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Digital Rights Management (DRM)
Von Agon S. Buchholz
für Kefk Network Film, November 2005 ff.
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Erstellt/Bearbeitet: 03-Nov-2005/09-Jan-07
Systemzeit: Freitag, 10.10.2008, 20:59:03.
Home : Film : Technik : DRM
Übersicht
Als nahezu gesichert kann angenommen werden, dass zukünftige digitale Filmmaster mit
Techniken des
Digital Rights Management (DRM) geschützt sein werden. Diese ermöglicht
es den Rechteinhabern, eine sehr weit reichende Kontrolle über die Nutzung ihrer
Produkte auch noch nach der
digitalen Auslieferung an die Kinos zu auszuüben.
DRM-Systeme verknüpfen in
einer Lizenz bestimmte Restriktionen und Anforderungen mit einer
Mediendatei. Diese können unter anderem umfassen (nach Staden/Hundsdörfer
2003: 29):
- Zeitraum, für den die Lizenz gültig ist (z.B. ein Monat)
- Zeitfenster, in welchem die Lizenz gilt (z.B. nur Spätvorstellungen)
- Räumlichkeiten, in der die Lizenz gültig ist (z.B. kommerziell
betriebenes Kino oder Saalgröße)
- Abspielqualität (z.B. Auflösungsäquivalent zu 70mm, 35mm oder
niedriger)
- Anzahl der Wiederholungen (z.B. der Testläufe oder Vorführungen)
- Verpflichtung, den ganzen Inhalt zu zeigen, also keine Teile zu
überspringen (z.B. Abspann)
- Technik, für welche die Lizenz gültig ist (z.B. Produktionscomputer
oder Projektorart)
- Sicherheitsstandards der Technik (z.B. Möglichkeiten Wasserzeichen
zu vergeben)
- Verpflichtung zur Angabe der Abspieldaten (z.B. Titel, Uhrzeit, Ort)
- Weitergabe der Daten an Dritte (z.B. Produktionshaus, Werbetreibende
u.ä.)
- Lizenzkosten (z.B. abzuführende Prozente an die FFA)
Wie der Datenfluss bei der Rechtskontrolle konkret augestaltet wird,
hängt von der jeweiligen Spezifikation ab. Staden/Hundsdörfer (2003: 28 f.)
orientieren sich exemplarisch an der von Microsoft entwickelten Digital
Rights Language (XrML), es sind allerdings auch andere Abläufe denkbar.
In diesem Konzept erfolgt die Übergabe zwischen den beteiligten Parteien
an sog. Knotenpunkten („nodes“); vor jeder Übergabe an einem
Knotenpunkt an einen anderen muß durch ein „Clearing House“ bzw. „License
Server“ die jeweils gültige Zugriffsberechtigung überprüft werden. Gilt
ein Knoten als kompromittiert, sollen Sanktionen in Kraft treten können.

Abbildung: Datenfluss bei der
Lizenzvergabe zwischen zwei Knotenpunkten (Quelle: www.projectscope.de,
2003; identisch bei Staden/Hundsdörfer 2003: 29).
Janathan Chaplin, der CEO von Intertainer Inc., bringt das geplante
DRM-Konzept auf den Punkt:
„[We] want to be able to control the food chain from beginning
to end“ (zit. in Staden/Hundsdörfer 2003: 31).
Weiterführende Informationen
Siehe auch
Literatur
Das digitale Kino, m. DVD-Video
von Marille Hahne (Hrsg.)
Broschiert
- Schüren Presseverlag
Erscheinungsdatum: Januar 2005
ISBN: 3894723971
Preis bei Amazon.de: EUR 19,90
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Mit High Definition ins digitale Kino
von Philipp Hahn
Broschiert
- Schüren Presseverlag
Erscheinungsdatum: September 2005
ISBN: 3894724013
Preis bei Amazon.de: EUR 12,90
Bestellen
- Versandkostenfreie Lieferung!
Digitale Filmherstellung. Die Veränderungen in Kunst und Handwerk des
Filmemachens.
von
Thomas H. Ohanian und Michael E. Phillips
Taschenbuch - 300 Seiten Fachbuchverlag Andreas A. Reil
Erscheinungsdatum: 2001 ISBN: 3932972961
Preis bei Amazon.de: EUR 69,-
Bestellen
- Versandkostenfreie Lieferung!
Digitaler Film – digitales Kino.
von
Peter C. Slansky (Hrsg.)
UVK Verlagsgesellschaft mbH - Konstanz 2004 400 Seiten ISBN:
3-89669-431-6
Preis bei Amazon.de: EUR 34,-
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