Als Filmtechnik bezeichnet man die technischen Verfahren, die zur
Herstellung eines Filmes verwendet werden.
Viele der im Film eingesetzten Techniken waren bereits im 17.
Jahrhundert bekannt; beispielsweise beschrieb Athanasius Kircher
(1602-1680) bereits 1671 das Prinzip der Laterna Magica, also ein Gerät
zur Projektion von Bildern; ebenfalls noch im 17. Jahrhundert
konstruierte Christiaan Huygens (1629-1695) die erste voll
funktionsfähige Gerät mit guter optischer Qualität. Anfang des 18.
Jahrhunderts waren die fotografischen Grundprinzipien der fotochemischen
Bildwandlung bekannt. Die unmittelbaren technischen Voraussetzungen für
den modernen Film entstanden allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts.
Das von Thomas Edison 1891 patentierte Kinetoskop besaß
bereits viele wichtige Eigenschaften der modernen Schmalfilmkamera. Als
offizieller Beginn der Filmgeschichte gilt indessen das Jahr 1895, in
dem die Brüder Lumière
in Paris den Cinématographe einem größeren Publikum vorführten.
In der Ära des Stummfilms gab es fortwährend Weiterentwicklungen
hinsichtlich der Aufnahme-, Schnitt- und Tricktechnik, doch die
entscheidende Zäsur stellte die Erfindung des Tonfilms 1926 dar.
Damit waren die technischen Grundlagen des modernen Kinofilmes
geschaffen.
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