Das Kefk Network Film ist die Subsite des
Kefk Network zum Themenkomplex
Film - Cinema - Movies, also zu allen Aspekten des
reproduzierbaren Bewegtbildes von der
Geschichte über
Technik bis hin zu einzelnen
Filmen und
Serien. Das thematische Spektrum
ist dabei bewusst breit angelegt und beschränkt sich explizit nicht auf
Mainstream-Spielfilme, die für das Kino produziert wurden; ein
vergleichbares Konzept verfolgte übrigens bereits unsere
kinematografische Datenbank
CineDat vor nunmehr
fast einem Jahrzehnt.
Das Kefk Network Film ist als Langzeit-Projekt ausgelegt; die
Anfänge gehen zurück auf Arbeiten aus den frühen 1990er Jahren, Mitte
der 90er Jahre wurden erste Teile im Web veröffentlicht, dann
schlummerte die Weiterentwicklung für längere Zeit. 2001 erhielt die
Subsite ein neues Design und im Verlauf des Jahres 2005 werden die
maßgeblichen Aspekte der Filmkunst systematisch aufgearbeitet werden.
Eine inhaltliche Ergänzung zum Kefk Network Film im Bereich
des reproduzierbaren Standbildes bildet die Subsite
Kefk Network
Fotografie.
Die kinematografische Datenbank
CineDat umfasste
über 40.000 vollständige Datensätze zu Dokumentar-, Kurz- und Spielfilmen
aus dem letzten Jahrhundert und verfügte nicht zuletzt über ein aufwändig
normalisiertes relationales Datenmodell; aufgrund einer aussichtslosen Konkurrenz zu dem
Microsoft-Produkt Cinemania wurde die Entwicklung schließlich
eingestellt, daher existiert auch keine Web-Schnittstelle zu CineDat; Teile
der Datenbasis flossen jedoch in die Internet-Filmdatenbank IMDb ein.
Neben unzureichenden ökonomischen Verwertungsaussichten gab es auch noch
einen technischen Grund für die Einstellung von CineDat: Borland verkaufte
die Datenbank Paradox an den Grafikspezialisten Corel, dem leider das
notwendige Datenbank-Knowhow fehlte; Paradox verschwand faktisch in der
Bedeutungslosigkeit. Hätte es damals bereits freie Datenbankserver im Stile
von MySQL oder PostgreSQL gegeben, hätte sich eine Migration auf diese
Plattformen angeboten, so hätten praktisch nur Produkte wie Microsoft
Access (nicht leistungsfähig genug) oder Microsoft SQL Server (zu
teuer) zur Wahl gestanden. Keine angenehmen Aussichten...
Microsoft stellte das Produkt Cinemania schließlich auch ein,
vermutlich aufgrund unzureichender kommerzieller Verwertungsmöglichkeiten,
und das Internet-Projekt IMDb wurde von Amazon übernommen. Inhalte,
die von Internet-Benutzern eingegeben wurden gelangten so unter eine
nicht-freie Lizenz, obwohl IMDb-Mitbegründer Col Needham damals noch
versichert hatte, die Daten würden frei bleiben – wie dem auch sei,
sie sind es jedenfalls nicht mehr.
Ein Projekt zur Rettung der Daten unter freie Lizenzen bildet die
Wikipedia; die weitere Entwicklung wird zeigen, wie viel film-relevantes
Material Platz hat in einer Wissensdatenbank mit universellem
enzyklopädischem Anspruch, aber ohne jegliche Spezialisierung im
Filmbereich. Möglicherweise wird es daher irgendwann sinnvoll, ein
offizielles Wikimedia-Spinoff wie Wikimovies einzurichten oder ein
unabhängiges Projekt zu starten. In jedem Fall ist das Wiki-Prinzip ein
interessanter Ansatz zur kooperativen Arbeit, dessen Eignung für recht gut
durchstrukturierte Daten wie Filmografien oder Besetzungslisten allerdings
noch geprüft werden muss.
Auf Grund von ungeplanten »Verwerfungen«
wurden unsere eigenen Pläne von Anfang 2004, das gesamte Kefk Network
auf MediaWiki
zu migrieren, im Herbst 2004 bis auf Weiteres leider unsanft gestoppt: Eine
Münchner
Abzock-Kanzlei versuchte in Form einer
Abmahnung,
elektronische Verweise in Form von Hyperlinks pauschal zu kriminalisieren.
Würde sich dieser Versuch auch vor einem ordentlichen Gericht durchsetzen,
würde dies das faktische Aus für praktisch alle kooperativen Websites
und Foren bedeuten, die dem deutschen Recht unterliegen.
Bis sich die Kanzlei Waldorf allerdings mit ihrer
schrägen Argumentation
vor Gericht traut, sind viele deutsche Web-Projekte aufgrund der extrem
weitreichenden Rechtsunsicherheit blockiert; auch wir mussten – wie auch hunderte anderer
deutscher Websites – eine
Unterlassungserklärung
abgeben, die uns die Berichterstattung über einen umfangreichen
Themenkomplex verbietet. Wikimedia-Projekte sind von diesen teutonischen
Obszönitäten allerdings nicht tangiert, da die Wikimedia-Foundation auf
Grund ihres Unternehmenssites in Florida für die germanischen Abzocker wohl zu
unbequem zu erreichen ist. Zur moralischen Seite der Abmahnung sei
vielleicht noch erwähnt, dass ausgerechnet die
Auftraggeber der Abmahnung kürzlich Inhalte der Wikipedia
gestohlen haben. Mehr Worte muss man über die Privatlogik dieser »Feinde
der Aufklärung« (Niklaus Hablützel, taz v. 15.11.2004) wohl nicht
verlieren.
An dieser Stelle befand sich bis zum 20. Juni 2005 ein offenes Forum, in dem jedermann Fragen und Kommentare posten konnte.
Das Forum wurde über einen Zeitraum von mehreren Monaten von kriminellen
Spammern attackiert, die in das Forum Werbedreck für Glücksspiele
hineinkoteten. Zum einen ist das Bewerben dieser Angebote in Deutschland
illegal und könnte für uns als Forumsbetreiber zu einer Abmahnung
führen; zum anderen hat dieser Werbekot nicht im Entferntesten mit dem
Thema dieser Subsite – Film & Kino – zu tun.
Für uns blieben
daher nur zwei Möglichkeiten: Alle Foren mit einer Zugangskontrolle und
Authentifizierung zu versehen, oder selektiv die besonders stark
attackierten Foren zu schließen;
da wir normalerweise keine Freunde von Kontrollmaßnahmen und
Registrierungszwang sind, haben wir
uns für letztere Variante entschieden. Wir werden die Aktivitäten der
kriminellen Spammer in den anderen Foren beobachten und uns bemühen,
unpassenden Werbedreck umgehend zu entfernen. Eventuelle
Unannehmlichkeiten, die durch Sperrung oder Schließung einzelner Foren
entstehen könnten, bitten wir daher schon vorab zu entschuldigen.
-asb & Admin Team