Als Open Content bezeichnet man – in Anlehnung an
Open Source Software
und Freie Software –
Inhalte wie Texte, Musik oder Filme, die nach Ablauf der Urheberrechte
gemeinfrei geworden oder deren Urheber von einem Teil ihrer Nutzungs-
und Verwertungsrechte zurücktreten sind.
Freie Filme können dann legal (frei im Sinne von
»copyleft«) und häufig kostenlos aus dem
Internet heruntergeladen werden (frei im Sinne von »kostenlos«);
daneben gibt es auch noch freie Filme im Sinne der GNU-Lizenzen (frei
im Sinne von »libre«); solche Filme stehen quasi im »Quelltext« zur
Verfügung und können nicht nur kostenlos angeschaut, sondern auch neu
geschnitten oder anderweitig verändert werden.
Der erste »quellofene« Film aus Deutschland –
Route 66 - ein
amerikanischer albTraum – wurde 2004 produziert. Unabhängige Filmemacher vom
VEB FILM Leipzig veröffentlichen unter
dem Motto »Ein Gespenst geht um im Netz - das Gespenst des Open Source«
den abendfüllenden Spielfilm unter
Creative-Commons-Lizenz;
das 104-minütige Roadmovie kann kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden, unter anderem über
die Filesharing-Netzwerke AppleJuice, BitTorrent und eDonkey.
Bereits ein Jahr früher entstand die Schweizer Produktion
CH7 der jungen Filmemacher Michael Grob (Regie), Markus
Leutwyler (Kamera und Schnitt) und Simon Brugger (Drehbuch);
dabei handelte es sich um den weltweit ersten »Download-Spielfilm«, der unter einer
Creative-Commons-Lizenz
steht und kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Die
Action-Komödie handelt von der eidgenössischen
Medienlandschaft und hat eine Länge von 90 Minuten.
Der Fanfilm
Star
Wreck - In the Pirkinning (Finnland 2005) steht unter einer
Creative-Commons-Lizenz, welche die unentgeltliche Weitergabe
ermöglicht, jedoch Änderungen sowie den Verkauf untersagt.
Der bisher unvollendete Fanfilm
Tydirium - The True Story
(Deutschalnd, in Produktion) steht nicht unter einer freien
Lizenz, sondern wird als Fanprodukt kostenlos abgegeben; er bewegt sich –
wie auch die zahlreichen anderen Star-Wars-Fanfilme – in einer rechtlichen Grauzone,
wird aber von Lucasfilm toleriert.