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Technik des Film- und Kinotons

Von Agon S. Buchholz für Kefk Network Film, November 2005 ff.

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Erstellt/Bearbeitet: 11-Okt-2005/09-Jan-07
Systemzeit: Donnerstag, 21.08.2008, 19:25:05.

Home : Film : Technik : Ton


Übersicht

In der Technik des Film- und Kinotons werden einige grundlegende Tonverfahren zur Aufzeichnung der Tonsignale eingesetzt:

Neben dem Ein- und Zweikanalton (Mono bzw. Stereo) wurden ab den 1950er Jahren verschiedene Mehrkanaltonverfahren entwickelt, die zunächst fünf und später bis zu acht Kanäle bedienten. Der Mehrkanalton auf 70-mm-Film war ein Vorläufer des heutigen Surroundtons.

Verbreitete Surround-Konfigurationen sind beispielsweise:

  • 4 Kanäle: 2 Kanäle und 2 Hilfskanäle, z.B. bei Dolby Surround Pro Logic, Dolby Stereo, Dolby SR und dts Stereo;
  • 5 Kanäle: Links – Mitte – Oben (!)– Rechts – Hinten bei IMAX;
  • 6 Kanäle (5.1): 5 Kanäle und ein LFE-Kanal, meist konfiguriert als Links – Mitte – Rechts – Surround Links – Surround Rechts – LFE (= Low Frequency Effect; „Subwoofer“), z.B. bei Cinema Digital Sound (CDS), Dolby Digital, Digital Theater Sound (dts) und Sony Dynamic Digital Sound (SDDS) 5.1;
  • 7 Kanäle (6.1): 6 Kanäle und ein LFE-Kanal, typischerweise konfiguriert als Links – Mitte – Rechts – Hinten Links – Hinten Mitte – Hinten Rechts – LFE, z.B. bei Dolby Digital EX, dts-ES Discrete 6.1, dts-ES Matrix 6.1 und dts NEO:6 (?)
  • 8 Kanäle (7.1): 7 Kanäle und ein LFE-Kanal, konfiguriert als Links – Mitte Links – Mitte – Mitte Rechts – Rechts – Hinten Links – Hinten Rechts – LFE, z.B. bei SDDS 7.1.

Zur Verbesserung der Tonqualität wurde eine Vielzahl von Tonsystemen entwickelt. Zu den am weitesten verbreiteten analogen Tonsystemen gehören:

Die heute verbreiteten digitalen Kinotonsysteme sind:

  • Digital Theater Sound (dts) – ein Mehrkanal-Tonsystem der US-amerikanischen Firma Digital Theatre Systems, Inc. (DTS). Die Tondaten befinden sich je nach Filmlänge auf ein oder zwei CD-ROMs und sind komprimiert mit dem apt-X100-Verfahren.
  • Dolby Digital (DD, SR*D, AC-3, A/52) – ein Mehrkanal-Tonsystem der Dolby Labs., das sowohl im Kino auch auch auf Laserdiscs, DVDs und im Fernsehen eingesetzt wird. Die Tondaten werden zusätzlich zur Dolby Stereo SR -Lichtonspur zwischen den Löchern der Film-Perforation gespeichert und mittels einer speziellen CCD-Kamera ausgelesen. Zur Komprimierung wird das Kodierungsverfahren AC-3 verwendet, das in dem Standard ATSC A/52 spezifiziert ist. Es existieren Erweiterungen bzw. Weiterentwicklungen wie Dolby Digital EX und Dolby Digital Plus.
  • Sony Dynamic Digital Sound (SDDS) – ein Mehrkanal-Tonsystem des japanischen Elektronikkonzerns Sony, das für 5.1- und seit 2001 auch für 7.1-Ton spezifiziert ist. Die Tondaten werden bei SDDS in zwei optischen Spuren links und rechts außerhalb der Film-Perforation gespeichert und mittels speziellem Lesegerät mit 2 CCD-Kameras ausgelesen. Zur Komprimierung und Kodierung wird das proprietäre ATRAC-Verfahren (Adaptive Transform Acoustic Coding) eingesetzt.

Weitere Digitaltonsysteme wie Cinema Digital Sound (CDS) von Eastman Kodak und der Optical Radiation Corporation (1990) konnten sich am Markt nicht durchsetzen.

Netmarks

Filmvorfuehrer.de: Kategorie:Kinoton,
www.filmvorfuehrer.de/index.php/Kategorie:Kinoton.

Martin A. Blatter: Soundsysteme im Kino,
www.multicinema.de/soundsysteme.html.

Anmerkungen

Forum: Geschichte des Films Allgemein (Anmerkungen in diesem Forum: 1)

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