Mitte des 21. Jahrhunderts. Es ist den Menschen nicht gelungen, die
Umweltzerstörung aufzuhalten. Wenn sie nicht bald einen alternativen
Lebensraum finden, werden sie keine hundert Jahre mehr überleben. Im Jahr
2025 wurde deshalb das Mars Terraforming Project in Angriff genommen:
Man setzte Algen auf dem Mars aus, die in der lebensfeindlichen Atmosphäre
dort Sauerstoff produzieren, weitere Vegetation fördern und schließlich
eine, auch für den Menschen erträgliche, Atmosphäre schaffen sollen.
Über zwei Jahrzehnt meldeten die Messinstrumente auf dem Mars eine
erfolgversprechende Entwicklung. Doch plötzlich ist das Projekt aus
unerklärlichen Gründen zum Erliegen gekommen. Es ist dringend notwendig,
dass Wissenschaftler vor Ort die Situation klären. Zu diesem Zweck wird in
der Erdumlaufbahn das Raumschiff Mars 1 zusammengebaut. Unter der Leitung
von Commander Bowman (CARRIE-ANNE MOSS) und Co-Pilot Ted Santen (BENJAMIN
BRATT) unternehmen der wissenschaftliche Leiter Bud Chantilas (TERENCE
STAMP), der Genetiker Burchenal (TOM SIZEMORE), Terraforming-Experte Dr.
Chip Pettengil (SIMON BAKER) und Ingenieur Robby Gallagher (VAL KILMER) die
monatelange Reise zum Roten Planeten.
Für die Astronauten ist es nicht leicht, sich während des eintönigen
Trips in Geduld zu üben. Unterschiedliche Auffassungen über ihre Missionen
führen zum Streit. Chantilas beeindruckt zum Beispiel Gallagher mit seiner
philosophischen Weltsicht: »Unser Glaube muss stark sein - denn wenn
wir nicht an etwas glauben würden, hätten wir dieses Raumschiff nie
bestiegen, um 300 Millionen Kilometer von der Erde fortzufliegen«.
Doch bei dem strikt rational argumentierenden Burchenal stößt er dabei auf
starken Widerstand. Burchenal schlägt vor, die hoffnungsvoll wartende
Menschheit auf der Erde einfach im Stich zu lassen und auf dem Mars ein
eigenes Königreich auszurufen - mit sich selbst als König und der
attraktiven Bowman als Königin: »Wir brauchen ja schließlich
Nachkommen...« Bowman ist nicht beeindruckt. Zumindest nicht von
Witzbold Burchenal - dafür umso mehr von dem zurückhaltenden
Systemmechaniker Gallagher, den die Gefährten abschätzig "Hausmeister"
rufen.
Gallagher überrascht Bowman eines Tages zufällig in der Dusche - er
reagiert wie ein Gentleman, macht ihr aber unmissverständlich deutlich, dass
ihn der Anblick alles andere als kalt lässt. Als Bowman Gallagher und
Burchenal dabei erwischt, wie sie im Labor Vodka zusammenbrauen, lässt sie
sich nicht lumpen und stößt mit den beiden an. Zu Gallaghers Aufgaben
gehören auch die Wartung und das Testen des mobilen Roboters AMEE, der für
militärische Zwecke entwickelt wurde, sich mit seinem Stahlskelett
geschmeidig wie ein Panther fortbewegt und die Crew beim Vermessen des Mars
unterstützen soll.
Am Tag 182 der Mars-Mission hat Mars 1 die Umlaufbahn über ihrem Ziel
erreicht. Die Crew bereitet sich vor, den Lande-Shuttle abzukoppeln und auf
die Oberfläche abzusinken. In diesem Moment gerät die Mars 1 in einen
Sonnensturm: Von der Sonne ins All geschleuderte Protonen durchschlagen mit
unvorstellbarer Gewalt die Haut des Raumschiffs und lassen der Crew kaum
Zeit, sich in sichere Zonen im Innern zurückzuziehen. Commander Bowman
überprüft den Schaden zusammen mit dem sprechenden Bordcomputer Lucille:
Fast alle Versorgungsfunktionen sind ausgefallen, der Sauerstoff entweicht,
das Stromnetz bricht zusammen. Notaggregate können die Katastrophe nur
minutenlang aufhalten. Bowman befiehlt das sofortige Abkoppeln des Shuttles.
Sie stellt jedoch fest, dass er sich nicht mehr automatisch starten lässt.
In Sekundenschnelle entscheidet sie, selbst an Bord zu bleiben und die
Startphase manuell einzuleiten. Ihre Gefährten sind dagegen, wagen es aber
nicht, die Befehle der Vorgesetzten zu missachten.
Der Start gelingt, der Shuttle schwebt am Fallschirm auf die
Marsoberfläche. Währenddessen kämpft Bowman um ihr Leben: Um Energie zu
sparen, schaltet sie die künstliche Schwerkraft in der Mars 1 aus und rettet
sich in ihren Raumanzug. In schwerelosem Zustand gelingt es ihr nicht, die
verschiedenen Brände an Bord zu löschen. Verzweifelt öffnet sie die
Schleusen nach draußen - dadurch entweicht die Luft aus dem Schiff und damit
auch die brennenden Gase ins All. Um den Shuttle beim Aufprall zu schützen,
bläst sich eine ganze Traube von Airbags auf. Der Shuttle springt wie ein
Gummiball vom Boden ab und stürzt dann in eine tiefe Schlucht, bevor er
schließlich ausrollt. Die Astronauten haben überlebt, doch die
Schadensüberprüfung klingt wie ein Todesurteil: Der Shuttleantrieb und die
Funkgeräte sind defekt - sie können nicht einmal mehr mit Bowman im
Mutterschiff kommunizieren. Auch die wissenschaftliche Ausrüstung ist
unbrauchbar: Der Auftrag der Crew lässt sich also nicht mehr ausführen. Vor
allem aber ist Chantilas schwer verletzt - doch er bleibt gefasst: »Was
wollt ihr - ich habe es immerhin auf den Mars geschafft!«
Die einzige Möglichkeit besteht jetzt darin, die schon vor 20 Jahren
errichtete Basis des Terraforming Project namens Mars Habitat (HAB)
zu erreichen, wo die Astronauten den lebensnotwendigen Nachschub für ihre
Sauerstoffreserven vermuten. Es gelingt Gallagher, mit den Resten der
Ausrüstung den Standort zu bestimmen - nun weiß die Mars Ground Crew, in
welcher Richtung HAB liegt.
Die Tatsache, dass die Marsoberfläche weiterhin eine rote Wüste ohne
Vegetation ist, lässt nichts Gutes ahnen. Tatsächlich finden die Astronauten
Spuren einer Katastrophe: HAB ist völlig zerstört - und damit auch die
Hoffnung auf Rettung, denn die Sauerstoffreserven in den Raumanzügen sind
fast erschöpft. Wie bewahrt man Haltung, wenn man dem sicheren Tod ins Auge
blickt? Pettengil begleitet Santen zum Rand eines steilen Abgrunds. Auch
angesichts der Katastrophe können die beiden das Streiten nicht lassen.
Wütend versetzt Pettengil seinem Gefährten einen Stoß, der stolpert und
stürzt über die Felskante in den Tod. Aber auch die anderen drei haben nur
noch wenige Minuten zu leben.
Als Erstickungsanfälle Gallaghers Körper durchzucken, reißt er in seiner
Verzweiflung das Visier seines Helms auf und - atmet! Fassungslos stellen
die Männer fest, dass die Marsatmosphäre genug Sauerstoff enthält, um ihnen
das Weiterleben zu erlauben. Bowman hat inzwischen einen Lagebericht an die
Erdzentrale Houston gegeben. Gleichzeitig erbittet sie Anweisungen zur
Reparatur des Schadens. Sie muss aufgrund der riesigen Entfernung jeweils 40
Minuten auf Antwort warten. Aus Houston kommt der Befehl, die Mars Ground
Crew als verloren aufzugeben. Bowman soll alles versuchen, die Mars 1 wieder
flottzumachen und zur Erde zurückkehren.
Auf die Anweisungen hin gelingt es ihr, den Zündungsmechanismus des
Antriebs zu reparieren. Auch der Roboter AMEE hat sich aus dem Wrack des
Shuttles befreit. Als AMEE bei der Crew auftaucht, erkennt Gallagher sofort,
dass der Prozessor beschädigt ist. AMEE fühlt sich von den Astronauten
bedroht und reagiert - laut Programmierung - wie ein GuerillaKämpfer,
verteidigt sich und greift Burchenal so massiv an, dass der mit einer
gebrochenen Rippe nur knapp davonkommt. Gallagher befürchtet das Schlimmste:
»Das nächste Mal wird AMEE sich nicht zurückhalten, dann spielt sie
'Aufspüren und vernichten!'«.
Im Staub des Mars findet Gallagher den Sojourner Rover, der Ende des 20.
Jahrhunderts auf einer unbemannten Marsmission Fotos und wichtige
Analysedaten zur Erde funkte. Aus dem Sender des völlig veralteten Rovers
bastelt Gallagher ein improvisiertes Funkgerät, um endlich wieder mit Bowman
Kontakt aufzunehmen. Die Frequenzen aus den 90er Jahren sind allerdings
längst außer Gebrauch - Bowman kann Gallagher nicht empfangen. Stunden
später erhält Bowman eine Nachricht: Ein Zivilfunker auf der Erde hat
Gallaghers Funkspruch aufgefangen. Über Houston erfährt Bowman, dass die
Mars Ground Crew wie durch ein Wunder noch am Leben und auf der richtigen
Frequenz auch ansprechbar ist. Der Genetiker Burchenal hat als Rationalist
dennoch keine Hoffnung, denn wie soll Bowman die gestrandeten Gefährten vom
Mars retten?
Gallagher argumentiert dagegen - mit Chantilas als Vorbild, der aus
seinem Glauben sehr viel Kraft gewinnen konnte. Bowman hat einen Strohhalm
anzubieten, an dem die Ground Crew sich zunächst festhalten kann: In 100 km
Entfernung befindet sich die uralte russische Sonde Kosmos, die damals beim
Start zum Rückflug versagt hat. Wenn es den Astronauten gelingt, den
Startmechanismus kurzzuschließen, dann würden sie auf der Nutz-lastfläche
der Sonde wieder in die Umlaufbahn gelangen - allerdings nur zwei von ihnen.
Nachts fliehen die drei vor einem gewaltigen Sturm in eine Höhle. Gallagher
eröffnet Burchenal und Pettengil, dass er zurückbleiben will, um die
Kameraden zu retten: »Wahrscheinlich explodiert das Ding sowieso«.
Pettengil hat jedoch das Gefühl, dass die Gefährten ihm die Schuld an
Santens Tod geben und letztlich doch ihn auf dem Mars zurück lassen werden.
Er flieht in der Nacht und nimmt das Funkgerät mit, um als Erster und
Einziger Kosmos zu erreichen. Doch AMEE spürt ihn auf und tötet ihn.
Burchenal und Gallagher folgen ihm. Als sie die Leiche finden, entdecken sie
großflächige Algenkulturen, die sich aus dem Terraforming Project entwickelt
haben. In ihnen und von ihnen leben gewaltige Kolonien von Insekten,
aggressive Leuchtkäfer, die die Atmosphäre mit Sauerstoff anreichern. Sie
haben Pettengils Leiche bereits fast aufgefressen und greifen jetzt auch
Burchenal an. Der hat nur noch Zeit, einige Käfer für eine Untersuchung
einzufangen.
Um Gallaghers Leben zu schützen, zündet Burchenal eine Brandgranate, die
alles Leben in großem Umkreis - Algen, Käfer und auch Burchenal -
vernichtet. Gallagher überlebt in seinem Raumanzug. Er ist verzweifelt. Nur
mit Mühe gelingt es Bowman, ihm über Funk Mut zuzusprechen. Wenig überzeugt
schleppt sich Gallagher zur russischen Sonde. Es gelingt ihm, sein Funkgerät
anzuschließen, und Bowman funkt ihm die Programmierung der nötigen
Koordinaten zu, um die Sonde in Richtung Mars 1 zu dirigieren. Doch die
Batterie der alten Sonde ist verbraucht - ein Start wird damit unmöglich.
Gallagher arrangiert sich mit seinem Schicksal und wartet auf den Tod. Er
und Bowman nehmen Abschied. Seine Prüfungen sind allerdings noch nicht
vorüber. Wieder lauert AMEE ihm auf. Der Roboter könnte seinen schnellen Tod
bedeuten. Oder auch einen letzten Hoffnungsschimmer...