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High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP)
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Erstellt/bearbeitet: 25-Aug-2005/09-Jan-07
Systemzeit: Freitag, 22.08.2008, 06:55:10.
Home : Film : Technik : Kopierschutz : Verfahren : HDCP
Übersicht
High-bandwidth Digital Content Protection (HDCP) ist das
Verschlüsselungssystem, das für die Schnittstellen
DVI und
HDMI zur geschützten
Übertragung von Audio- und Video-Daten vorgesehen ist. HDCP soll in
Europa auch ein verbindlicher Standard für
HDTV werden, daher wird man auf heutigen PCs kein HDTV sehen können.
Abspielende Geräte, die mit dem »HD ready«-Logo
gekennzeichntet sind, können mittels HDCP das Aufnehmen und/oder
Kopieren von Filmen unterbinden; das Logo »HD ready« ist also
eher als Warnhinweis aufzufassen.
Mit HDCP soll das Abgreifen des Video- und Audiomaterials innerhalb der
Verbindung zwischen Sender und Empfänger verhindert werden. Fordert das
abspielende Gerät (Sender, z. B. SAT-Receiver oder DVD-Player) eine
HDCP-Verbindung, muss die wiedergebende Komponente (Empfänger, z. B.
TV-Gerät, Beamer) ebenfalls HDCP unterstützen, um das Video darstellen
zu können.
Im Unterschied zu den bisherigen Kopierschutztechniken können Geräte,
von denen die zuständigen Gremien annehmen, dass sie »korrumpiert«
wurden, still gelegt werden, indem die Schlüssel der entsprechenden
HDCP-Chips gesperrt werden. Das HDCP-System ließe sich eventuell durch
MOD-Chips knacken; ob sich jedoch jemals MOD-Chips oder Geräte mit
MOD-Chips kaufen lassen werden, ist fraglich, da beispieleise der
Hersteller Lik-Sang von den Firmen Sony, Nintendo und Microsoft im
September 2002 verklagt wurde. Lik-Sang hatte so genannte MOD-Chips
vertrieben, mit denen man diverse Kopierschutzmechanismen der
Spielkonsolen dieser Hersteller aushebeln konnte.
Technik
Zum Aufbau einer verschlüsselten Verbindung tauschen beide Komponenten
am Anfang der Verbindung ihre IDs aus und verständigen sich auf einen
Einmalschlüssel. Fortan verläuft die restliche Verbindung per
AES-Verschlüsselung.
Der eigentliche Kopierschutz kommt erst daher zustande, dass die
Chiphersteller den Verkauf der passenden Decoderchips (für dem
Empfänger) kontrollieren und nur an vertrauenswürdige Partner veräußern
(siehe security through obscurity). Als Anforderung für
vertrauenswürdige Decoder-Kunden gilt z. B., dass die hergestellten
Abspielgeräte keine Punkte (auch innerhalb des Gerätes) zum Abgriff des
unverschlüsselten Signals bieten dürfen. Ausserdem sollen die
Abspielgeräte in Zukunft über Widerrufslisten (engl. Revocation List)
verfügen, mit denen unzulässige Decoder-IDs abgelehnt werden sollen.
Für die HD-DVD ist derzeit eine zentrale Zulassungsstelle für
HD-DVD-Medien im Gespräch, um zu garantieren, dass auf verkauften
HD-DVDs immer die aktuelle Widerrufsliste gespeichert ist, die das
Abspielgerät auslesen und an den HDCP-Encoder übergeben kann.
So soll verhindert werden, dass "missbräuchlich" in Umlauf gebrachte
Decoder-Chips, deren IDs zurückverfolgt werden konnten, die Daten auch
zukünftig abgespielt werden. Mittlerweile hat die Firma Spatz bereits
zwei Decoder-Boxen in den Verkauf gebracht, die HDCP-verschlüsselte
DVI-Signale in unverschlüsselte DVI-Signale oder in VGA wandeln (siehe [1]
und [2]).
Spatz hat nach Angaben der Computerzeitschrift c't die
Oberflächen der Decoderchips abgeschliffen, um eine Rekonstruktion der
Quelle für diese Chips zu verhindern. Trotzdem bleibt abzuwarten, ob
diese früher oder später in einer Widerrufsliste der Content-Industrie
stehen.
Im Grunde wäre es aber auch möglich, per Reverse-Engeneering das
Protokoll zu entschlüsseln und Chips zu entwickeln, die nicht von den
Hauptanbietern stammen und kontrolliert werden und somit beliebige IDs
annehmen könnten. An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass ein
ähnliches System schon bei der DVD zum Einsatz kam und nach kürzester
Zeit geknackt wurde.
HDCP im Einsatz
Am 19. Januar 2005 verkündigte die Lobbyorganisation EICTA (European
Industry Association for Information Systems) unter anderem HDCP als
eine der vorausgesetzten Komponenten für das
HD ready-Label. So soll für HDTV der
Kopierschutz durchgesetzt werden.
Die Schnittstelle DVI
ist auch im Computer-Bereich verbreitet, jedoch ohne HDCP-Schutz. Da die
großen Filmstudios HDCP als einen guten Anfang ansehen ihre Filme vor
Raubkopien zu schützen, werden Computer in naher Zukunft wohl kaum eine
DVI-Schnittstelle mit HDCP-Unterstützung besitzen. Komponenten die
HDCP-Unterstützung liefern, müssen Komponenten sein die eine weitere
Verbreitung weitgehend ausschliessen, dazu gehört nicht der Computer.
Siehe auch
- Digital Rights Management
Netmarks
Homepage der HDCP-Erfinder "Digital Content Protection LLC", betrieben
von "Intel",
www.digital-cp.com.
Heise Online: Wettlauf zwischen HD DVD und Blu-ray Disc um den
besseren Kopierschutz, IFA-News, 04.09.2005 17:34,
www.heise.de/newsticker/meldung/63577.
HDCP FAQ - Gute Erläuterung eines Online Anbieters,
www.digitalconnection.com/FAQ/HDTV_12.asp.
Quelle und Lizenz
Anmerkungen
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