösung relativ problematisch.

Datenleitung

Im Vergleich zu den Wechselträgern entfällt der Kopierprozess allerdings müsste jedes Kino über eine Datenleitung mit einer Verteilstation verbunden werden. Dieses Verfahren wäre relativ sicher gegen Abhören der Daten durch Dritte, allerdings sehr aufwendig.

Satellitenverbindung

Durch eine flächendeckende Ausstrahlung der Information entfällt der Kopierprozess und die Anbindung der Kinos durch Standleitungen. Falls notwendig würde als Rückkanal für Ausstrahlungsinformationen, Anzahl der Ausstrahlungen lediglich eine Telefonleitung anfallen. Es besteht das Risiko, dass die Datenübertragung von nicht berechtigten Dritten abgehört und entschlüsselt wird.

Anmerkungen

Forum: Geschichte des Films Allgemein (Anmerkungen in diesem Forum: 1)

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