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Chronologie der Computer Generated Imagery (CGI)

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Erstellt/bearbeitet: 24-Sep-2005/09-Jan-07
Systemzeit: Donnerstag, 20.11.2008, 18:35:26.

Home : Film : Produktion : Visuelle.Effekte : Computer.Generated.Imagery : Chronologie


Übersicht

Chronologie der Meilensteine der Computer Generated Imagery (CGI):

1973 In dem Science-fiction-Film Westworld werden 2D-CGI-Effekte für den Gunslinger-Roboter eingesetzt.
1976 In Futureworld, der Fortsetzung zu Westworld, werden erstmals computergenerierte 3D-Computeranimationen eingesetzt.
1977 Erste CGI-Effekte tauchen z. B. 1977 in Star Wars: Episode IV - A New Hope auf, in denen eine computererzeugte Animation des Todessterns zu sehen ist. Star Wars war auch der erste Spielfilm, bei dessen Dreharbeiten eine Comera und ein Computer miteinander verbunden wurden (Freyermuth 2000: 207).
1978 In Superman wird erstmals CGI zur Generierung des Filmtitels eingesetzt.
1979 In Alien wird in der Landesequenz ein 3D-Drahtgitter eingesetzt.
  Disney setzt CGI für die Generierung der Titel von The Black Hole (Das schwarze Loch) ein.
1981 In Looker wird mit dem Charakter Cindy erstmals ein CGI-generierter menschlicher Darsteller eingesetzt.
1982 1982 wurde in dem Film Tron, der zum größten Teil in einer Art vermenschlichten Computer spielt (Programme sind eine Art Personen), die gesamte Szenerie innerhalb des Rechnersystems vollständig per CGI erzeugt. Die Schauspieler agierten fast während der gesamten Drehzeit nur vor blauen Hintergründen (Bluescreen-Verfahren, auch Chroma-Keying genannt).
1984 Die Genesissequenz in Star Trek II: The Wrath of Khan (Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock), in der der ein Planet durch ein Genesisprojektil umgewandelt wird, war dem Spektrum der Wissenschaft einen Artikel wert; die Computereffekte wurden von ILM produziert.
  1984 erschien mit dem Science Fiction Streifen The Last Starfighter (Starfight) der erste Film dieses Genres, in dem sämtliche Weltraumszenen inklusive der Kämpfe vollständig mittels CGIs realisiert werden.
  Am Ende von 2010: The Year We Make Contact tauchen tausende von Monolithen auf, die computergeneriert sind.
  In dem Anime-Film Lensman wird erstmals CGI eingesetzt.
1985 1985 tauchte im Film Die Abenteuer des jungen Sherlock Holmes das erste dreidimensionale vom Computer erzeugte Wesen auf: ein Ritter, der sich aus den Glasscheiben eines Kirchenfensters zusammensetzte.
1986 Pixar präsentiert mit Luxo Jr. seinen ersten vollständig in 3D animierten Kurzfilm. Luxo Jr. ist zugleich auch der erste CGI-Film, der für einene Academy Award (Oscar) nominiert wurde.
1988 1988 wurde in Willow die erste mit dem Computer berechnete Morphing-Sequenz gezeigt: die Rückverwandlung der Ziege Fin Raziel in einen Menschen.
  Im gleichen Jahr wurde im Film Abyss zum ersten Mal Wasser realistisch mit dem Computer generiert. Die Effektspezialisten von Industrial Light and Magic (ILM) wurde für diese Leistung mit dem Academy Award for Visual Effects ausgezeichnet.
  Ebenfalls 1988 gewann eine Pixar-Produktion erstmals einen Academy Award: der Animationsfilm Tin Toy wurde 1988 in der Kategorie »Kurzfilme« nominiert und gewann auch einen Oscar (Stresau 1994: 491).
1989 In Indiana Jones and the Last Crusade wird erstmals ein vollständig digitales Compositing eingesetzt.
1990 Total Recall (Total Recall - Die totale Erinnerung) wird erstmals Motion Capture für einen CGI-Character eingesetzt.
  In Die Hard 2: Die Harder wird erstmals digital manipulierte Matte-Technik eingesetzt.
1991 In The Terminator 2: Judgment Day (USA 1991) werden erstmals realistische menschliche Bewegungen bei einem CGI-Charakter gezeigt.
1992 Für Death becomes her (Der Tod steht ihr gut) wird erstmals eine computergenerierte Haut eingesetzt.
1993 VeggieTales ist das erste vollständig computergenerierte Video und zugleich der erste Film, der sprechendes Obst und Gemüse zeigt, das durch CGI zum »Leben« erweckt wurde.
  In Jurassic Park (USA 1993) werden erstmals fotorealistische, vollständig CGI-generierte Charaktäre eingesetzt; insgesamt kommen 52-CGI-Einstellungen zum Einsatz (Freyermuth 2000: 207).
1994 Ab 1994 lief mit Babylon 5 (Spacecenter Babylon 5, USA 1994-1998) die erste Fernsehserie, in der CGI in großem Umfang eingesetzt wurde; erstmals wurden hier auch virtuelle Sets eingesetzt.
  In The Flintstones wird erstmals computergeneriertes Fell gezeigt.
  ReBoot ist die erste vollständig computergenerierte Fernsehserie.
1995 Toy Story von Pixar war einer der ersten vollständig am Computer generierten Spielfilme; gerendert wurden die Filmaufnahmen mit einer Auflösung von 1536 × 922 Pixeln.
  In Waterworld wird erstmals fotorealistisches, CGI-generiertes Wasser gezeigt [Unterschied zu CGI-Wasser in Abyss von 1988 (?)].
  In Casper erscheint der erste computergenerierte Hauptcharakter gezeigt, der mit realen Akteuren interagiert.
1997 In Conceiving Ada werden erstmals vollständig per 2D-CGI erzeugte Hintergründe in Verbindung mir realen Schauspielern eingesetzt.
  In Titanic (USA 1997) kommen bereits 500 CGI-Einstellungen vor (Freyermuth 2000: 207).
1999 In Star Wars: Episode I - The Phantom Menace (Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung, USA 1999) sind »95 Prozent aller Bilder digital generiert oder nachbearbeitet worden, insgesamt über 2000 Einstellungen« (Freyermuth 2000: 207).
2001 In Final Fantasy: The Spirits Within (Final Fantasy - Die Mächte in dir, USA/Japan 2001) von Square Pictures wurden erstmals in einem abendfüllenden Spielfilm computergenerierte virtuelle Hauptdarsteller – so genannte Vactors oder Synthespians – eingesetzt.
  Jimmy Neutron: Boy Genius ist der erste abendfüllende Computeranimations-Spielfilm, der vollständig mit handelsüblicher Hard- und Software hergestellt wurde.
2002 Die Firma Weta Workshop in Neuseeland wird damit beauftragt, realistische Effekte für The Lord of the Rings: The two Towers (Der Herr der Ringe: Die zwei Türme) zu kreieren. Um die riesigen Schlachten richtig in Szene setzen zu können, wurde das Computerprogramm Massive entwickelt, das den Orcs, Elben und Menschen künstliche Intelligenz einhauchte. Man wollte erreichen, dass die Figuren in der Masse selber auf Hindernisse, Geräusche oder/und ihre Umgebung reagieren. Den Fundus an Handlungsmöglichkeiten, wie den verschiedenen Bewegungsabläufen, sowie unterschiedliche Kampfhandlungen und Sterbesequenzen wurden aus einer Datenbank bezogen, in die die Abläufe vorher per Motion Capturing eingelesen wurden. Selbst Akteure im Vordergrund riesiger Szenen sind vielfach computergeneriert; ein Beispiel hierfür ist der Aufmarsch der Orks in Helms Klamm. Hauptcharaktere wurden herkömmlich aufgenommen und in die Szenen hineinkopiert. Über 99 Prozent des Films sollen digital erzeugt oder bearbeitet worden sein.
  Nach Angaben der Filmzeitschrift Cinema war Star Wars: Episode II - Attack of the Clones (Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger, USA 2002) »der erste mit digitaler Kamera fotografierte und Bild für Bild im Computer nachbearbeitete Film« (Cinema 10/2005: 35).
2003 In The Matrix Reloaded (USA 2003) wird für The Burly Brawl erstmals Universal Capture eingesetzt; dabei handelt es sich um eine dreidimensionale Aufzeichnung des Schauspielens eines realen Akteurs sowie die anschließenden Bearbeitung und Verfremung mittels CGI.
  Für The Matrix Revolutions wird mit dem Superpunch erstmals die fotorealistische Nahaufnahme der Deformation des Gesichts eines synthetischen Darstellers gezeigt.
2004 Sky Captain and the World of Tomorrow (USA 2004) von Kerry Conran ist der erste abendfüllende Spielfilm mit vollständig computergenerierten Hintergründen in Verbindung mit realen Darstellern.
  The Polar Express ist der erste computergenerierte Spielfilm, der Performance Capture für alle Darsteller einsetzte.

Literatur

Das digitale Kino, m. DVD-Video

von Marille Hahne (Hrsg.)

Broschiert - Schüren Presseverlag
Erscheinungsdatum: Januar 2005
ISBN: 3894723971

Preis bei Amazon.de: EUR 19,90
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Mit High Definition ins digitale Kino

von Philipp Hahn

Broschiert - Schüren Presseverlag
Erscheinungsdatum: September 2005
ISBN: 3894724013

Preis bei Amazon.de: EUR 12,90
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Digitale Filmherstellung. Die Veränderungen in Kunst und Handwerk des Filmemachens.

von Thomas H. Ohanian und Michael E. Phillips

Taschenbuch - 300 Seiten
Fachbuchverlag Andreas A. Reil
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3932972961

Preis bei Amazon.de: EUR 69,-
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Digitaler Film – digitales Kino.

von Peter C. Slansky (Hrsg.)

UVK Verlagsgesellschaft mbH - Konstanz 2004
400 Seiten
ISBN: 3-89669-431-6

Preis bei Amazon.de: EUR 34,-
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Siehe auch

Quellen

Gundolf S. Freyermuth: »Synthetische Realitäten. Träume werden wahr im Digitalen Kino« (Essay/Digitales Kino), in: c't 16/2000, S. 206 (bb).

Anne Thompson: »F/X Gods«, in: Wired, February 2005,
www.wired.com/wired/archive/13.02/fxgods.html (englischsprachig).

Andy Serkis: The Lord of the Rings – Gollum: How We Made Movie Magic. A Behind-the-scenes Guide to the Epic New Line Cinema Trilogy. London: Collins 2003.

Bernd Willim: Leitfaden der Computer Grafik. Visuelle Informationsdarstellung mit dem Computer. Grundlagen, Verfahren, Einsatzbereiche. Berlin: Drei-R-Verlag 1989.

Netmarks

Wikipedia: Timeline of CGI in films,
en.wikipedia.org/wiki/Timeline_of_CGI_in_movies.

A Critical History of Computer Graphics and Animation – a course page at Ohio State University that includes all course materials and extensive supplementary materials (videos, articles, links),
accad.osu.edu/~waynec/history/ID797.html.

CG production companies,
accad.osu.edu/~waynec/history/lesson11.html.

CGI in the movies,
accad.osu.edu/~waynec/history/lesson14.html.

Quelle und Lizenz

Textquellennachweise:
Ein Teil dieses Textes basiert auf einem Artikel aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
Artikel | Bearbeiten | Diskutieren | Drucken | Versionen | Autoren | Backlinks.
Stand: 00:21, 22. Sep 2005.
Lizenz: GNU Free Documentation License.
Bildquellennachweise:
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